Risiko einer ektopischen Schwangerschaft nach In-vitro-Fertilisation (IVF) - Instituto Bernabeu

Eine ektopische Schwangerschaft ist eine Schwangerschaft außerhalb der Gebärmutter. Am häufigsten kommt sie im Eileiter vor, und sie ermöglicht keine evolutive Schwangerschaft.

In der Vergangenheit ging man davon aus, dass die In-vitro-Fertilisation die Inzidenz dieser Pathologie erhöhen könnte.

Eine in der Zeitschrift Fertility and Sterility veröffentlichte Studie hat dieses Thema im Detail beleuchtet und ist nach Auswertung von über 100.000 Zyklen der In-vitro-Fertilisation (IVF), die in den Jahren 2008 bis 2011 in den Vereinigten Staaten durchgeführt wurden, zu folgenden Ergebnissen gelangt: von all diesen Zyklen waren 1,38% ektopische Schwangerschaften, aber am Signifikantesten ist, dass das Risiko einer ektopischen Schwangerschaft bei einem Transfer von frischen Embryonen höher ist als bei einem Transfer von eingefrorenen Embryonen.

Diese Situation tritt nur ein, wenn die Behandlung mit Hilfe von eigenen Eizellen der Patientin erfolgt. Bei Eizellspenden – d.h. bei Patientinnen, die Eizellen empfangen – ist die Wahrscheinlichkeit einer ektopischen Schwangerschaft die gleiche bei einem Transfer von frischen oder zuvor eingefrorenen Embryonen.

Daraus ergibt sich eine Schlussfolgerung: diese Ergebnisse legen nahe, dass die ovarielle Stimulation selbst, die für die Erlangung der Eizellen erforderlich ist, Veränderungen in der Umgebung des Eileiters und der Gebärmutter auslöst, und dies könne das Risiko dieser Komplikation erhöhen.

Somit ist dies ein weiteres Argument für den Transfer in einem anderen Zyklus als dem der ovariellen Stimulation sowie für den Transfer eines eingefrorenen Embryos (Transfer in einem aufgeschobenen oder späteren Zyklus).

Dr. Rafael Bernabeu, medizinischer Leiter des Instituto Bernabeu.

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