Indikationen der ICSI - Instituto Bernabeu

Die intrazytoplasmatische Mikroinjektion von Spermien (ICSI) ist eine Technik, die in den 90er Jahren eingeführt wurde und erfolgreich die meisten Probleme der schweren männlichen Sterilität lösen konnte. Im Folgenden führen wir konkret und detailliert auf, wann wir die ICSI anwenden:

1. Männliche Sterilität:

  • Oligozoospermie oder Kryptozoospermie: erhebliche Verringerung der Anzahl der Spermien.
  • Astenozoospermie: Erhebliche Verringerung der Beweglichkeit der Spermien, einschließlich Tests mit vollständigem Fehlen von Beweglichkeit.
  • Teratozoospermie: hohe Anzahl an anormalen Spermien.
  • Obstruktive Azoospermie: Komplette Abwesenheit von Spermien im Ejakulat auf Grund einer Obstruktion. Die häufigsten Ursachen sind genetischen Ursprungs oder Entzündungen bzw. eine fehlgeschlagene Vaso-Vasostomie.
  • Sekretorische Azoospermie: Komplette Abwesenheit von Spermien im Ejakulat auf Grund eines Defekts bei der Erzeugung von Spermien im Hoden.
  • Anejakulation: ejakulatorische Dysfunktion, hervorgerufen durch retrograde Ejakulation oder Paraplexie.

In den Fällen von Azoospermie und Anejakulation können die für die ICSI erforderlichen Spermien direkt aus dem Hoden gewonnen werden (Hodenpunktion oder Biopsie).

  • Immunologische Ursache: Anwesenheit einer hohen Zahl von antispermatozoiden Antikörpern.
  • Wertvolle Samenproben: Patienten, die ihre Samenprobe einfrieren, bevor sie einer Chemo- oder Radiotherapie unterzogen werden, Patienten, die wegen Infektionskrankheiten (HIV, Hepatitis) eine Samenwäsche benötigen, oder die Spendersamen verwenden.

2. Weibliche Sterilität:

  • Gewinnung einer niedrigen Anzahl von Eizellen bei der Follikelpunktion.
  • Allgemein geringe Eizellenqualität, auch wegen verdickter Glashaut.

3. Weitere Ursachen:

  • Langanhaltende Sterilität (über zwei Jahre, ohne dass es zur Schwangerschaft kommt).
  • Erfolglose Durchführung von mehreren Zyklen von gesteuertem Koitus oder künstlicher Besamungen.
  • Ausbleiben der Befruchtung bei konventioneller IVF in einem vorangehenden Zyklus.
  • „Rettende“ Mikroinjektion: Mikroinjektion der Eizellen wegen Ausbleiben der Befruchtung bei konventioneller IVF.
  • In-vitro-Reifung der Eizellen.
  • Ausbleiben der Schwangerschaft nach mehreren konventionellen IVF-Zyklen.
  • Durchführung einer Gen- oder Chromosomenanalyse beim Embryo (PGT-M, PGT-A oder PGT-S).
  • Mikroinjektion von vitrifizierten Eizellen.

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