Welche Rolle spielt der Embryologe bei der Behandlung mit der In-vitro-Fertilisation (IVF)? 0

Mit der Gewinnung der Eizellen aus der Follikelflüssigkeit beginnt eine Reihe von Ereignissen, deren Ziel es ist, die Schwangerschaft und die Geburt eines gesunden Kindes zu erreichen. Dies ist auch der Beginn der technischen Arbeit der Embryologen im IVF-Labor. Vor jedem Zyklus wird jede klinische Vorgeschichte im Labor eingehend studiert, und die Kulturmedien und Platten, welche für die Gameten und Embryonen jedes Patienten benötigt werden, werden sorgfältig vorbereitet.

Was macht der Embryologe am Tag der Follikelpunktion?

Am Tag der Follikelpunktion suchen die Embryologen nach den in der Follikelflüssigkeit vorhandenen Cumulus-Corona-Oozytenkomplexen. Sie werden sorgfältig gewaschen und getrennt und bis zum Zeitpunkt der Insemination mittels konventioneller In-vitro-Fertilisation (IVF) oder intrazytoplasmatischer Spermieninjektion (ICSI) in die entsprechende Kulturplatte gelegt.

Was ist der nächste Schritt, wenn die Embryonalentwicklung begonnen hat?

Am Tag 1 der Embryonalentwicklung prüfen die Embryologen, ob die am Vortag durchgeführte Befruchtung erfolgreich war. Dazu wird das korrekte Auftreten von zwei Vorkernen und zwei Polkörperchen beobachtet, welches das entscheidende Ereignis für eine korrekte Bewertung der Zygote ist. Darüber hinaus wird an den Tagen, an denen sich der Embryo entwickelt, eine detaillierte Bewertung jedes Embryos vorgenommen: Anzahl der Zellen und Teilungsrate, Grad der Zellfragmentierung, Visualisierung der Anzahl der Zellkerne, Veränderungen der Zona pellucida sowie Form und Aussehen der Zellen. Damit wird eine Einschätzung der Chancen, ob ein Embryo das Blastozystenstadium erreichen und eine spätere Schwangerschaft auslösen kann, ermöglicht. Aus diesem Grund wird den Embryonen jeden Tag eine Qualitätsklassifikation entsprechend ihrer morphologischen Merkmale zugewiesen.

Welche Rolle spielen unsere Embryologen, wenn die Zeit für den Transfer gekommen ist?

In unseren Laboratorien führen wir den Embryotransfer im Blastozystenstadium, Tag 5/6 der Embryonalentwicklung, durch. Diese Phase ist mit hohen Einnistungsraten verbunden, was vor allem auf die Tatsache zurückzuführen ist, dass durch sie eine bessere Embryonenauswahl ermöglicht wird. Der Embryo weist in diesem Stadium eine komplexe Struktur auf, da er aus einer großen Anzahl von Zellen besteht und diese organisiert und differenziert sind

Weitere Funktionen, die von den Embryologen ausgeführt werden, sind: Vitrifikation/Auftauen der Embryonen am Tag 5-6 der Embryonalentwicklung, Vitrifikation/Auftauen der Eizellen und die Embryonenbiopsie am Tag 5-6, eine präzise Technik zur Kenntnis des chromosomalen und genetischen Zustands des Embryos. Darüber hinaus müssen die Embryologen immer verfügbar sein, um Fragen und Zweifel von Patienten und Kollegen zu klären. Teamarbeit ist im IVF-Labor und in der gesamten Klinik von grundlegender Bedeutung.

Mónica Aparicio, Biologin am Instituto Bernabeu

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