Die Entscheidung an welchem Tag der Embryotransfer stattfinden soll, ist seit langem ein umstrittenes Thema, dass noch immer viele Zweifel birgt.

Im Grunde ist die Embryokultur ein Auswahlprozess. Während dieser Phase wird die Entwicklung der Embryonen beurteilt und überprüft, welcher von ihnen ein besseres Einnistungs-Potential aufweist.

Bei einer geringen Anzahl von Embryonen mit guter Qualität, ist die Auswahl bereits in der frühen Phase am 2. oder 3. Tag abgeschlossen, so dass der Transfer stattfinden kann.

Ein weiteres Szenario das wir antreffen können, ist, dass am 3. Tag mehr als drei Embryonen von sehr guter Qualität übrig sind. Wenn der Transfer zu diesem Zeitpunkt durchgeführt wird, erfolgt die Auswahl nach dem Zufallsprinzip und es könnten Embryonen ausgewählt werden, die sich später nicht weiterentwickeln. Aber warum blockieren sich bestimmte Embryonen?

Am 2. und 3. Tag durchläuft der Embryo seine erste Teilung. In dieser Phase hängt die Entwicklung des Embryos von der Qualität der Eizellen ab, da er mit der Genexpression erst etwas später beginnt. Ab dem 3. Tag ist der Embryo eine eigene Einheit und kann sich bis zum Blastozystenstadium weiterentwickeln oder sich in dieser Phase blockieren. In diesen Fällen ermöglicht das Warten bis zum 5. Tag eine natürliche Selektion mit höherer Einnistungs-Fähigkeit.

Ist es möglich das Embryonen, die länger in der Kultur aufbewahrt werden sich eher blockieren da sie nicht eher in die Gebärmutter gesetzt wurden?

Dies ist eine der größten Befürchtungen und hängt weitgehend vom jeweiligen IVF-Labor ab. Im Instituto Bernabeu verfügen wir über eine umfangreiche Erfahrung in der Durchführung der langen Embryokultur und die Methoden, sowie die Kombination der Kulturmedien ermöglichen in ca. 60% der Behandlungen die Blastozystenbildung und bei der Eizellspende sogar ca. 70%. Durch die Verlängerung der Embryokultur bis zum 5. Tag vermeiden wir die Transfers die sich am 3. Tag möglicher Weise blockiert hätten um die ersehnte Schwangerschaft zu erreichen.Instituto Bernabeu

Desweitern ermöglicht der Transfer am 5. Tag einen weiteren Vorteil – die Synchronisation zwischen Embryo und Gebärmutterschleimhaut. Da die Voraussetzungen für die Einnistung sehr begrenzt sind, müssen das embryonale Stadium und die Empfänglichkeit des Endometriums bestmöglich auf einander abgestimmt werden, um die Einnistung des Embryos zu verbessern.

Eine weitere Unsicherheit ist die Überlebensrate der Blastozysten, die kryokonserviert wurden. Dank der modernen Techniken der Vitrifizierung (Einfrieren) steigt die Überlebensrate der Blastozysten auf 95%. Eine ähnliche Rate trifft auch bei anderen Embryostadien zu.

In Bezug auf die Embryobiopsie, bestehen einige Vorteile sie am 5. Tag gegenüber Tag 3 durchzuführen. Zunächst werden Biopsien lediglich bei Embryonen durchgeführt, die das Blastozystenstadium erreichen. Zweitens werden Zellen des Trophektoderms entnommen, um mehr Zellen zu erhalten, ohne dabei die Lebensfähigkeit des Embryos zu gefährden. Am 3. Tag kann eine einzige Zelle oder höchstens zwei entnommen werden, während am 5. Tag 4 oder 5 Zellen entnommen werden können, was eine größere Menge an genetischem Material ist und somit die Zuverlässigkeit der Diagnose erhöht.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Embryokultur bis zum 5. Tag ist ein komplexer Prozess ist, der die Auswahl von Embryonen verbessern soll die am Ende in die Gebärmutter übertragen werden können. Dabei sollte die Anzahl der Embryonen reduziert werden um mögliche Zwillingsschwangerschaften zu vermeiden um eine gesunde Schwangerschaft zu bedingen. Es gibt Fälle in denen die natürliche Selektion bereits am dritten Tag vollendet ist und der Transfer stattfinden kann, was eine sinnvolle Alternative darstellt.

Für uns ist die individuelle Gestaltung der Behandlung der Schlüssel zu unserem gemeinsamen Ziel, ein gesundes Kind zu bekommen.

Dr. Dori Rodriguez, Biologin im Instituto Bernabeu

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Vor- und Nachteile des Embryotransfers am 3. oder 5. Tag.
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