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Dysmenorrhoe “Menstruationsbeschwerden”: Symptome, Diagnose und Behandlung

Dysmenorrhoe “Menstruationsbeschwerden”: Symptome, Diagnose und Behandlung

Die Dysmenorrhoe stellt ein Problem dar, das die Lebensqualität von Frauen erheblich beeinträchtigen kann. Man schätzt, dass sie bis zu 60% der Frauen im fruchtbaren Alter in unterschiedlichem Maße betrifft, und in unserer täglichen klinischen Praxis ist sie einer der häufigsten Gründe für einen Besuch beim Gynäkologen. In diesem Beitrag werden wir im Detail ausführen, worin sie besteht und welche möglichen Lösungen es gibt.

Was ist die Dysmenorrhoe?

Die Dysmenorrhoe ist ein Schmerz, der in der unteren Bauchhälfte auftritt, im Bereich des Beckens. Sie hängt mit der Menstruation zusammen, und etymologisch setzt sich der Begriff aus der Vorsilbe “dys” (schwierig, mangelhaft), dem griechischen Substantiv “men” (Mond, Mondphase) und “roía” (Fluss, vom Verb fließen). Die Schmerzen können sogar schon vor oder während der Blutung beginnen und setzten sich in den folgenden Tagen fort. Nicht immer besteht ein Zusammenhang mit dem Ausmaß der Blutung, doch es kann zum Ausstoß von Blutgerinnseln kommen.

Arten

Je nach den Ursachen können wir zwei Arten unterscheiden:

  • Primäre Dysmenorrhoe: ihre Ursache ist unbekannt. Man nimmt an, dass die Schmerzen von den Gebärmutter-Kontraktionen selbst hervorgerufen werden. Beteiligt ist ein Molekül namens Prostaglandin.
  • Sekundäre Dysmenorrhoe: sie ist auf strukturelle Ursachen zurückzuführen, normalerweise gynäkologischer Art, wobei die Endometriose die häufigste Ursache ist. Weiter Ursachen der sekundären Dysmenorrhoe sind Fehlbildungen der Gebärmutter, die Anwesenheit von Myomen, Infektionen oder ein Intrauterinpessar („Spirale“).

Welches sind die Symptome?

Es treten Schmerzen im unteren Bereich des Bauchs auf, die gewöhnlich als stechende, intermittierende Krämpfe wahrgenommen werden, wobei es sich manchmal auch um einen tauben und konstanten Schmerz handelt. Gelegentlich kann er bis zum Rücken oder bis zu den unteren Extremitäten ausstrahlen.

Es gibt eine Reihe von Symptomen, die diese Schmerzen begleiten können, und die auch mit dem Menstruationszyklus zu tun haben. Dies können Kopfschmerzen, Erschöpfung, Übelkeit und Erbrechen sowie Darmrhythmusstörungen (Verstopfung/Diarrhöe) sein.

Wie können wir die Ursache der Dysmenorrhoe diagnostizieren?

Wenn diese Schmerzen jeden Monat auftreten, ist es vorrangig, einen Gynäkologen aufzusuchen. In der Sprechstunde beginnt der Arzt mit einer detaillierten und geleiteten Anamnese, wobei die gynäkologische Untersuchung sehr wichtig ist.

Was die ergänzenden Tests betrifft, stellt die Ultraschalluntersuchung das wichtigste Diagnosewerkzeug dar, da wir damit einen großen Teil der Anomalien oder Probleme, die mit der sekundären Dysmenorrhoe zusammenhängen (Ovarialzysten, Anzeichen, die auf Endometriose, Adenomyose u.a. hindeuten) diagnostizieren können.

Die Magnetresonanz kann in einigen Fälle nützlich sein, auch wenn die hochauflösende Ultraschalluntersuchung gegenüber der Resonanz immer mehr an Boden gewinnt. 

Wie wird die Dysmenorrhoe behandelt?

Da die Ursachen der Dysmenorrhoe unterschiedlich sein können, muss die Behandlung individualisiert und an jede Frau angepasst werden.

  • Die pharmakologische Behandlung der Dysmenorrhoe beruht auf der Verwendung von nicht steroidalen Antiphlogistika (NSAID, wie Ibuprofen oder Naproxen). Diese Medikamente hemmen die Prostaglandine, die für den Entzündungsprozess verantwortlich sind, weshalb sie sehr nützlich für die Linderung der Schmerzen sind.
  • Außerdem führt auch die Einnahme von oralen Verhütungsmitteln zur Verbesserung der Symptome.
  • Auch ein weiterer Typ von nicht pharmakologischen Maßnahmen scheint für die Reduktion der Schmerzen nützlich zu sein. Zum Beispiel kann ein gesunder Lebensstil, wie die sportliche Betätigung in Sitzungen von etwa 45 bis 60 Minuten, dreimal pro Woche oder mehr, unabhängig von der Intensität, eine klinisch signifikante Reduzierung der Intensität der Menstruationsbeschwerden bewirken.
  • Die Ernährung kann ein weiterer wichtiger Faktor sein, der zu berücksichtigen ist, da es bestimmte Lebensmittel gibt, die den Entzündungsprozess, der während der Monatsblutung auftritt, verstärken können. Es empfiehlt sich, den Konsum von ultra-verarbeiteten Lebensmitteln, raffiniertem Zucker, gesättigten Fetten, salzreichen Lebensmitteln und in einigen Fällen von Milchprodukten zu vermeiden; ebenso wie den Verzehr von Obst, Gemüse und ballaststoffreichen Lebensmitteln zu erhöhen.
  • Wenn die Dysmenorrhoe auf eine organische Ursache zurückzuführen ist, kann die Behandlung dieser Ursache an ihrem Ursprung indiziert sein, wobei manchmal sogar die Chirurgie notwendig wird, um zu versuchen, die Ursache umzukehren.

Kann man verhindern?

Es gibt keine magische Formel zur Prävention der Dysmenorrhoe, doch die Kombination eines gesundem Lebensstils (Diät und Bewegung) mit der Einnahme von Antiphlogistika ab dem Tag vor Beginn der Periode können helfen. Der Konsum von Tabak und Alkohol gehört ebenfalls zu den Risikofaktoren für dieses Problem. Dabei ist es immer zu empfehlen, einen Spezialisten aufzusuchen, der den Ursprung der Dysmenorrhoe bewertet, vor allem wenn sie sehr schwer ist, um mögliche, damit verbundene Pathologien auszuschließen und Lösungen zu bieten.

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Dr. Alicia Herencia, Gynäkologin am Instituto Bernabeu

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