Dank verschiedener Fernsehberichte, Presse- und Online-Artikel ist bekannt, dass in letzter Zeit immer häufiger die allgemein als Heiminsemination bezeichnete Praxis angewandt wird.

Die Verwendung dieses Begriffs kann al unkorrekt und sogar “irreführend” angesehen werden, wenn wir berücksichtigen, dass die Heiminsemination niemals mit der künstlichen Insemination verglichen werden kann, die in einem zugelassenen Gesundheitszentrum mit Techniken der künstlichen Befruchtung durchgeführt wird, da sich hier wesentliche Unterschiede zeigen.

Was ist die Heiminsemination?

Man muss sich vor Augen halten, dass die Wahrscheinlichkeit, eine Schwangerschaft mit Hilfe dieses Verfahrens zu erzielen, die gleiche ist, wie beim Geschlechtsverkehr, d.h. der Samen wird in die Vagina der Frau eingebracht, und es sind die Spermien, die einen Weg voller Schwierigkeiten gehen müssen, bis sie den Ort der Befruchtung (Eileiter) erreichen und die Eizelle befruchten.

Welches sind die Unterschiede zwischen der künstlichen Insemination in einem Fruchtbarkeitszentrum und la Heiminsemination?

Es gibt jedoch weitere ausgeprägte Unterschiede, die sich darin ausdrücken, dass die künstlichen Inseminationen in einem Fruchtbarkeitszentrum eine dreimal höhere Wahrscheinlichkeit der Schwangerschaft als die Heiminseminationen erreichen können.

  1. Durch Ultraschall kontrollierte ovarielle Stimulation mit Hilfe von hormonellen Medikamenten in niedrigen Dosen, zur Begünstigung der Entwicklung und der Reifung der Eizellen, was die Erfolgswahrscheinlichkeit der Technik erhöht.
  2. Kontrolle des Zeitpunkts des Eisprungs, wobei der Eisprung durch präzise subkutane Injektion eines hormonellen Medikaments zum am besten geeigneten Zeitpunkt hervorgerufen wird, um den größtmöglichen Erfolg zu erzielen.
  3. Kapazitation und Verbesserung des Samens, was es uns ermöglicht, im Labor durch erfahrenes Personal nur di beweglichen Spermien auszuwählen, womit die Erzielung der Schwangerschaft begünstigt wird.
  4. Ort der Ablagerung des Samens.So wie bereits zuvor dargelegt, wird bei der Heiminsemination der Samen mit Hilfe einer Spritze durch eine Person, die mit dieser Art von Situationen nicht vertraut ist, in die Vagina der Frau eingeführt, während es bei der eigentlichen künstlichen Insemination ein Gynäkologe ist, der den kapazitierten Samen in die Gebärmutterhöhle einführt, womit erleichtert wird, dass die höchstmögliche Anzahl an beweglichen Spermien in den Eileiter gelangt. Indem wir dafür sorgen, dass sich die Eizelle und die Spermien gleichzeitig am richtigen Ort befinden, erzielen wir eine höhere Wahrscheinlichkeit, die gewünschte Schwangerschaft zu erreichen.

Zwei so unterschiedliche Verfahren können also nicht gleich bezeichnet werden.

Neben den technischen Fragen muss auch über die rechtlichen Fragen gesprochen werden, wenn es um die Verwendung von Samen von männlichen Spendern für die Durchführung der Insemination zu Hause geht.

In unserem Land sind den Spendersamenbanken Lieferungen an Privatpersonen nicht erlaubt, da das spanische Recht eindeutig Folgendes festlegt: “Die Techniken der künstlichen Befruchtung dürfen nur in ordnungsgemäß zugelassenen Gesundheitszentren angewandt werden. Auf diese Weise wird eindeutig zum Ausdruck gebracht, dass diese Art von Techniken nicht außerhalb solcher Zentren angewandt werden dürfen.

Es gibt allerdings internationale Spendersamenbanken, die diese Art von Lieferungen vornehmen, und zudem erlauben, dass die Frau den Spender entsprechend dem Profil auswählt, das auf der Webseite angezeigt wird. Mit diesem Aspekt beschäftigt sich auch unsere Gesetzgebung, in der es heißt: “Die Auswahl des Samenspenders darf nur durch das ärztliche Team erfolgen, das die Technik anwendet, und das dabei die Anonymität der Spende wahren muss…”.

Schließlich muss angemerkt werden, dass die Frauen wissen sollten, dass die Erfolgswahrscheinlichkeit bei beiden Techniken ganz klar von der Anzahl der beweglichen Spermien abhängt, die inseminiert wurden. Die Kosten des Spendersamens, der bei diesen internationalen Samenbanken erworben werden kann, hängen von der Anzahl der beweglichen Spermien ab, die die ausgewählte Probe enthält, und von dem Profil des ausgewählten Spenders, d.h. Proben mit einer höheren Konzentration sind teurer.

Wenn man dies berücksichtigt, können die Kosten für eine Heiminsemination mit einem Spendersamen von guter Qualität praktisch genauso hoch sein wie in einem Zentrum für künstliche Befruchtung, die Wahrscheinlichkeit, die Schwangerschaft zu erzielen, ist allerdings bei weitem nicht die gleiche.

Frau Dr. Ana Fabregat, Pharmazeutin am Instituto Bernabeu.

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Was ist die Heiminsemination? Welches sind die Unterschiede zur Insemination in einem Fruchtbarkeitszentrum?
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