01Derzeit ist die Eizellspende wahrscheinlich eine der gefragtesten Techniken in den Fertilitätszentren, insbesondere aufgrund des immer höher werdenden Alters der Patientinnen. Die freiwillige Teilnahme der Spenderinnen ist ausschlaggebend, jedoch müssen sich diese einem sorgfältigen Bewertungsverfahren unterziehen, um unbefriedigende Ergebnisse zu vermeiden (Ziel ist die Geburt eines gesunden Kindes, bei dem sowohl die Spenderin als auch die werdenden Eltern unbeschadet bleiben).

In einer in unserem Zentrum kürzlich durchgeführten und auf dem Kongress der „British Fertility Society“ vorgestellten Studie, wurden die Hauptursachen der Ablehnung aus unserem Programm bei 560 potenziellen Eizellspenderinnen evaluiert.

146 Kandidatinnen (26,1%) wurden nach der ersten persönlichen und psychologischen Bewertung ausgemustert. Von den 414 verbleibenden Kandidatinnen, erwiesen sich 46 (11,1%) nach der ärztlichen Untersuchung als nicht geeignet. 368 Patientinnen setzten die Untersuchung fort, davon wurden 65 (17,6%) Kandidatinnen aufgrund chromosomischer und genetischer Ursachen ausgemustert, während bei drei Kandidatinnen (0,8%) die Serologie der Grund war.

Demzufolge, haben nach Anwendung unseres Protokolls nur 300 von 560 Kandidatinnen (53,6%) unser Auswahlverfahren komplettiert, welches auf seine Seriosität zurückzuführen ist.

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Bis heute trägt diese Studie zu einer sehr strikten Kontrolle bei der Auswahl der möglichen Eizellspenderinnen bei.

Um die höchste Tauglichkeit und Sicherheit des Verfahrens gewährleisten zu können, wird im Instituto Bernabeu eine strikte und gründliche Untersuchung der Kandidatinnen für die Eizellspende durchgeführt. Diese beinhalteteine psychologische, eine klinische sowie eine genetische Bewertung, und zwar:

  • Psychologische Bewertung: diese wird von einer Psychologin der Klinik durchgeführt. Die Bewertung beinhaltet ein persönliches Gespräch sowie die Verwendung unseres Fragebogens zur psychologischen Bewertung EMAE, um die Persönlichkeit der Kandidatin beurteilen zu können.
  • Bewertung der persönlichen und familiären Krankheitsgeschichte: diese wird von einem auf Fertilität spezialisierten Gynäkologen durchgeführt. Ebenso wird eine körperliche sowie gynäkologische Untersuchung durchgeführt, um den allgemeinen Gesundheitszustand der Kandidatin gewährleisten und das Vorliegen einer gynäkologischen Pathologie ausschließen zu können.
  • Chromosomatische und genetische Studien, um das mögliche Vorhandensein von Erbkrankheiten, die in diesem geografischen Gebiet am häufigsten vorkommen und auf Nachkommen übertragen werden könnten, auszuschließen: Karyotyp (einschließlich chromosomischer Polymorphismen, die mit einem erhöhten Risiko der Abtreibung verbunden sind), Screening der Mukoviszidose, des Fragilen X-Syndroms sowie eine genetische Studie der Thalassämie. Die für genetische Studien erhaltene DNA wird außerdem in einer Biobank eingelagert, sollte diese zukünftig benötigt werden.
  • Allgemeine Analyse: Blutgruppe und Rh-Faktor, Serologie der Syphilis, Serologie der Hepatitis B und Hepatitis C, HIV-Serologie und Gerinnungstests.
  • Studie zum Zytomegalievirus (ZMV).

 Jaime Guerrero, Biologe im Instituto Bernabeu.

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