Instituto Bernabeu

Die geringe Reaktion der Ovarien ist eine zunehmend verbreitet klinische Situation, vor allem durch die verzögerte Mutterschaft mit steigenden Alter, die eine geringere Eierstockreserve zur Folge hat. Bei diesen Patienten ist die Anzahl der gewonnenen Eizellen nach der Punktion meist geringer und somit steht die Wahl der Befruchtungstechnik. Es wird zwischen dem konventionellen IVF oder der Intrazytoplasmatischen Spermieninjektion (ICSI) gewählt (abhängig von der Samenqualität und der Anamnese).

Man könnte annehmen, dass die Ergebnisse bei dieser Patientengruppe mit der ICSI Methode verbessert werden, da die Wahrscheinlichkeit einer niedrigen Befruchtungsrate im Vergleich zur herkömmlichen IVF Methode geringer ist.

Doch, nach Auswertung unserer Daten, zeigt sich, dass diese Spekulation nicht die Realität ist und das es keinen sichtlichen Unterschied zwischen den beiden Techniken in Bezug auf die Wahrscheinlichkeit eines kompletten Befruchtungsausfall bei diesen Patienten gibt. Darüber hinaus ist die Befruchtungsrate bei ähnlicher Anzahl von Embryonen nahezu gleich, unabhängig von der Technik.

Es können letztlich keine Unterschiede bei den wichtigsten klinischen Parametern, wie positiven ß-HCG Werten, Schwangerschaftsrate und Implantationsrate festgestellt werden.

Daher hat die Durchführung der ICSI-Methode keinen positiven Effekt auf die Erfolgsraten im Vergleich zur herkömmlichen IVF bei Patienten mit einer niedrigen Anzahl von Eizellen. Nach unserer Meinung sollte diese Methode nicht wahllos eingesetzt werden um unnötige Manipulation an den Gameten zu vermeiden.

Jaime Guerrero, Biologe im Instituto Bernabeu.

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