Nach dem Eisprung verwandelt sich das Follikel in einen Gelbkörper oder Corpus luteum. Die Bildung des Gelbkörper hängt von dem präovulatorischen Spitze des Luteinisierenden Hormons (LH) ab, sowie von der Anzahl der Rezeptoren für dieses Gonadotropin, die in den Granulosa- und in den Thekazellen vorhanden sind.  Beide Zelltypen sind erheblichen Veränderungen in ihrer Struktur und Zusammensetzung ausgesetzt, was zu der gelben Farbe der Wand des Gelbkörpers führt.

Was ist ein Gelbkörper?

Der Lebenszyklus des Gelbkörpers erfolgt in folgenden Phasen:

  • proliferatives Stadium
  • Stadium der Vaskularisierung
  • Stadium der Reife
  • regressives Stadium

Kommt es nicht zur Befruchtung, verfällt er und verliert seine Funktion, hervorgerufen durch den niedrigen zirkulierenden LH-Spiegel, wenige Tage vor dem darauffolgenden Menstruationszyklus. Falls die Eizelle allerdings befruchtet wurde und es zur Implantation mit Beginn der embryonalen Entwicklung kommt, verlängert sich das Leben des Gelbkörper; da das menschliche Choriongonadotropin den Gelbkörper für eine bestimmte Zeit konserviert. Diese sondert hauptsächlich Progesteron ab, das über die Gebärmutterschleimhaut wirkt, die später die befruchtete Eizelle oder den Embryo beherbergt. Weshalb deren Synthese auf Progesteron wesentlich für die Stabilisierung und Erhaltung der frühen Schwangerschaft ist.

Somit erfüllt der Gelbkörper eine doppelte Funktion, da er einerseits mit seiner begrenzten Haltbarkeit in den nicht fruchtbaren Zyklen die Menstruationsaktivität aufrechterhält und mit seiner längeren Haltbarkeit während der Schwangerschaft, zur Produktion von endokrinen Substanzen führt, die die Einleitung und Erhaltung der Schwangerschaft ermöglichen.

Mª Carmen Díaz, Biologin am Instituto Bernabeu.

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