MetabolomikEine der wichtigsten Grenzen der Techniken der künstlichen Befruchtung sind die Raten der Embryonenimplantation. Die Implantationsrate ist die Fähigkeit des Embryos, sich in der Gebärmutter einzunisten. D.h. nicht alle Embryonen sind dazu fähig, zu einer Schwangerschaft zu führen, einige haben mehr Möglichkeiten als andere. Wenn wir die Embryonen mit der maximalen Implantationsfähigkeit auswählen könnten, könnten wir die Erfolgsquoten der Techniken der künstlichen Befruchtung verbessern.

Es gibt Methoden wie das Präimplantations-Screening von Aneuploidien (PGS, PGT-A), mit denen chromosomal normale Embryonen ausgewählt werden können und so die Implantationsrate verbessert wird. Allerdings handelt es sich um eine Methode, die eine Embryonenbiopsie erfordert, was sie zu einer invasiven Methode macht.

Andererseits verfügen wir über nicht invasive Methoden, bei denen es nicht notwendig ist, in den Embryo einzugreifen. Derzeit ist die Sichtbarmachung der Embryonen im Mikroskop das einzige nicht invasive Werkzeug für die Auswahl jener Embryonen mit der höchsten Fähigkeit, zu einer evolutiven Schwangerschaft zu führen. Es gibt allerdings noch Situationen, bei denen einige der Embryonen, die bei der Sichtbarmachung im Mikroskop als von guter Qualität betrachtet werden, nicht implantieren, und andere, die als von schlechterer Qualität angesehen werden, dagegen sehr wohl.

Die Metabolomik ist ein neues wissenschaftliches Gebiet, das den Stoffwechsel der Zellen analysiert. Dadurch erfahren wir, wie sich der Embryo ernährt, und in Abhängigkeit davon können wir bewerten, ob er mehr oder weniger Fähigkeit hat, zu einer Schwangerschaft zu führen. D.h. die Aufnahme der in dem Nährmedium vorhandenen Nährstoffe durch den Embryo, sowie die Abfälle, die er abgibt, können uns nützen, um diejenigen Embryonen zu identifizieren, die mit mehr Erfolg zu einer Schwangerschaft führen werden.

Der Vorteil der Metabolomik ist, dass das Nährmedium verwendet wird, in dem der Embryo sich im Labor entwickelt hat, das also auf keine Weise manipuliert wird, und somit handelt es sich hier um eine nicht invasive Methode der Embryonenauswahl.

Das Instituto Bernabeu hat Forschungslinien entwickelt, die es ermöglichen, Komponenten des Nährmediums des Embryos zu identifizieren und zu quantifizieren, die als Marker für die Auswahl jener Embryonen dienen, die mehr Möglichkeiten haben, zu implantieren und zu einer evolutiven Schwangerschaft zu führen.

Frau Dr. Belén Lledó, medizinische Leiterin von IBBIOTECH, der Gruppe Instituto Bernabeu

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Die Bedeutung der Ernährung des Embryos für den Erfolg eines Zyklus der In-vitro-Fertilisation (IVF): die Metabolomik
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