Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO), weisen heutzutage 10-15% der Paare Fruchtbarkeitsprobleme auf, und in 30-35% der Fälle ist die Ursache die Unfruchtbarkeit beim Mann. Die Verbesserung der Samenqualität ist daher eine der wichtigsten Sorgen von Paaren mit Reproduktionsproblemen.

Tabak und Samenqualität 0

Die niedrige Samenqualität kann auf hormonelle oder genetische Störungen zurückzuführen zu sein, doch meistens sind die Ursachen multifaktoriell und unbekannt. Zu den vielen Faktoren, die sich negativ auf die Samenqualität auswirken, gehören pathologische Zustände wie Kryptorchismus, Varikozele, Entzündungsprozesse, Infektionen des Genitaltrakts, Krebs, Fieberanfälle oder Stress, sowie toxische Faktoren wie Umweltverschmutzung oder Tabakkonsum.

Eine der Substanzen, die sich negativ auf die Spermatogenese auswirken können, und die heute am meisten sorgen bereiten, ist der Tabak. Ungefähr 37% der Männer im zeugungsfähigen Alter sind Raucher, wobei Europa laut der WHO eine der wichtigsten Regionen beim Tabakkonsum ist. Die Giftstoffe, die der Tabak enthält, können die Entwicklung und die Funktionsweise der Spermien beeinträchtigen, und wirken sich negativ auf die Samenparameter aus. Daher wurde in den letzten Jahren viel über die Wirkung dieses Giftes auf die Reproduktionsfähigkeit, und besonders auf die Samenqualität beim Mann geforscht.

In einer Untersuchung, die kürzlich in einer bedeutenden internationalen Zeitschrift veröffentlicht wurde (Sharma et al., 2016), wurde eine umfangreiche Überprüfung durchgeführt, um festzustellen, ob der Konsum von Zigaretten die Samenparameter beeinträchtigt. Es wurden 20 Arbeiten mit insgesamt 5865 Teilnehmern überprüft. Der Tabakkonsum wurde mit einer Abnahme der Spermienzahl, geringerer Motilität und Morphologie assoziiert, und es wurde beobachtet, dass diese Faktoren bei höherem Zigarettenkonsum höher waren, womit die negative Wirkung des Tabaks auf die konventionellen Samenparameter bestätigt wurde.

Auch wenn die genauen Mechanismen, durch die Tabak die Qualität der männlichen Gameten schädigt, noch nicht bekannt sind, so wurde dessen Konsum bei Männern mit Störungen bei den Hormonspiegeln, etwa beim Estron und beim Estradiol, assoziiert. Die Bestandteile des Tabaks verringern nicht nur die Konzentration und Motilität der Spermien, sondern bewirken nach jüngsten Untersuchungen auch eine Erhöhung der DNA-Fragmentierung Im Spermienkopf. Die Erhöhung der Brücke bei der Spermien-DNA kann eine negative Auswirkung auf die Ergebnisse der Techniken der künstlichen Befruchtung haben. Es gibt Untersuchungen, die ihn mit einer Abnahme der Befruchtungs- und Implantationsraten assoziieren, sowie mit einer Zunahme der Raten bei der embryonalen Blockade und bei den Fehlgeburten.

Außerdem wurde nachgewiesen, dass bei männlichen Rauchern die Konzentration von freien Radikalen (oxidativer Stress) in Geweben wie den Hoden zunimmt, was sich wiederum auf eine höhere DNA-Fragmentierung der Spermien und auch einen häufigeren Zelltod auswirken kann.

Unter Berücksichtigung dieser Faktoren trägt die Vermeidung von Giftstoffen wie dem Tabak zur Verbesserung der Samenqualität und außerdem zweifellos zu einem besseren Gesundheitszustand bei.

Frau Dr. Ruth Morales, Biologin am Instituto Bernabeu.

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