Wie beeinflusst die Vitrifizierung die biopsierten Blastozysten?

Auf dem Gebiet der künstlichen Befruchtung wird die Auswahl von gesunden und überlebensfähigen Embryonen immer wichtiger. Diese Auswahl erfolgt durch die Präimplantationsdiagnostik (PID), die in der Analyse einiger Zellen des Embryos besteht, durch die vor dem Transfer zur Patientin herausgefunden werden soll, ob der Embryo gesund ist.

Derzeit können wir die Embryonen bis zum Tag 5-7 der Entwicklung in Kultur halten, wenn sie das Stadium der Blastozyste erreichen. Innerhalb dieser Tage muss der Embryo transferiert oder für einen zukünftigen Transfer vitrifiziert werden.

Warum wird die Blastozyste eingefroren?

Die Embryonen werden vitrifiziert, wenn

  • wir nach einem Zyklus ausreichend Embryonen der gleichen Kohorte haben, da normalerweise ein Embryo transferiert wird, und der Rest vitrifiziert wird.
  • es eine medizinische Indikation gibt, die es ratsam macht, den Transfer wegen der Gefahr einer möglichen Hyperstimulation zeitversetzt vorzunehmen.
  • man den Embryonentransfer aus persönlichen Gründen der Patientin nicht am angegebenen Tag vornehmen kann.
  • wir die Blastozysten biopsieren und für deren späteren Transfer auf die genetischen Ergebnisse warten müssen.

Wann ist die Biopsie der Blastozyste am wirksamsten?

Wenn es im Labor für künstliche Befruchtung eine Indikation auf PID gibt, führen wir das Assisted Hatching (Schlüpfhilfe) der Embryonen am Tag 3 ihrer Entwicklung durch. Dieser Vorgang besteht in der Durchführung einer kleinen Öffnung in der Glashaut des Embryos mit Hilfe eines Lasers. Damit erreichen wir, dass der Embryo beginnt, Zellen des Trophoektoderms zu extrudieren, sobald er das Stadium der Blastozyste erreicht hat. In dieser Etappe, nach 5 oder 6 Tagen der Entwicklung, führen wir die Biopsie des Embryos durch, die in der Entnahme der Zellen des Trophoektoderms mit Hilfe eines Geräts zur Mikromanipulation und eines Lasers besteht. Gewöhnlich werden 4-6 Zellen wiedergewonnen, die dann für ihre genetische Analyse ins Labor von IB Biotech gebracht werden. Zu diesem Zeitpunkt muss die Blastozyste vitrifiziert werden, in Erwartung der genetischen Diagnose für deren späteren Transfer.

Am Instituto Bernabeu…

Verfügen wir über ein hervorragendes Programm der Vitrifizierung von Embryonen mit Überlebensraten bei nicht biopsierten Embryonen von 95%. Bei Embryonen, die biopsiert wurden, haben wir bisher eine Überlebensrate von 100% beobachtet. Dies lässt darauf schließen, dass diese Embryonen aufgrund der Tatsache, dass sie dem Prozess der Biopsie unterzogen wurden, einen Vorteil gegenüber dem Rest haben können. Der Prozess der Äquilibration mit Kryoprotektoren bewirkt diese Erhöhung der Überlebensrate, da der Embryo dem Äquilibrationsmedium direkter ausgesetzt ist, weil bei diesen Embryonen die Glashaut perforiert wurde, und sie außerdem ganz oder teilweise außerhalb derselben liegen.

Diese hohe Überlebensrate erlaubt es, vollständig auf die Strategie der Biopsie der Blastozysten und deren späteren Kryokonservierung zu vertrauen, sei es für ein Screening aller Chromosomen oder für eine Diagnose einer monogenetischen Krankheit.

Miguel Herreros, Biologe am Instituto Bernabeu

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