spz-low1Die Oligozoospermie besteht in der Anwesenheit einer anormal niedrigen Zahl von Spermien in einer Samenprobe.

Nach den Kriterien der 5. Ausgabe des Handbuchs der Welt-Gesundheitsorganisation (WHO) (2010) muss die normale Konzentration an Spermien in einer Samenprobe größer oder gleich 15 Millionen pro Milliliter sein. Falls die Zahl unterhalb dieser Menge liegt, spricht man von Oligozoospermie, und es wird in Betracht gezogen, dass Fruchtbarkeitsprobleme vorliegen können, wobei sich die Bewertung von mehr als einer Probe zur Bestätigung empfiehlt.

Die Diagnosemethode erfolgt mit Hilfe eines Spermiogramms, bei dem, neben anderen Merkmalen, die Zahl der Spermien pro Milliliter Samen festgestellt wird.

Die Oligozoospermie wird in mehrere Typen eingeteilt, je nach Konzentration an Spermien:

  • Leicht: Zwischen 5 und 14 Millionen Spermien pro Milliliter Samen
  • Moderat: Zwischen 1 und 5 Millionen Spermien pro Milliliter Samen
  • Schwer: Unter einer Million Spermien pro Milliliter Samen

Ein spezieller Fall von Oligozoospermie ist die Kryptozoospermie. Hiervon spricht man, wenn die Menge an Spermien unterhalb von 100.000 pro Milliliter Samen liegt.

Die Gründe für die Oligozoospermie können sehr unterschiedlich sein:

  • Teilweise Verstopfung der Kanäle, die die Spermien von den Hoden zur Harnröhre führen
  • Veränderungen in den Hodenvenen (Varikozele)
  • Störungen der Nebenhoden
  • Hormonstörungen
  • Trauma oder Entzündungen in den Hoden
  • Veränderungen des Samens durch Konsum bestimmter Medikamente, Alkohol, Tabak oder Drogen
  • Gewohnheiten, die die Hodentemperatur erhöhen (Sauna, zu enge Kleidung usw.)

Bei Gelegenheit können Patienten, die an schwerer Oligozoospermie leiden, sogar eine Kryptozoospermie und später eine Azoospermie (Abwesenheit von Spermien im Samen) entwickeln. Bei dieser Diagnose ist es daher wichtig, Präventivmaßnahmen zu ergreifen, wie das Einfrieren des Samens, um die Gameten bewahren zu können.

Bei Patienten mit Oligozoospermie und Kryptozoospermie ist die geeignetste Behandlung die In-vitro-Fertilisation mit Hilfe der Technik der ICSI (intrazytoplasmatische Spermieninjektion), da die niedrige Konzentration an Spermien die korrekte, natürliche Befruchtung der Eizelle verhindern kann.

Schließlich ist es wichtig zu betonen, dass es Maßnahmen wie die Einnahme von Antioxidantien und gesunde Lebensgewohnheiten gibt, die die Samenqualität verbessern können, und eine günstigere Prognose bei Patienten bieten, die an leichter Oligozoospermie leiden.

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Oligozoospermie: Was ist das? Wie kann sie entdeckt werden? Welche Behandlung führt zur Schwangerschaft? Und die Kryptozoospermie?
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