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Embryonentransfer: Wie viele Embryonen sollten transferiert werden?

Embryonentransfer: Wie viele Embryonen sollten transferiert werden?

Dank der Langzeitkultur und der Verwendung von Time-Lapse-Inkubatoren war es in den letzten Jahren möglich, Embryonen im Labor für die In-vitro-Fertilisation (IVF) bis zum 5.-6. Tag der Embryonalentwicklung aufzubewahren. Dies war ein bedeutender Meilenstein, da somit ein Embryonentransfer am 5. Tag anstelle des 3. Tages erfolgen konnte, was zu besseren Implantationsraten führte. Mit dem Fortschritt der Techniken zur künstlichen Befruchtung, wie der Vitrifizierung von Embryonen, konnten die übrigen Embryonen mit guten Ergebnissen vitrifiziert werden. Zusammen mit den Laborbedingungen und den Protokollen zur individuellen ovariellen Stimulation wurde die Anzahl der erforderlichen Embryonen für eine abgeschlossene Schwangerschaft damit gesenkt.

Am fünften Tag der Embryonalentwicklung werden die übrigen Embryonen nach einer IVF-Behandlung morphologisch im Labor untersucht, bevor sie in die Gebärmutter transferiert werden.

Aus klinischer Sicht ist es wichtig, ein Gleichgewicht zu schaffen zwischen der Erhöhung der Möglichkeit einer Schwangerschaft der Patientin und der Minimierung von Risiken, die mit einer Mehrfachschwangerschaft einhergehen (Schwangerschaftsbluthochdruck, Anämie, vorzeitige Wehen und Frühgeburten, fetofetales Transfusionssyndrom und mögliche Komplikationen während der Geburt).                               

Welche Faktoren müssen bei der Festlegung der Anzahl von zu transferierenden Embryonen berücksichtigt werden?

Das Ärzteteam muss verschiedene Faktoren berücksichtigen, um die beste Option für die Patienten zu bestimmen:

  • Alter der Frau
  • Grund der Sterilität
  • Vorherige IVF-Versuche
  • Anzahl der vorherigen Kinder
  • Mögliche Pathologien der Gebärmutter
  • Anzahl von Embryonen mit guter Qualität, die in einem Zyklus gewonnen wurden.

Wie viele Embryonen sollten transferiert werden?

Derzeit dürfen gemäß dem Gesetz 14/2006 vom 26. Mai zu Techniken für künstliche Befruchtung in Spanien maximal drei Embryonen pro reproduktivem Zyklus einer Frau transferiert werden. Allerdings haben verschiedene Studien beim Vergleich von Transfers eines einzelnen Embryos (SET) und zweier Embryonen (DET) eine Verringerung von Mehrfachschwangerschaften festgestellt, jedoch bei gleichbleibender Schwangerschafts- und Geburtsrate, wenn lediglich ein Embryo transferiert wird. Die Tendenz des Transfers eines einzelnen Embryos wird im nationalen Aktivitätsregister von 2019 berücksichtigt, erfasst von der Spanischen Gesellschaft für Fruchtbarkeit (SEF). Daher ist dies der Weg, der in den IVF-Laboren eingeschlagen werden sollte.

Mónica Aparicio, Biologin am Instituto Bernabeu

Literaturverzeichnis

  1. Elective single-embryo transfer (Fertil Steril ®2012; 97:835-42. ©2012 by American Society for Reproductive Medicine)
  2. Single embryo transfer in all infertile couples treated with assisted reproduction produces excellent results and avoids multiple births (Geyter Christian, 2021. Reproductive Medicine and Gynaecological Endocrinology (RME), University Hospital, University of Basel, Switzerland)
  3. Ley 14/2006, de 26 de mayo, sobre técnicas de reproducción humana asistida (Agencia Estatal Boletín Oficial del Estado)
  4. Registro Nacional de Actividad 2019- Registro SEF (Informe estadístico de Técnicas de Reproducción Asistida, 2019)


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