Embryonentransfer im natürlichen oder im ersetzten Zyklus: Vor- und Nachteile 0Der Transfer der Embryonen zur Gebärmutter ist der Höhepunkt jeder Behandlung der künstlichen Befruchtung. Ihr Transfer kann nicht dem Zufall überlassen werden. Wir müssen über ein empfängliches Endometrium verfügen, das das Einnisten des Embryos erleichtert.

Wir können die Vorbereitung des Endometriums mit Hilfe von Medikamenten (Östrogenen) durchführen, um das natürliche Verhalten der Gebärmutter zu simulieren – ersetzt oder künstlich – oder an dem geeignetsten biologischen Zeitpunkt nach dem Eisprung – Transfer im natürlichen Zyklus.

Gelegentlich wird der Embryonentransfer im gleichen Zyklus vorgenommen, in dem die In-vitro-Fertilisation erfolgt ist, was in den meisten Fällen garantiert, dass auch das Endometrium für den Transfer vorbereitet ist.

Unsere letzten Forschungslinien haben gezeigt, dass es gelegentlich sinnvoll ist, den Transfer der Embryonen nicht in dem gleichen Zyklus vorzunehmen, sondern sie einzufrieren, um sie in einem späteren Zyklus zu transferieren, womit das Endometrium empfänglicher wird, die pharmakologische Wirkung der Hormone für die Stimulation auf das Endometrium vermieden und die Schwangerschaftsrate verbessert wird. Diese neue Alternative der Aufschiebung des Transfers ist immer häufiger indiziert.

Wir werden auch eine Kontrolle des Endometriums im Falle des Transfers von kryokonservierten Embryonen benötigen.

Es gibt im Wesentlichen zwei Formen, um diese Vorbereitung des Endometriums zu erreichen:

  1. EMBRYONENTRANSFER IM NATÜRLICHEN ZYKLUS:

Er ist indiziert für normoovulatorische Patientinnen , d.h. mit regelmäßigen Menstruationszyklen, da ihr Eierstock in der Lage sein wird, das Endometrium auf natürliche Weise vorzubereiten, so wie es sich jeden Monat für die Beherbergung der theoretischen Schwangerschaft vorbereitet. Hierfür ist keine Hormonbehandlung erforderlich. Es werden 1 oder 2 Ultraschallkontrollen ab dem Tag 10-12 des Zyklus‘ durchgeführt, sowie sporadische Urinanalysen, und wenn ein geeignetes Endometrium beobachtet wird, wird der Transfer geplant.

Welches sind die Vorteile des Embryonentransfers in einem natürlichen Zyklus?

Da keine Medikamente erforderlich sind:

  • Er ist eine gute Option für alle Patientinnen, bei denen die Behandlung mit Östrogenen kontraindiziert ist, oder nicht gut toleriert wird.
  • Emotionell ist er erträglicher, da die Medikamente in den ersten Monaten der Schwangerschaft nicht weiter erforderlich sind.
  • Er stellt eine finanzielle Ersparnis dar, weil die Notwendigkeit des Kaufs von Östrogenen entfällt.
  • Er ist natürlicher, da er mit dem biologischen Zyklus der Frau zusammenfällt.

Welches sind die Nachteile des Embryonentransfers in einem natürlichen Zyklus?

  • Er ist nur indiziert für Patientinnen mit regelmäßiger ovarieller Funktion und regelmäßigen Zyklen.
  • Er erfordert eine höhere terminliche Flexibilität von der Patientin für die Durchführung der Ultraschalluntersuchungen, sowie für die Planung des Transfers genau an dem für die Implantation geeigneten Tag.
  • Er erhöht die Wahrscheinlichkeit der Annullierung wegen frühzeitigem Eisprungs.
  1. EMBRYONENTRANSFER IM PHARMAKOLOGISCH ERSETZTEN ZYKLUS:

Er ist indiziert bei anovulatorischen Patientinnen mit unregelmäßigen Zyklen oder ohne ovarielle Funktion. Er kann allerdings auch bei normoovulatorischen Patientinnen angewandt werden.

Mit der Menstruation beginnt die Patientin, sich Östrogene zu verabreichen, und nach 10 – 12 Tagen wird ein Ultraschallbild gemacht, um die Entwicklung des Endometriums zu bewerten. Sobald sich dieses in geeignetem Zustand befindet, wird der Embryonentransfer geplant, der dann erfolgt, wenn die Patientin so viele Tage Progesteron erhalten hat, wie das zu transferierende Embryo an Entwicklung aufweist.

Welches sind las Vorteile des Embryonentransfers in einem ersetzten Zyklus?

Der Transfer im ersetzten Zyklus erlaubt der Patientin eine höhere Flexibilität bei der Durchführung der Ultraschallkontrollen und der Planung des Transfers, wobei der Zeitpunkt angepasst werden kann, ohne dass dies die Implantation des Embryos beeinflusst.

Welches sind die Nachteile des Embryonentransfers in einem ersetzten Zyklus?

  • Er erfordert eine höhere Verabreichung von Medikamenten.
  • Er erhöht die finanziellen Kosten, da die Medikamente für die ersten Monate der Schwangerschaft gekauft werden müssen.
  • Er erhöht die Unruhe bei der Patientin, da ihr die Medikamente regelmäßig verabreicht werden.

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