Eine kürzlich erschienene Nachricht hat die Alarmglocken bezüglich der Sicherheitsverfahren in den Labors für In-vitro-Fertilisation (IVF) klingeln lassen Diesmal erforscht ein Krankenhaus in Utrecht 26 mögliche Verwechslungen bei der Besamung mit Samenproben von unterschiedlichen Patienten. Man sagt, irren sei menschlich, doch wenn wir Gameten und Embryonen handhaben, muss die Fehlerquote bei null liegen.

Diese Art von Nachrichten führen dazu, dass die Patienten Angst haben, da sie die Sicherheitsmaßnahmen nicht kennen, die die IVF-Labors aufweisen. Diese Angst kann Misstrauen gegenüber der Klinik oder deren Fachkräfte auslösen. Und wenn die Behandlungen der künstlichen Befruchtung an sich schon Stress erzeugen, dann führen diese Nachrichten zu noch mehr Stress und Beklemmung.

Am Instituto Bernabeu wissen wir, dass die Beziehung zwischen dem Paar und dem Zentrum auf absolutem Vertrauen beruhen muss, und dies setzt voraus, dass alle Verfahren, die in der Klinik durchgeführt werden, die korrekte Rückverfolgbarkeit zur Vermeidung jedes Fehlers haben.

Seit kurzem arbeiten wir im IVF-Labor mit Radiofrequenzsystemen zur Identifizierung der weiblichen und männlichen Gameten sowie der Embryonen, die aus diesen entstehen. Die bei jedem Patienten entnommenen Proben werden mit einem Mikrochip mit einem Barcode zur Identifizierung versehen, weshalb das gesamte Material bis zum Zeitpunkt des Embryonentransfers und/oder der Vitrifizierung jederzeit identifiziert werden kann.

Trotzdem macht die Infrastruktur und der Betrieb der Labors häufig die Verwendung dieser Vorrichtungen sehr schwierig, weshalb wir am Instituto Bernabeu auf das Sicherheitssystem par excellence zurückgreifen, nämlich den doppelten Check-up. Dieses System besteht darin, dass jedes kritische Verfahren des Zyklus immer von zwei Fachkräften ausgeführt wird. Einer davon kümmert sich um das Laborverfahren, und der andere überwacht dies, um die Rückverfolgbarkeit zu gewährleisten. Ab der Entnahme der Samenprobe einschließlich Etikettierung, Befähigung, Wiedergewinnung der Eizelle, Besamung, Mikroinjektion und Transfer, sowie bei allen Prozessen der Kryokonservierung (Einfrieren und Auftauen), garantiert uns der doppelte Check-up, dass keine Identifikationsfehler begangen werden.

Dr. Jorge Ten, Leiter der Abteilung Reproduktionsbiologie am Instituto Bernabeu

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Sicherheit im Labor für In-vitro-Fertilisation (IVF) zur Vermeidung von Fehlern
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