Die Stimulation der Eierstöcke. Was sind die Risiken? 0

Während der ersten Tage der Periode, beginnt im Eierstock ein komplexer Prozess, dessen erster Schritt die Entwicklung mehrerer Eizellen ist, von denen nur eine reife Eizelle während des Eisprungs abgehen wird.

Was genau ist die Stimulation der Eierstöcke? Wie verläuft sie?

Unter Stimulation der Eierstöcke versteht man die Gabe von Medikamenten zur Unterstützung der Eizellreifung (Follikelreifung). Bei einer künstlichen Befruchtung zielt die Stimulation darauf ab, dass mehrere Eizellen zur Reife gelangen. Der Prozess ist auch bekannt als kontrollierte Stimulation der Eierstöcke.

Es gibt viele verschiede Medikamente und auch unterschiedliche Wege diese zu verabreichen. Zum größten Teil werden sie als Injektion in den Muskel (d.h. intramuskulär) oder unter die Haut (d.h. subkutan) verabreicht. Die Anwendung der Hormone, die für die Stimulation verwendet werden, beginnt in den ersten Tagen der Periode. Ein weiteres Medikament wird begleitend verwendet damit es nicht spontan zu einem Eisprung der reifenden Follikel, während der Punktion der Eizellen kommen kann.

Wie wird die ovarielle Stimulation behandelt?

Am Instituto Bernabeu individualisieren wir die Behandlungsleitlinie immer unter Berücksichtigung verschiedener Faktoren der Patientin, wie z.B. ihr Alter, die Morphologie der Eierstöcke, die Körpermaße, die Hormonanalyse und die Reaktion auf die Stimulation in früheren Zyklen, unter anderem. Darüber hinaus wenden wir genetische Tests an (IBgen IVF zur Personalisierung von Fällen mit geringer ovarieller Reserve oder IBgen RIF für Fälle von Implantationsversagen). Auf diese Weise können wir das Medikationsprotokoll (Art des Gonadotropins und die für Ihr genetisches Profil am besten geeignete Dosis) so gestalten, wie es sich aus der individualisierten Untersuchung der Gene des Patienten ergibt.

Während des gesamten Prozesses führt der Gynäkologe regelmäßige Kontrollen anhand von Ultraschalluntersuchungen und eventuellen Bluttests durch, um das Wachstum und die Follikelreifung zu kontrollieren und gegebenenfalls die Medikamentendosis entsprechend ihrer Entwicklung modulieren zu können. Wenn sichergestellt ist, dass die Follikel eine ausreichende Größe erreicht haben (mehr als 17 mm), wird das Hormon hCG verabreicht, um die endgültige Reifung der Eizellen und ihren Eisprung auszulösen.

Dies ist der Moment, den wir für die Entnahme und die anschließende Befruchtung im embryologischen Labor einplanen werden.

Dauer der ovariellen Stimulation

Diese beginnt in der Regel am zweiten oder dritten Tag der Menstruation und endet in regelmäßigen Zyklen um den 14. Während der Dauer der Stimulation erhält die Frau täglich eine Injektion der an der Regulation der Fortpflanzung beteiligten Hormone, der so genannten Gonadotropine (FSH und HMG).

Medikamente zur Stimulation der Eierstöcke

Es gibt eine Vielzahl von Medikamenten, die zu diesem Zweck zur Verfügung stehen, und auch verschiedene Arten (Stimulationsprotokolle) und Verabreichungswege; im Allgemeinen ist der am häufigsten verwendete Weg die subkutane Injektion. Die Hormone für die Stimulation der Eierstöcke werden in der Regel in den ersten Tagen der Periode eingeleitet und meist mit Medikamenten begleitet, damit die entwickelten Follikel nicht spontan ovulieren, sondern bei der Punktion der Eierstöcke erfasst werden können.

Die Hormone können subkutan oder intramuskulär injiziert werden, je nach dem vom Facharzt beschlossenen Medikamentenschema.

Was sind die Risiken?

Durch die Stimulation des Eierstocks nimmt seine Größe durch die Entwicklung mehrerer Follikel in seinem Inneren zu. Die normale Größe des Eierstocks ist vergleichbar mit einer Mandel, durch die Stimulation kann seine Größe, die einer Orange erreichen. Das ist der Grund warum bei vielen Frauen Schwellungen oder Schweregefühl im Unterleib auftreten. Dieses Wachstum kann dazu führen das sich der Eierstock um seine eigene Befestigung dreht, dieses Phänomen wird als Ovarialtorsion bezeichnet und sollte als ein medizinischer Notfall angesehen werden. Aus diesem Grund ist es ratsam heftige Bewegungen (Fitness, Sprünge, Geschlechtsverkehr, etc.) am Ende der Stimulation der Eierstöcke zu vermeiden.

Bei einer zu starken Reaktion auf die Stimulation der Eierstöcke kann es in seltenen Fällen zu schwerwiegenden Komplikationen, im Rahmen einer künstlichen Befruchtung führen. Dieses Krankheitsbild wird ovarielles Hyperstimulationssyndrom genannt. Durch die Anwendung bestimmter medizinischer Protokolle und spezifischer Medikamente ist es heutzutage möglich diese Komplikation vollkommen zu verhindern.

Eine richtige Beurteilung jedes einzelnen Falles, die Personalisierung der Behandlung und methodische Auswahl von Medikamenten sind Schlüsselelemente für eine optimale Stimulation der Eierstöcke um eine ausreichende Anzahl von Eizellen zu erhalten, die durch die Techniken der assistierten Reproduktion entnommen werden können und jegliche Risiken für unsere Patientinnen zu verhindern.

Dr. Juan Carlos Castillo & Dr. Paolo Cirillo Gynäkologe im Instituto Bernabeu.

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