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IVF einfach erklärt

IVF einfach erklärt

Seit der Geburt des ersten IVF Babys Louise Brown 1978 in England, wurden mehr als 5 Millionen Kinder durch die Anwendung dieser Technik geboren.

Wir werden im Folgenden Text den Prozess des IVF Prozesses Schritt für Schritt in einfacher Sprache erklären.

  • Sobald Ihre Anamnese geprüft wurde, ist die Stimmulation des Eierstocks der erste Schritt. Sie beginnt mit dem ersten Tag der Periode und dauert ca. 9 Tage. Das Ziel ist es, qualitativ hochwertige und eine adequate Anzahl von Eizellen zu erhalten.
    • Die Medikation wird der Reaktion des Körpers angepasst, da dieser mit jedem Zyklus anders reagieren kann. Um die Entwicklung der Follikel zu beobachten werden Ultraschallkontrollen und gegebenenfalls Blutuntersuchungen durchgeführt.
    • Um dies zu erreichen sollte die Patienten Ihrem Behandlungsplan folgen, welcher speziell für Sie von Ihrem Gynäkologen erstellt wurde.
  • Wenn der richtige Moment gekommen ist, wird die Injektion von HCG (Ovitrelle) verabreicht um die zuvor kontrollierte Reifung der Eizellen zu beenden. Sie wird 36 Stunden vor der Punktion der Eizellen injeziert.
  • Die Entnahme der Eizellen ist ambulant und dauert lediglich 10 Minuten. Die Durchführung erfolgt unter einer leichten Sedierung, parallel wird eine vaginale Ultrschallkontrolle durchgeführt. Der Gynäkologe saugt die Follikelflüssigkeit ab, welche sofort von den Biologen untersucht wird und die Eizellen für die Befruchtung vorbereiten.
  • Zur gleichen Zeit bereitet der Biologe das Sperma auf, um seine Fähigkeiten zur Befruchtung zu verbessern.
  • Sofern es möglich ist, versuchen wir so natürlich wie möglich zu handeln und wenden eine herkömmliche IVF Behandlung an. Das bedeutet das tausende von Spermien sich auf natürliche Weise um die Eizelle ansammeln und schliesslich das stärkste in die Eizelle eindringt.
  • Sollte eine geringe Qualität des Spermas vorliegen wird die sog. ICSI Methode für die Befruchtung angewandt. Bei diesem Prozess wird ein einzelnes Spermium direkt in die Eizelle injeziert.
  • Wie auch in der Natur:
    1. Lediglich 60% – 70% der gewonnenen Eizellen sind reife Eizellen.
    2. Lediglich 60% – 70% von diesen werden befruchtet.
    3. Nicht alle Embryonen entwickeln sich nochmal

Der Entwicklungsprozess kann bis zu fünf Tage dauern. Das medizinische Team beurteilt die Merkmale der Embryonalentwicklung und berät gemeinsam mit den Patienten ob ein oder zwei Embryonen eingesetzt werden, um die bestmögliche Schwangerschaftsrate zu erreichen.

Was sind die Vorteile?

    • Die natürliche Selektion entscheidet darüber welche Embryonen als stärkste aus dem Entwicklungsprozess hervorgehen.
    • Sie erlaubt darüber zu entschieden ob Embryonen für weitere zukünftige Behandlungen eingefroren werden können oder nicht. Dies würde den langwierigen Prozess der Stimmulation, der Punktion der Eizellen und die Entwicklungsphase der Embryonen ersparen und ermöglicht es nach einem nicht erfolgreichem ersten Versuch die verbleibenden eingefrorenen Embryonen für einen 2. Versuch oder für den Wunsch nach einem weiteren Kind zu verwenden.
  • Nach 18 Stunden können die ersten Anzeichen einer befruchten Eizellen festgestellt werden.
  • Das Progesteron wird verschrieben und verabreicht um die Gebärmutterschleimhaut für die Einnistung der Embryonen vorzubereiten.
  • 48 Stunden später, am 3. Tag der Embryonalentwicklung besitzen die Embryonen zwischen 7 und 9 Zellen, abhängig von der Anzahl und ihrer Qualität wird entschieden wann der beste Zeitpunkt für den Transfer gekommen ist.
  • Ab dem 4. Tag werden die Embryonen als sogenannte Blastozysten bezeichnet. Ihre Zellen sind bereits kompaktiert. Der fünfte Tag ist die maximale Zeitspanne, die ein Embryo ausserhalb der Gebärmutter sein kann.
  • Schliesslich ist der langersehnte Moment des Transfers erreicht. Es ist ein schmerzloser Prozess, für den keine Sedierung benötigt wird. Der Gyäkologe verwendet einen feinen Katheter, gleichzeitig führt er eine Ultraschallkontrolle durch.
  • Nach 10 bis 11 Tagen wird ein Bluttest durchgeführt, um den Erfolg der Behandlung zu bestätigen. Dies wird anhand der Präsenz des B-HCG gesehen. Der Wert des Hormons gibt Auskunft über den Erfolg der Behandlung, wie auch über die Möglichkeit einer Zwillingsschwangerschaft.
  • Schwangerschaften und zukünftige Kinder, welche aus Behandlungen der reproduktiven Medizin entstammen, entwickeln sich normal und auf die gleiche Weise wie auch natürliche Schwangerschaften.

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