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Was ist das ovarielle Drilling?

Das ovarielle Drilling, ist eine Behandlung, die für die Herbeiführung des spontanen Eisprung bei Patientinnen mit polyzystischem Ovarial-Syndrom indiziert ist.

Das polyzystische Ovarial-Syndrom (PCOS) ist eine häufige Störung, die eine Reihe von Anzeichen und Symptome bei den betroffenen Frauen hervorrufen kann. Eines der wichtigsten Merkmale ist, dass 50% der Patientinnen einen Rückgang der Eisprungzyklen oder sogar das Ausbleiben des Eisprungs (Anovulation) aufweisen, ein Umstand, der es sehr schwierig macht, schwanger zu werden. Es kann von anderen Symptomen begleitet werden, die mit dem Überschuss an Androgenen, zusammenhängen wie übermäßige Körperbehaarung, Akne oder Fettleibigkeit, und kann eine Prädisposition für Stoffwechselkrankheiten wie Diabetes Mellitus hervorrufen

Ein gesunder Lebensstil und die Medikamente zur Herbeiführung des Eisprungs (wie Clomifencitrat) sind die Grundlage der Behandlung, Allerdings weisen 15-40% der Patientinnen eine Resistenz gegen diese therapeutische Anwendung auf; weshalb sie sich verpflichtet sehen, komplexere und kostenaufwendigere Techniken anzuwenden, um die Schwangerschaft herbeizuführen, wie z.B. die In-vitro-Fertilisation.

Diese Gruppe von Patientinnen, bei denen der Eisprung mit der medizinischen Behandlung nicht zurückkehrt, profitieren vom ovariellen Drilling, um eine spontane Schwangerschaft herbeizuführen, bevor sie auf eine Behandlung der künstlichen Befruchtung zurückgreifen.

Woraus besteht es?

Das Drilling besteht in der Durchführung von zahlreichen Perforationen an der Oberfläche des Eierstocks, mit dem Ziel, dessen Volumen zu verringern, und die Auswahl eines den Eisprung auslösenden Follikels sowie die Freisetzung der Eizelle zu fördern. Es wurde nachgewiesen, dass mit dieser Behandlung bei einer erheblichen Zahl von Patientinnen der Eisprung wiedereingesetzt hat, und zudem die mit dem PCOS verbundene Symptomatologie verbessert wurde.

Traditionell erforderte diese Technik Chirurgie (Resektionen eines Teils des Eierstocks, oder Perforation mit einem elektrischem Skalpell durch Laparoskopie). Heute sind wir jedoch in der Lage, einen ähnlichen Effekt auf nicht invasive Weise zu erzielen, und zwar durch eine transvaginale Punktion-Aspiration der Follikel beider Eierstöcke mit einer feinen Nadel, immer unter Zuhilfenahme der Ultraschallbilder, und ohne Notwendigkeit der Behandlung der Follikel mit Wärmeenergie. Das Verfahren ist schmerzfrei, da eine kurze Sedierung angewandt wird, und erfordert weder Einweisung ins Krankenhaus noch Stiche. Außerdem würden wir die Komplikationen vermeiden, die mit dem chirurgischen Drilling in Verbindung gebracht wurden, wie das Erscheinen von Anhaftungen im Becken oder die von der allgemeinen Anästhesie hervorgerufenen Komplikationen.

Nach dem Verfahren führen wir die Folgebehandlung bei der Patientin durch, um das Einsetzen eines spontanen Eisprungs zu überprüfen, und geben Empfehlungen über den idealen Zeitpunkt, an dem das Paar Geschlechtsverkehr haben sollte. In Fällen, bei denen der Eisprung oder die Schwangerschaft trotz dieser Behandlungen nicht erreicht werden, können wir immer noch auf Techniken der künstlichen Befruchtung wie die In-vitro-Fertilisation zurückgreifen.

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Dr. Ana Fuentes, Gynäkologin am Instituto Bernabeu.

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