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Die ovarielle Stimulation in einem In-vitro-Fertilisationszyklus (IVF) schlägt bei mir nicht an. Was kann ich tun?

Die ovarielle Stimulation in einem In-vitro-Fertilisationszyklus (IVF) schlägt bei mir nicht an. Was kann ich tun?

Patientinnen mit einer geringen Reaktion auf die ovarielle Stimulation bei IVF‑Behandlungen sind derzeit eine der großen Herausforderungen für Fachleute, die sich mit künstlicher Befruchtung befassen. Die Prävalenz ist schwer einzuschätzen und liegt je nach Definition bei 6-35 %.

Was bedeutet eine geringe Reaktion bei der ovariellen Stimulation?

Dieser Begriff ist schwer zu definieren, da es keinen allgemeinen Konsens über die Definition gibt, aber generell bezieht er sich auf die Gewinnung von weniger als vier Eizellen nach der ovariellen Stimulation.

Woher weiß ich, ob bei mir eine niedrige Reaktion vorliegt? Kann diese prognostiziert werden?

Um festzustellen, ob bei einer Patientin eine niedrige Reaktion vorliegt oder nicht, werden am besten eine kontrollierte ovarielle Stimulation vorgenommen und dann die Ergebnisse aus diesem ersten Zyklus bewertet.

Es gibt jedoch einige Kriterien, die es uns ermöglichen, die Patientinnen mit Risikofaktoren für eine geringe Reaktion auf die Stimulation vor Beginn der Stimulation zu identifizieren, und zwar:

  • Alter >40 Jahre.
  • Vorheriger Zyklus mit geringer Reaktion (drei oder weniger Eizellen) nach einem herkömmlichen Stimulationsverfahren.
  • Geringere Marker der ovariellen Reserve (AFC <5-7 oder AMH <0,5-1,1 ng/ml).

Wenn mindestens zwei der oben genannten Kriterien erfüllt sind, besteht das Risiko einer geringen ovariellen Reaktion auf die Stimulation.

Welche Hauptursachen gibt es für eine geringe ovarielle Reaktion?

  • Ein Alter über 38 Jahre und eine niedrige ovarielle Reserve sind die Hauptgründe für eine geringe Reaktion. Mit fortschreitendem Alter nimmt die ovarielle Reserve ab und somit auch die Reaktion auf die ovarielle Stimulation.
  • Endometriose.
  • Behandlungen wie Chemotherapie oder Strahlentherapie.
  • Unterleibsinfektionen.
  • Hypoandrogenismus.
  • Veränderungen der ovariellen FSH-Rezeptoren, entweder durch vorhandene Antikörper, die die Wirkung des Rezeptors blockieren, oder Polymorphismen im Rezeptor, die die ovarielle Reaktion auf bestimmte Medikamente begünstigen, oder durch die Abnahme/Funktionsstörung der Rezeptoren.

Was sind die Folgen und möglichen Behandlungen nach der Diagnose einer geringen ovariellen Reaktion in einem IVF-Zyklus?

Bei dieser Patientengruppe besteht ein höheres Risiko für einen Zyklusabbruch und für weniger gewonnene Eizellen und damit eine geringere Wahrscheinlichkeit einer Lebendgeburt. Aus diesem Grund gibt es für diese Patientengruppe verschiedene Stimulationsstrategien mit dem Ziel, die Reproduktionsergebnisse zu verbessern:

Frau Dr. Begoña Alcaraz, Gynäkologin am Instituto Bernabeu.

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