Behandlungseinheit für niedrige ovarielle Reaktion

Die Anzahl und Qualität der Eizellen sinkt mit dem Alter, was die natürliche Empfängnis erschwert und in vielen Fällen zu Misserfolgen bei konventionellen Techniken der assistierten Fortpflanzung führt.

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Was ist die ovarielle Reaktion?

Bei der In-vitro-Fertilisation ist die Stimulation der Eizellen eine der wichtigsten Phasen. Patientinnen müssen innerhalb eines Zeitraums von 7 bis 12 Tagen Medikamente einnehmen, damit wir mehrere Eizellen erhalten, die anschließend befruchtet werden können. Die Anzahl der erhaltenen Eizellen ist das, was wir Reaktion auf die Stimulation nennen. Diese wird durchgeführt, um ausreichend Eizellen für eine günstige Embryo-Prognose zu erhalten. Im Allgemeinen sind mehr als fünf Eizellen ausreichend.

Patientinnen, die die gleiche Dosierung der Medikation erhalten, können sehr unterschiedliche Reaktionen aufweisen und gelegentlich ist die Zahl der Eizellen so niedrig, dass die Erfolgsaussichten sehr gering sind. In diesen Fällen sprechen wir von einer niedrigen ovariellen Reaktion.

Was ist die Ovarreserve?

Die Frau wird mit allen Eizellen geboren, über die sie im Laufe ihres Lebens verfügt. Im Laufe der Zeit verliert sie diese Eizellen, bis dieser „Vorrat“ bei Erreichen der Menopause komplett erschöpft ist.

Als Ovarreserve bezeichnen wir die Menge der lebensfähigen Eizellen, die zu einem konkreten Zeitpunkt in den Eierstöcken einer Frau enthalten sind; diese Reserve bedingt die Anzahl der Eizellen, die wir für eine In-vitro-Fertilisation (IVF) erhalten können. Die beiden zuverlässigsten Marker zum Messen der Ovarreserve sind die Anzahl der antralen Follikel, die bei einer Ultraschalluntersuchung gezählt werden, und die Bestimmung des Anti-Müller-Hormons.

Obgleich eine niedrige Reserve die Hauptursache für eine niedrige Reaktion ist, kann diese auch bei Frauen mit normaler Ovarreserve vorkommen.

Wodurch entsteht eine niedrige ovarielle Reaktion?

Wie bereits erwähnt, verringert sich die Ovarreserve fortschreitend mit dem Alter, bis sie erschöpft ist; daher ist das Alter der Hauptrisikofaktor für eine niedrige Reaktion. Allerdings haben nicht alle Frauen im selben Alter eine ähnliche Reserve; das ist sehr vielfältig und manche Frauen haben schon in jungem Alter eine geringe Reserve während andere Frauen über 40 normale Reserven mit einer hohen Reaktion auf die ovarielle Stimulation und somit eine hohe Anzahl an Eizellen bei der In-vitro-Fertilisation haben. Das hängt auch von Umweltfaktoren ab, ist aber vor allem genetisch bedingt.

Die Abteikung für niedrige ovarielle Reaktion des Instituto Bernabeu ist dabei, neben anderen Forschungen mehrere Forschungslinien zu entwickeln, um die Frauen, die ihre Ovarreserve schneller verlieren, genetisch zu charakterisieren.

Behandlungseinheit für niedrige ovarielle Reaktion

Warum hat das Problem der niedrigen ovariellen Reaktion in der heutigen Zeit eine so große Bedeutung?

Der soziale Wandel in den letzten Jahren hat dazu geführt, dass Frauen sich dazu gezwungen sehen, ihre Mutterschaft nach hinten zu verschieben. Ab 35 Jahren fällt nicht nur die ovarielle Reaktion schwächer aus, auch die Qualität der Eizellen wird deutlich geringer. Durch den Zusammenhang zwischen Alter und Ovarreserve haben wir immer mehr Patientinnen mit einer niedrigen Reaktion auf die Stimulation und daher mit einer schlechteren Prognose für die In-vitro-Fertilisation. Bei diesen Patientinnen, die wir „Bajas Respondedoras“ (dt. Frauen mit niedriger Reaktion) nennen, ist es besonders wichtig, eine genaue Untersuchung durchzuführen und die besten Strategien für eine Verbesserung der Erfolgsaussichten zu bestimmen.

Unabhängige Abteilung für niedrige ovarielle Reaktion Instituto Bernabeu

Im Instituto Bernabeu stellen wir uns der reproduktionsmedizinischen Herausforderung, die Schwangerschaft unserer Patientinnen mit ihren eigenen Eizellen zu fördern, durch die Einrichtung der ersten spanischen Abteilung für die Diagnose von niedriger ovarieller Reaktion, in der wir bereits Paare aus der ganzen Welt behandelt haben.

Die von Dr. Joaquín Llácer geleitete, multidisziplinäre Abteilung setzt sich aus Fachärzten für Reproduktionsmedizin, Molekularbiologie, Genetik und Reproduktionsbiologie zusammen, die behandlungs- und forschungstechnische Bereiche abdecken, um jeder Patientin eine maßgeschneiderte Behandlung anbieten zu können.

Worin besteht die multidisziplinäre Herangehensweise der Abteilung für niedrige ovarielle Reaktion?

In dieser Abteilung wird jeder Fall von einer Gruppe Fachleute analysiert und besprochen. Durch die eigene Abteilung für niedrige ovarielle Reaktion des IB bieten wir Patientinnen die neuesten Innovationen für Diagnose und Behandlung: modernste spezifische Labortests, gynäkologische Ultraschalluntersuchungen in 3D und 4D für ovarielle vaskuläre und uterine Untersuchungen, genetisch-prognostische Marker, Array-CGH neben anderen Tests zur Erstellung einerindividuellen Strategie zur Optimierung der Erfolgsaussichten für jedes Paar.

 

Behandlungseinheit für niedrige ovarielle Reaktion

Vorteile der Abteilung für niedrige ovarielle Reaktion des IB

Mithilfe der besten Fachleute und der fortschrittlichsten Diagnosetechniken können wir für jeden Fall die optimale Behandlung bestimmen.

Unsere Abteilung hat in den letzten Jahren die innovativsten Stimulationspraktiken entwickelt und perfektioniert. Von unterstützenden Behandlungen zur Verbesserung der ovariellen Sensibilität über die Akkumulierung der vitrifizierten Eizellen bis hin zur Stimulation in der Gelbkörperphase haben sanfte Behandlungsprogramme zu vielversprechenden Resultaten bei Patientinnen geführt, die sonst auf eine Eizellenspende zurückgreifen müssten.

Auf der anderen Seite hat unsere Erfahrung im Umgang mit komplexen Fällen dazu geführt, dass wir die psychologische Belastung von Patientinnen mit niedriger ovarieller Reaktion besser verstehen und dadurch sensibler mit ihrer Situation umgehen und sie besser emotional stützen können.

Fortschritte in der Forschung zu niedriger ovarieller Reaktion

Mit seiner Abteilung für niedrige ovarielle Reaktion ist das Instituto Bernabeu ein Pionier bei der Erforschung dieses Feldes. Als Anerkennung dieses investigativen Engagements wurde unser Institut 2012 von der US-amerikanischen Gesellschaft für Reproduktionsmedizin ASRM für seine Forschungsarbeit über genetische Polymorphie bei Frauen mit niedriger ovarieller Reaktion ausgezeichnet. Das Institut war darüber hinaus weltweit das erste, das mit der Einführung eines neuen Tests mit dem Namen „IBgen FIV“ das Konzept der Pharmakogenetik bei der ovariellen Stimulation angewandt hat.

Derzeit konzentrieren sich unsere Forschungslinien auf drei fundamentale Aspekte:

  1. Die Untersuchung der genetischen Faktoren, die die ovarielle Alterung beeinflussen, und die Entwicklung von vorausschauenden Modellen, die Frauen dabei helfen, ihr Familienleben zu planen;
  1. Fortschritte in der Pharmakogenetik, die eine Personalisierung von Stimulationsprogrammen je nach genetischem Profil der Patientin ermöglichen und damit ihre Reaktion auf Hormone verbessern;
  1. Erforschung neuer Stimulationsmethoden mittels klinischer Tests bei Patientinnen mit niedriger ovarieller Reaktion, wie beispielsweise neue Studien in der Gelbkörperphase. 

Andererseits, die Erfahrung im Umgang mit diesen Fällen, lässt uns die psychische Belastung der Patienten mit geringer Eizellreaktion besser verstehen und macht uns empfindlicher für ihre emotionale Betreuung. 

Behandlungseinheit für niedrige ovarielle Reaktion

Durch unseren hohen Grad an Spezialisierung auf Patientinnen mit niedriger ovarieller Reaktion können wir bei Ihrer medizinischen Untersuchung alle maßgeblichen Fachärzte hinzuziehen, sodass wir an einem Tag alle für die individuelle Analyse und Behandlung erforderlichen Diagnosen durchführen können.

     Profil der Mutter:

  • Genetisches Profil mit Risiko einer niedrigen ovariellen Reaktion. IBgen-IVF
  • Anti-Müller-Hormon.
  • Eventuelle ergänzende endokrinologische Studien.
  • Karyotyp.
  • Fragiles X.
  • Spezifischer hochauflösender Ultraschall.
  • Autoimmunerkrankung der Nebenniere.
  • Personalisierte Analyse Ihrer medizinische Vorgeschichte.
  • Auswertung der Untersuchung durch einen Spezialisten für niedrige Ovarreserve.
  • Anschließende Beratung mit einem Spezialisten für die Bewertung und Erstellung eines adäquaten Behandlungsplans (eventuell per Videokonferenz).

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Unsere Schwangerschaftsergebnisse sind durch externe Zertifizierungsunternehmen belegt.

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