Mumps und männliche Unfruchtbarkeit

Die Parotitis, gemeinhin meist Mumps oder Ziegenpeter genannt, ist eine  ansteckende Viruserkrankung, die eine oder beide Ohrspeicheldrüsen (die größeren der Speicheldrüsen) befällt, welche hinter den aufsteigenden Verzweigungen des Kiefers liegen. Sie wird vom Parotitis-Virus verursacht und befällt in der Regel Kinder und Jugendliche, obwohl sie auch Infektionen bei sensiblen Erwachsenen hervorrufen kann. Im Allgemeinen bewirkt die Krankheit eine lebenslange Immunität, die durch eine MRV-Impfung verhindert werden kann. Die Parotitis kann auch andere Drüsen des Körpers, das zentrale Nervensystem und die Hoden befallen. Die häufigsten Komplikationen sind die Meningitis und die Hodenentzündung, die zur Unfruchtbarkeit führen kann. Der Befall des Hodens nennt sich auch Mumpsorchitis. Ihre Häufigkeit ist nicht hoch; in der allgemeinen Bevölkerung liegt sie bei 1 pro eine Million Einwohner im Jahr. […]

2018-04-05T09:24:48+00:006 de April de 2018|0 Kommentare

Auswirkungen eines fortgeschrittenen Alters des Vaters auf die Fruchtbarkeit

Auf Grund von soziokulturellen und wirtschaftlichen Faktoren hat sich in den letzten Jahren die Zahl der Männer über 35 Jahren mit Reproduktionswunsch beträchtlich erhöht. In dem Maße, in dem das Paar altert, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit von Reproduktionsproblemen. Die negativen Auswirkungen des Alters der Mutter auf die Fruchtbarkeit ist umfassend dokumentiert, und wir wissen, dass diese bei der Frau ab 39 Jahren drastisch zurückgeht. Das Altern der Mutter wird auch mit der spontanen Fehlgeburt, Komplikationen der Schwangerschaft, angeborenen Anomalien und der Erhöhung der Sterblichkeit von Neugeborenen in Verbindung gebracht.
Allerdings sind die Untersuchungen, die die Auswirkungen des Alters des Vaters auf den Erfolg nach der Anwendung von Techniken der künstlichen Befruchtung (TKB) analysieren, begrenzt und liefern widersprüchliche Ergebnisse. Sicher ist, dass die männliche reproduktive Funktion, was den Alterungsprozess betrifft, weniger verletzlich als die weibliche ist, wie auch die Tatsache beweist, dass viele Babys spontan von Vätern im Alter von 70 bis 80 Jahren geboren werden. Trotzdem wurden Zusammenhänge in einige Untersuchungen gefunden, die auf einen negativen Effekt des fortgeschrittenen väterlichen Alters hinweisen: […]

2018-03-23T10:12:29+00:0023 de März de 2018|0 Kommentare

Embryonentransfer am Tag 4, warum nicht?

Traditionell erfolgt der Embryonentransfer in den meisten Labors am Tag 2-3 der Kultur, oder im Stadium der Blastozyste, während der Embryonentransfer am Tag 4 eine Alternative ist, die in der Laborpraxis bisher wenig Anklang fand.

Allgemein wird die Überlegenheit des Transfers von Blastozysten im Vergleich zum Transfer von Embryonen in früheren Stadien akzeptiert, was hauptsächlich auf eine bessere Synchronisation zwischen dem Embryo und dem Endometrium und auf eine objektivere Embryonenauswahl zurückzuführen ist, sobald die Aktivierung seines Genoms erfolgt ist. Dies ermöglicht es, die Anzahl der transferierten Embryonen zu reduzieren, und damit das Risiko einer Mehrfachschwangerschaft zu vermeiden. […]

2018-03-16T12:47:23+00:009 de März de 2018|0 Kommentare

Verbessert IMSI die Ergebnisse?

IMSI entspricht der englischen Abkürzung für Intrazytoplasmatische Injektion von morphologisch ausgewählten Spermien. Diese vor über einem Jahrzehnt populär gewordene Technik verwendet ein sehr leistungsstarkes Mikroskop, das die Bewertung und die Auswahl jener Spermien erlaubt, die später in die Eizelle eingeführt werden; mit der Erwartung, die Erfolgsmöglichkeiten bei der Implantation zu erhöhen und die Wahrscheinlichkeit einer Fehlgeburt zu verringern. […]

2018-03-02T10:36:25+00:002 de März de 2018|0 Kommentare

Schminken von Embryos

Von dem Zeitpunkt an, an dem die Befruchtung einer Eizelle durch ein Spermium erfolgt, beginnt die Entwicklung eines neuen Embryos, wobei eine Vielzahl von Zellteilungen erfolgt. Diese Entwicklung des Embryos wird in einem Labor für “In-vitro”-Fertilisation beobachtet, bis zum Stadium des Blastozysten (Tag 5/6 der Entwicklung). Gelegentlich bleiben während der Zellteilungen Fragmente des Embryos isoliert zwischen den gut ausgebildeten Zellen. Diese Fragmente stammen von embryonalen Zellresten und können die gute Entwicklung des Embryos verhindern. Einer der negativen Effekte ist die Schwierigkeit, das Stadium des Blastozysten zu erreichen, was die spätere Implantation in der Gebärmutter beeinträchtigt. Tatsächlich ist die embryonale Fragmentierung eine der wichtigsten Merkmale für die Bestimmung der Qualität eines Embryos. […]

2018-02-20T15:44:54+00:0023 de Februar de 2018|0 Kommentare

Worin besteht die Biopsie des Embryos?

Die Präimplantationsdiagnostik (PID) ist ein Werkzeug, das es ermöglicht, genetische Informationen über den Embryo vor seinem Transfer zur Gebärmutter zu erfahren. Mit ihr können wir seine Chromosomenausstattung untersuchen, oder erfahren, ob er Träger einer Erbkrankheit ist. Diese Information hilft uns, die Embryonen auszuwählen, die zu gesunden Babys führen. Doch wie gelangen wir zu diesen Informationen?
Derzeit wird nach nicht invasiven Methoden zur Erlangung der genetischen Informationen des Embryos gesucht, doch bis heute ist die einzige Form, genetische Informationen über einen Embryo zu erzielen, die Embryonenbiopsie. Worin besteht eine Embryonenbiopsie? […]

2018-01-31T10:14:46+00:002 de Februar de 2018|0 Kommentare

Reproduktions- und genetische Beratung

Die genetische Beratung ist der kommunikative Prozess, mit Hilfe dessen ein Fachmann für Genetik dem Patienten und seinen Verwandten Informationen und Unterstützung bezüglich der genetischen Bedingungen, der Vererbung der Krankheit, des Risikos des Wiederauftretens und der Auswirkungen für den Einzelnen und seine Familie gibt.
Das Endziel des Prozesses der genetischen Beratung ist, die Entscheidungsfindung entsprechend den Werten und Überzeugungen des Patienten zu erleichtern und in Übereinstimmung mit der getroffenen Entscheidung zu handeln.
In dem besonderen Falle der Reproduktionsberatung  besteht es darin, das Konzept der Beratung bei all denjenigen Paaren in der reproduktiven Phase zu übermitteln, die Nachkommen wünschen und/oder zur Zeit ein Kind erwarten. Somit finden wir in groben Zügen zwei Typen von Patienten vor, die eine Reproduktionsberatung  benötigen. Auch wenn wesentliche Unterschiede zwischen beiden bestehen, sind die Ziele der Beratung die gleichen, und bestehen in Folgendem: […]

2018-01-18T11:29:27+00:0019 de Januar de 2018|0 Kommentare

Was ist die Heiminsemination? Welches sind die Unterschiede zur Insemination in einem Fruchtbarkeitszentrum?

Dank verschiedener Fernsehberichte, Presse- und Online-Artikel ist bekannt, dass in letzter Zeit immer häufiger die allgemein als Heiminsemination bezeichnete Praxis angewandt wird.
Die Verwendung dieses Begriffs kann al unkorrekt und sogar “irreführend” angesehen werden, wenn wir berücksichtigen, dass die Heiminsemination niemals mit der künstlichen Insemination verglichen werden kann, die in einem zugelassenen Gesundheitszentrum mit Techniken der künstlichen Befruchtung durchgeführt wird, da sich hier wesentliche Unterschiede zeigen. […]

2017-12-29T10:59:59+00:0029 de Dezember de 2017|0 Kommentare

Die Rolle der Samenflüssigkeit bei der Verbesserung von Fruchtbarkeitsbehandlungen

Der Samen besteht aus zwei Fraktionen: den Spermien und der Samenflüssigkeit, die von den Spermien als Vehikel benutzt wird.
Traditionell wurde der Samenflüssigkeit eine Rolle als reines Transportmedium zugeschrieben. Seit einigen Jahren wird jedoch beobachtet, dass das Aussetzen in Samenflüssigkeit, die frei von Spermien ist, das Ergebnis bei der In-vitro-Fertilisation und bei Paaren, die unter wiederholten Fehlgeburten leiden, verbessert.
In den letzten Monaten wurde diese Verbesserung bei den Ergebnissen immer offensichtlicher, was die jüngsten wissenschaftlichen Publikationen bestätigen, die am Ende dieser Meldung zitiert werden, wissenschaftliche Arbeiten, die diese anfänglichen Beobachtungen verstärken und das Warum erklären. […]

2017-12-20T10:22:34+00:0022 de Dezember de 2017|0 Kommentare

Physiologischere Bedingungen der Embryonenkultur: Reduzierung des Sauerstoffs im Brutkasten

Ein Schlüsselaspekt, um zur Verbesserung der Erfolgsraten bei jenen Paaren beizutragen, die auf die In-vitro-Fertilisation zur Lösung ihres Sterilitätsproblems zurückgreifen, ist die Verbesserung bei den Bedingungen der Embryonenkultur, unter Simulation der Bedingungen, die in vivo auftreten.
Traditionell wird die In-vitro-Kultur von menschlichen Embryonen in Brutkästen in einer kontrollierten Atmosphäre bei 6% CO2  und 21% O2 durchgeführt. Auf Grund von Studien an verschiedenen Arten von Säugetieren wissen wir allerdings, dass diese Bedingungen nicht die gleichen sind, die in vivo im Eileiter und in der Gebärmutter gegeben sind, wo die Sauerstoffspannung zwischen 2 und 8% schwankt. […]

2017-12-15T10:44:12+00:0015 de Dezember de 2017|0 Kommentare
Brauchen sie hilfe?