Aktualität

Eine Studie des IB, die davor warnt, dass einige bakterielle Infektionen die Einnistung von Embryonen verhindern, wird als Vortrag beim ESHRE-Kongress für Unfruchtbarkeit vorgestellt

14-06-2023

Eine Studie des IB, die davor warnt, dass einige bakterielle Infektionen die Einnistung von Embryonen verhindern, wird als Vortrag beim ESHRE-Kongress für Unfruchtbarkeit vorgestellt

Die Forschungsprojekte des Instituto Bernabeu nehmen auf dem internationalen Kongress der Europäischen Gesellschaft für menschliche Reproduktion und Embryologie (ESHRE), dem weltweit wichtigsten wissenschaftlichen Treffen, das vom 26. bis 28. Juli in Dänemark stattfindet, einen sehr wichtigen Platz ein.

Einer der sechs Vorträge der Klinik ist eine wichtige Studie über die Veränderung des Mikrobioms, die vor allem bei Implantationsfehlern dazu beitragen kann, die Behandlung zu verbessern und neu auszurichten.

Bereits zuvor wurden Studien entwickelt, die ein negatives Ergebnis einer In-vitro-Fertilisation (IVF) vorhersagen konnten, wenn bei der Patientin die Lactobazillen weniger als 90 % des vaginalen Mikrobioms ausmachen, im Verglich zu Frauen mit einem von Lactobazillen dominierten Mikrobiom. Außerdem ist den Forschern bereits bekannt, dass es bei Frauen, bei denen Implantationsfehler auftreten, bestimmte Muster gibt.

Auf der Grundlage früherer Forschungsarbeiten soll nun untersucht werden, ob es einen Zusammenhang zwischen den Werten von Serumzytokin (kleine Proteine, die für die Kontrolle des Wachstums und der Aktivität anderer Blutzellen entscheidend sind) und der Zusammensetzung des vaginalen Mikrobioms bei Patientinnen mit embryonalen Implantationsfehlern gibt. Dafür wurden etwa zwanzig Patientinnen für eine retrospektive Studie von Dezember 2018 bis Mai 2022 aufgenommen.

Die Ergebnisse zeigen, dass krankheitserregende Bakterien wie Burkholderia und Staphylococcus, welche die Zytokinwerte verändern und Entzündungen verursachen, auch zu einem Ungleichgewicht führen und einen Implantationsfehler auslösen können.

Für die Patientinnen stellt diese Studie einen wichtigen Fortschritt dar, denn wenn das vaginale Mikrobiom verändert ist und diese Veränderung erkannt wird, kann die Verabreichung von Antibiotika oder Probiotika das immunologische Milieu verbessern, wodurch der Einsatz von Immunsuppressiva vermieden werden kann und somit eine wesentliche Verbesserung der Behandlungen mit der Diagnose eines embryonalen Implantationsfehlers darstellt.

The relationship of abnormal vaginal microbiome (dysbiosis of vaginal microbiome) and proinflammatory cytokines in recurrent implantation failure patients M. Hortal, B. Lledó, J.A. Ortiz, A. Fabregat, B. Moliner, A. Bernabeu, R. Bernabeu

Lass uns reden

Wir beraten Sie unverbindlich