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Ovarielle transposition

Ovarielle transposition

Die Behandlungen von Krebspatientinnen haben sich in den letzten Jahrzehnten erheblich verbessert, wodurch sich die Möglichkeit des Überlebens von Frauen, die an Krebs leiden, erhöht hat. Diese Tatsache hat zu einem enormen Interesse daran geführt, die Lebensqualität dieser Patientinnen zu verbessern, insbesondere bezüglich ihres reproduktiven Potenzials. Dieses Gebiet ist heute als Techniken zur Erhaltung der Fruchtbarkeit bei Krebspatientinnen bekannt.

Es wurden mehrere wirksame Behandlungen zur Erhaltung des Fruchtbarkeitspotenzials bei den verschiedenen Krebstypen beschrieben, womit die der Patientin die Gelegenheit geboten wird, schwanger  zu werden, sobald die Krankheit überwunden ist. Eine dieser Techniken ist die ovarielle Transposition.

Was ist die ovarielle Transposition?

Die ovarielle Transposition ist ein chirurgischer Eingriff (gewöhnlich über den Bauchnabel), der die Eierstöcke aus dem Bereich entfernt, der die Bestrahlung erhalten soll. Diese werden angehoben und an der Bauchwand befestigt, wodurch das Becken bestrahlt werden kann, ohne die Eierstöcke zu beschädigen. Sie ist auch als Oophoropexie oder Pexie der Ovarien bekannt. Bei Beendigung der Behandlung der Radiotherapie bringt ein erneuter Eingriff die Eierstöcke wieder in ihre natürliche Position.

Zwar ist der chirurgische Eingriff notwendig, die Technik gilt jedoch als wirksam und sicher und in der Lage, eine normale Funktion der Eierstöcke und die Möglichkeit der Schwangerschaft bei 65-94% der Patientinnen zu bewahren, laut einer vor Kurzem erfolgten Auswertung der Fachliteratur (*1). Doch obwohl die ovarielle Transposition bei den meisten Krebstypen, die den unteren Bereich des Abdomens und des Beckens befallen, nützlich ist, ist sie dies unglücklicherweise nicht für Frauen, die eine zusätzliche Chemotherapie benötigen.

Trotz der geringen Verbreitung ihrer Anwendung bietet die ovarielle Transposition als Behandlung zur Erhaltung der Fruchtbarkeit Krebspatientinnen die Chance auf eine erfolgreiche Schwangerschaft, sobald sie ihre Krankheit überwunden haben.

BIBLIOGRAFIE

  1. Moawad NS, Santamaria E, Rhoton-Vlasak A, Lightsey JL. Laparoscopic Ovarian Transposition Before Pelvic Cancer Treatment: Ovarian Function and Fertility Preservation. J Minim Invasive Gynecol. 2017 Jan 1;24(1):28-35. doi: 10.1016/j.jmig.2016.08.831. Epub 2016 Sep 8. PMID: 27614150.
  2. Gris-Martínez JM , Callejo-Olmos J . Guía 27: Técnicas de preservación de la fertilidad. Centro: 1Unidad de Reproducción Asistida del Servicio de Ginecología y Obstetricia. Hospital Materno-Infantil Vall d’Hebron. Barcelona. 2Servicio de Ginecología y Obstetricia. Hospital Sant Joan de Déu. Barcelona. Profesor Titular de Obstetricia y Ginecología Facultad de Medicina. Universitat de Barcelona.
  3. Female fertility preservation – an overview (Royal College of Obstetricians and Gynaecologists)

Dr. Juan Carlos CastilloGynäkologe am Instituto Bernabeu.

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