Was ist die Mumps-Orchitis? Wie beeinträchtigt sie die männliche Fruchtbarkeit?

Das Mumpsvirus ist die Ursache einer Kinderkrankheit, die allgemein als Mumps oder Ziegenpeter bekannt ist, und die in einigen Fällen die Fruchtbarkeit des Mannes beeinträchtigt und zu Problemen der männlichen Fruchtbarkeit führen kann.

In diesen Fällen können die Hoden zu 25-40% durch diese Krankheit befallen werden, was eine Komplikation der Krankheit darstellt. Diese ist unter dem Namen Mumps-Orchitis oder Orchitis parotidea bekannt.

Sie befällt vor allem Kinder über zehn Jahre und bricht etwa vier bis sechs Tage nach der Mumpserkrankung (Entzündung der Ohrspeicheldrüse) aus.

Der Mechanismus, durch den die Hoden in Mitleidenschaft gezogen werden, wird noch erforscht, ist aber wohl auf die Wirkung der Antikörper zurückzuführen, die durch die Infektion mit dem Mumpsvirus entstehen, das gegen die Spermien wirkt.

Zuweilen treten langfristige Schäden an den Samenkanälchen und Hodenkanälchen auf, die in einigen Fällen dauerhaft sind und zur Abwesenheit von Spermien im Ejakulat und somit zur Unfruchtbarkeit führen.

Die Störung kann ein oder beidseitig auftreten. Die meisten Komplikationen entstehen, wenn durch die Entzündung Probleme einer Ischämie (fehlende Durchblutung des Hodens) auftreten, was die Atrophie des Hodens auslöst. Da die Störung in vielen Fällen nicht bilateral oder nicht total ist, können Techniken der Spermienwiederherstellung angewandt werden, wie die PAAF (Feinnadelpunktion), die multiple Hodenbiopsie u.a., bevor man über die Nutzung von Spendersamen nachdenkt.

Dank der individualisierten Auswertung, die wir an der Abteilung Urologie des Instituto Bernabeu mit den entsprechenden Untersuchungen vornehmen, können wir die Nutzung von Spendersamen auf die aussichtslosen Fälle beschränken.

Dr. Luís Prieto, Leiter der Abteilung Urologie am Instituto Bernabeu

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