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Subkutanes Verhütungsimplantat: Was ist das, wie funktioniert es und wie wirksam ist es?

Subkutanes Verhütungsimplantat: Was ist das, wie funktioniert es und wie wirksam ist es?

Das Verhütungsimplantat ist ein kleines 4 cm langes und 2 mm dickes Stäbchen, das im Arm unter die Haut eingesetzt wird. Das Implantat setzt nach und nach ein dem Progesteron ähnliches Hormon frei, das den Eisprung und damit eine Schwangerschaft verhindert.

Es ist eine verlässliche und reversible Verhütungsmethode bei der langjährige Erfahrung besteht.

Was ist das subkutane Verhütungsimplantat?

  • In Spanien gibt es zwei Arten von Verhütungsimplantaten:
    • Implanon: Besteht aus einem Stäbchen und bietet eine Verhütungsdauer von 3 Jahren. Als Progestin wird Etonogestrel freigesetzt.
    • Jadelle: Besteht aus zwei Stäbchen und bietet eine Verhütungsdauer von 5 Jahren. Es setzt Levonorgestrel frei, wobei es sich um eine andere Progestin-Form handelt.
  • Indikationen: für Frauen, die eine wirksame und reversible hormonelle Verhütungsmethode ohne Östrogene wünschen. Geeignet für Frauen, bei denen die Spirale eine Kontraindikation darstellt, oder die häufig vergessen, orale Verhütungsmittel einzunehmen.
  • Kontraindikationen: Das Verhütungsimplantat ist nicht für Frauen mit prothrombotischer Pathologie geeignet. Es ist ebenso wenig geeignet für Frauen mit systemischen Erkrankungen, die das Thrombenrisiko erhöhen (Lupus, Bluthochdruck, Diabetes, Migräne), oder bei hormonabhängigen Erkrankungen (Brustkrebs, Eierstockkrebs usw.). Die Verwendung des Implantats wird auch nicht bei Frauen mit nicht diagnostizierten vaginalen Blutungen oder einer Allergie gegen den Wirkstoff des Implantats empfohlen. Es sollte vorab stets von einem Arzt beurteilt werden.

Wie funktioniert das subkutane Implantat?

Das Implantat setzt das Hormon (Etonogestrel oder Levonorgestrel) kontinuierlich frei. Dieses Hormon, das dem Progesteron ähnelt, verhindert den Eisprung. Außerdem wird die Konsistenz des Zervixschleims verändert, sodass die Spermien nur schwer in den Gebärmutterhals eindringen können. Zudem wird das Wachstum der Gebärmutterschleimhaut verringert.

Welche Vor- und Nachteile hat das subkutane Implantat?

  • Vorteile:
    • Hohe Wirkung von 99 %
    • Wird nicht vergessen, wie das gelegentlich bei der Pille, bei Pflastern und Ringen vorkommt. Bei Erbrechen wirkt es weiterhin.
    • Es ist eine reversible Methode; das Implantat kann jederzeit entfernt werden. Die Aktivität der Eierstöcke normalisiert sich wieder innerhalb von kurzer Zeit.
    • Es ist eine langlebige Methode. Je nach Modell hält es zwischen 3 und 5 Jahren; es kann entfernt und gleichzeitig ein neues implantiert werden. 
    • Es kann in der Stillzeit verwendet werden.
  • Nachteile:
    • Unerwünschte Wirkungen im Zusammenhang mit Hormonen: Gelegentlich kann es zu Akne, Kopfschmerzen, Bauchschmerzen, Veränderungen im Verdauungsablauf usw. kommen.
    • Veränderung des Menstruationsblutungsmusters, sowohl durch das Ausbleiben der Regelblutung (Amenorrhoe) als auch durch unregelmäßige Blutungen (Schmierblutungen).

Wie wird das subkutane Verhütungsimplantat eingesetzt und entfernt?

Das Implantat wird vom Gynäkologen in der Praxis eingesetzt, in der Regel in den nicht-dominanten Arm.

Es wird empfohlen, das Implantat in den ersten Tagen des Zyklus einzusetzen. Wird das Implantat zu einem anderen Zeitpunkt eingesetzt, wird empfohlen, in den ersten zwei Wochen eine zusätzliche Verhütungsmethode anzuwenden.

Das Implantat kann in der Regel durch die Haut hindurch ertastet und für dessen Lokalisierung gegebenenfalls eine Röntgenaufnahme gemacht werden. Zur Entfernung wird ein kleiner Schnitt in die Haut gemacht und das Implantat mit einer Pinzette entfernt.

Dr. Cristina Gavilán , Gynäkologin am Instituto Bernabeu

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