Lernen Sie Dr. Juan Carlos Castillo kennen 0FAMILIENTRADITION IN GYNÄKOLOGIE

Dr. Juan Carlos Castillo ist Gynäkologe am Instituto Bernabeu und ein anerkannter Spezialist. Er ist verheiratet und Vater einer Tochter. Er arbeitet seit 2013 in der Gruppe Instituto Bernabeu und spielt eine wesentliche Rolle bei der Betreuung der internationalen Patientinnen .

Seit seiner Kindheit war er mit der Medizin vertraut; sein Vater ist Gynäkologe, und schon in jungen Jahren interessierte er sich für diesen Zweig der Medizin und folgte so der Familientradition. Er machte seinen Abschluss 1999 in Medizin und Chirurgie, und sechs Jahre später im Fachbereich Gynäkologie; im Jahr 2004 gastierte er am Pennsylvania Hospital in den USA, in der Abteilung für Hochrisikoschwangerschaften, Ultraschall und Onkologische Gynäkologie. 2010 erlangt er den Titel als Doktor der Medizin an der Universität Valencia mit “summa cum laude”. Seit 2013 gehört er zum Ärzteteam der Gruppe Instituto Bernabeu und ist einer der Spezialisten für internationale Patientinnen.

Angezogen von der Reproduktionsmedizin, spezialisierte er sich durch verschiedene Kurse und einem Master in Humanreproduktion. Und 2005 fand er dann endgültig sein Weg. In jenem Jahr wurde er Arzt im Team der Abteilung für künstliche Befruchtung am Universitätsklinikum in Valencia. Dort schloss er den technischen Teil mit der Praxis ab und lernte die Verfahren der ovariellen Stimulation und die mit der künstliche Befruchtung verbundenen Verfahren kennen. Er wird von der wissenschaftlichen Gemeinschaft als einer der wichtigsten Forscher über die Prävention des ovariellen Hyperstimulationssyndroms  angesehen.

Als Dr. Castillo nach Protokollen und Informationen zum Thema suchte, fand er kaum etwas Schriftliches und Erforschtes. So nahm er sich vor, es näher zu untersuchen, und einer der Professoren lud ihn ein, die Krankengeschichten zu überprüfen, die das Krankenhaus mit diesem neuartigen Protokoll seit 2002 aufbewahrte. Mit der Besonderheit, dass sie bis 2004 nicht digitalisiert waren, und so musste er sie einzeln auf Papier überprüfen. Seine Forschungsarbeit hatte so viel Erfolg, dass sie auf dem Kongress über Unfruchtbarkeit der Europäischen Gesellschaft für Humanreproduktion und Embriología (ESHRE) in Lyon als mündlicher Vortrag vorgestellt wurde, was ein großer Erfolg für einen so jungen Arzt war, zumal die ESHRE als einer der wichtigsten Institutionen bezüglich der künstlichen Befruchtung auf der Welt gilt. Seine Kenntnisse öffneten ihm die Tore zur Verbreitung von Forschungsarbeiten, bei denen er als Teil einer Gruppe von internationalen Experten für die Prävention der ovariellen Hyperstimulation tätig war.

Die ESHRE ernannte ihn 2016 zum Mitherausgeber, und er ist der einzige Spanier im Redaktionsbeirat der Zeitschrift Human Reproduction, der weltweit angesehensten im Bereich der Reproduktionsmedizin. Seine Arbeit besteht in der Überprüfung und Bewertung der Forschungsarbeiten, die der Zeitschrift zur Veröffentlichung zugesandt werden. Wenn die Arbeit in sein Gebiet fällt, bestimmen die Qualität und der Wert der Arbeit; und er entscheidet auch, welche Experten am besten für die Bewertung anderer Forschungen qualifiziert sind. Dr. Castillo erklärt: “Diese Arbeit der Überprüfung anderer Forschungsarbeiten erlaubt es mir, mich über alle Neuigkeiten in der Reproduktionsmedizin auf den letzten Stand zu bringen”, und auf diese Weise ist er immer an der Spitze dabei.

Seine Kenntnisse und seine Spezialisierung haben ihn dazu geführt, über 50 Publikationen in Fachzeitschriften herauszugeben, deren Zahl weiter zunimmt.

FÜNF FRAGEN AN DEN ARZT UND AN DEN MENSCHEN

Was interessiert Sie am meisten an der Reproduktionsmedizin?

Seit den Anfängen der Techniken der künstlichen Befruchtung war offensichtlich, dass es notwendig war, eine höhere Anzahl an Eizellen, und auf diese Weise die Embryonen zu erzielen, die eine bessere Auswahl und höhere Schwangerschaftserwartung ermöglichen. Im Zuge der Ausbildung einer höheren Anzahl an Follikeln für die Erzielung von mehr Eizellen tritt jedoch das sogenannte Ovarielle Hyperstimulationssyndrom (OHSS) auf, das eine der meist gefürchteten Komplikationen auf unserem Gebiet darstellt. So hat mich seit meinen ersten Kontakten mit der künstlichen Befruchtung der Versuch motiviert, jenes Protokoll zu finden, das die Optimierung der Anzahl an erlangten erlaubt, und gleichzeitig jede Form von OHSS verhindert; dank der gemeinsamen Bemühungen von vielen Fachleuten auf internationaler Ebene können wir heute sagen, dass wir ein Protokoll entwickelt haben, das diese potenziell schwere Komplikation verhindert. Diese Errungenschaft stellte wirklich einen großen Fortschritt für die Sicherheit der Technik für unsere Patientinnen dar, und ich bin persönlich sehr zufrieden, zu dieser Entwicklung beigetragen zu haben (und weiter beizutragen).Lernen Sie Dr. Juan Carlos Castillo kennen 1

Welches war die größte Herausforderung, der Sie während Ihrer Laufbahn begegnet sind?

Kurioserweise ist es eine ständige Herausforderung, die ich praktisch jeden Tag bei meinem professionellen Team erlebe; sie besteht darin, meinen Patientinnen zu beweisen (oder es wenigsten zu versuchen), dass die beste Strategie für das Erreichen unseres gemeinsamen Zieles, nämlich eines gesunden, lebenden Neugeborenen, in dem Transfer eines einzigen Embryos pro Versuch besteht. Aus verschiedenen Gründen neigen die Patientinnen zum Transfer von mehr als einem Embryo; einige von ihnen berichten mir, dass sie “unheimlich gerne” eineiige Zwillinge hätten; meine Antwort ist immer dieselbe: “Alle Kinder, die du bekommen möchtest, aber eines nach dem anderen”; dies ist immer das beste Szenario, vor allem aus obstetrischer Sicht.

Was hat Sie dazu bewogen, mit Ihrer Familie von Valencia hierherzuziehen, um am Instituto Bernabeu zu arbeiten?

Meine Laufbahn als Spezialist in assistierter Humanreproduktion begann in Valencia, der Stadt, an die ich sehr gute Erinnerungen habe. Nachdem ich meine Ausbildung am Universitätsklinikum beendet hatte, übte ich meinen Beruf in einer Klinik in der gleichen Stadt aus; bereits seit damals kannte ich das Prestige des Instituto Bernabéu, einer starken Institution mit einer inspirierenden Neigung zur Innovation und Forschung, die sich in ihrer ständigen Anwesenheit auf wichtigen Treffpunkten unseres Spezialgebiets wie dem Kongress der spanischen Gesellschaft für Fruchtbarkeit und der ESHRE. Als die Gelegenheit günstig war, bekam ich die Chance, meinen Horizont am IB zu erweitern, und zögerte nicht einen Augenblick und das anschließende Bewerbungsgespräch in den Einrichtungen der Klinik mit dem leitenden Arzt: Herrn Rafael Bernabeu, bestätigte nur noch, dass dieser Schritt einen Fortschritt in meiner persönlichen und beruflichen Entwicklung  darstellen würde… und ich irrte mich nicht. Natürlich benötigte ich auch die Zustimmung meiner persönlichen Chefin – meiner Ehefrau (zum Glück war sie einverstanden…!!!); Alicante ist außerdem eine wunderbare Stadt, um unsere Tochter aufwachsen zu sehen.

Was würden Sie einer Patientin raten, die eine Behandlung der künstlichen Befruchtung beginnen möchte?

Kurz gesagt, würde ich ihr empfehlen, das Thema mit Vorfreude, Beharrlichkeit und Optimismus anzugehen, allerdings mit einer nicht weniger gesunden Dosis an Realismus.

Die Entscheidung, sich zu einem Spezialisten in Fruchtbarkeit zu begeben, bringt immer viele Unsicherheiten mit sich, angefangen bei dem Versuch, zu verstehen, warum sich etwas für andere Paare (die Empfängnis) so offensichtlich “einfaches” für sie an einem gegebenen Zeitpunkt als so schwierig erweist; die allermeisten Paare kommen mit vielen Zweifeln und Unsicherheiten. Mein Rat ist: versuchen Sie beim ersten Besuch den Fall mit der größt möglichen Natürlichkeit anzugehen, und mit viel Lust auf die notwendigen Schritte zur Überwindung der Reproduktionsprobleme in einer angenehmen Umgebung, und liefern Sie mit absoluter Aufrichtigkeit die entsprechenden Informationen; doch auch das ärztliche Teams sollte Ihnen alle verfügbaren Informationen in einer einfachen und verständlichen Sprache liefern. In diesem Falle sind das Fachwissen und die Aufrichtigkeit, aber auch die menschliche Note entscheidend.

Was hat sich seit dem ersten Beta positiv einer Patientin bis heute geändert?

Ich bin für diese Frage dankbar, sie führt mich viele Jahre zurück und weckt sicherlich Erinnerungen an inspirierende Momente. Von dem ersten positiven Schwangerschaftstest (übrigens im Urin) erinnere ich mich an die sehr angenehmen Empfindungen, an das Glück der Patienten und an das Gefühl einer gut gemachten Arbeit; bis zu jenem Zeitpunkt hatte ich diese Erfolge bei meinen Mentoren und Lehrmeistern gesehen; doch dieses erste Beta positiv in einem Fall, der vollständig in meiner Verantwortung lag, war ein wirklich befriedigender Moment. Sicher, ich genieße die Arbeit immer noch, aber mit etwas mehr Gelassenheit, vielleicht weil ich weiß, dass ein positiver Schwangerschaftstest das Ergebnis eines großen Engagements mehrerer beteiligter Menschen ist: des Partners, seiner Familie, der Ärzte, der Krankenschwestern, der Biologen; dies stellt nur eine erste große Errungenschaft dar, der andere Herausforderungen folgen werden: die richtige Entwicklung der Schwangerschaft, das Wohlbefinden zwischen Mutter und Fötus, und schließlich ein gesundes Neugeborenes – unser gemeinsames Endziel.

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