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Scientific Reports greift eine Studie des Instituto Bernabeu über die Merkmale des vaginalen Mikrobioms bei schwangeren Frauen auf

13-05-2022

Scientific Reports greift eine Studie des Instituto Bernabeu über die Merkmale des vaginalen Mikrobioms bei schwangeren Frauen auf

Die Fachzeitschrift Scientific Reports hat soeben eine vom Instituto Bernabeu durchgeführte Forschungsarbeit über die Eigenschaften des vaginalen Mikrobioms bei schwangeren Frauen veröffentlicht. Die Studie trägt den Titel Identification of vaginal microbiome associated with IVF pregnancy.

Es ist noch immer nicht bekannt, welche Faktoren bei einer Frühgeburt eine Rolle spielen. Fachleute wissen, dass eine Entbindung bei Schwangerschaften durch In-Vitro-Fertilisation (IVF) für gewöhnlich eher als bei natürlichen Schwangerschaften stattfindet. Auf dieser Grundlage wurde vom Instituto Bernabeu und zwei öffentlichen Krankenhäusern eine Studie mit 64 Schwangeren durchgeführt. Die Wissenschaftler haben die Zusammensetzung des vaginalen Mikrobioms in der 12. Schwangerschaftswoche bei Frauen mit einer IVF und bei Frauen mit einer natürlichen Empfängnis untersucht. Es sollte bestimmt werden, ob die Gefahr einer Frühgeburt mit der Zusammensetzung des vaginalen Mikrobioms zusammenhängt.

Das Genetiklabor IBBiotech hat festgestellt, dass es Unterschiede zwischen den beiden Gruppen gibt, und hebt hervor, dass „die Gattungen Gardnrella, Neisseria, Prevotella und Staphyloccocus im vaginalen Mikrobiom von Schwangeren mit IVF in der zwölften Schwangerschaftswoche deutlich angereichert waren“. Die Forscher weisen darauf hin, dass die Spezies Lactobacillus iners, die mit Frühgeburten in Verbindung gebracht wird, auch bei IVF-Patientinnen häufiger vorkommt.

Die Wissenschaftler kommen zu dem Schluss, dass die Analyse des vaginalen Mikrobioms in der 12. Schwangerschaftswoche unterschiedlich ausfällt, je nachdem, ob es sich um eine Schwangerschaft auf natürlichem Wege oder eine Schwangerschaft durch IVF handelt. Diese Entdeckung lässt die Wissenschaftler vermuten, dass das vaginale Mikrobiom bei IVF-Schwangerschaften mit der Gefahr einer Frühgeburt  in Verbindung stehen könnte.

Die Veröffentlichung von Scientific Reports greift diese Studie auf, die auch von der wissenschaftlichen Leiterin des Instituto Bernabeu, Frau Doktor Belén Lledó, auf dem internationalen Mikrobiom-Kongress World of Microbiome (WoM 2022) Ende April in Österreich vorgestellt wurde.

Identification of vaginal microbiome associated with IVF pregnancy

B. Lledó, A. Fuentes, F. M. Lozano, A. Cascales, R. Morales, M. Hortal, F. Sellers, A. Palacios-Marques, R. Bermejo, F. Quereda, J. C. Martínez-Escoriza, R. Bernabeu, A. Bernabeu

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