Die In-vitro-Fertilisation ist die meist verbreitete Behandlung in der Reproduktionsmedizin, und da die zu lösenden Probleme häufig komplex sind, wird nicht immer das erhoffte Ergebnis erzielt.

In den letzten Jahrzehnten haben sich die möglichen Risiken, die mit einer In-vitro-Fertilisation (IVF) verbunden sind, erheblich verringert.

Doch welches sind die Komplikationen, die auftreten können?

  1. Die Behandlung nicht mit dem Transfer von Embryonen abschließen zu können, und zwar aus verschiedenen Gründen:
  • Geringe oder keine Reaktion der Eierstöcke auf die Hormonstimulation.
  • Anomalien der Eizellen und/oder der Spermien, die zu einer ausbleibenden Befruchtung oder zu Embryonen von geringer Qualität führen, die nicht für den Transfer in die Gebärmutter geeignet sind.
  1. Die Doppel- oder Mehrfachschwangerschaft. Zum Glück eine immer seltenere Situation in Kliniken, die über die Technologie und die Ressourcen für eine optimale Auswahl des geeigneten Embryos für das Erzielen der Schwangerschaft verfügen. So bietet ein Embryo von hoher Qualität mehr Erfolgsmöglichkeiten als der Transfer von zwei oder drei Embryonen, die weniger lange oder unter nicht optimalen Bedingungen kultiviert wurden.

Alle Paare müssen darüber informiert werden, dass eine Doppelschwangerschaft als Hochrisikoschwangerschaft, betrachtet werden muss, sowohl aus Sicht der Mutter als auch aus der des Fötus, und ohne zu vergessen, dass das gemeinsame Ziel die Geburt eines gesunden Kindes ist, das unter den best möglichen Bedingungen ausgetragen wird.

  1. Drittens das ovarielle Hyperstimulationssyndrom (OHSS): Dies ist eine Komplikation auf Grund einer übertriebenen Reaktion der Eierstöcke auf die ovarielle Hormonstimulation. War dies früher eine relativ häufige Komplikation, ist deren Vorkommen heute eher die AUSNAHME, wegen der Anwendung von modernen Protokollen, die deren Auftreten praktisch zu 100% verhindern.
  2. Eine vierte Möglichkeit sind die Komplikationen bei der Entnahme der Eizellen: Sie sind sehr selten und äußern sich durch Blutungen, Infektionen oder die unbeabsichtigte Punktion von benachbarten Organen. Insgesamt treten sie bei weniger als einem von 500 Eingriffen auf.
  3. Als Letztes sprechen wir von den emotionalen Störungen. Man muss sich die große emotionale Belastung der Patientinnen vor Augen führen, die diese Behandlungen suchen, und deren Hoffnungen enttäuscht werden können. Daher muss ein Zentrum für Reproduktionsmedizin, das sich für seine Exzellenz rühmt, seinen Patientinnen eine psychologische Beratung und Unterstützung bieten.

Dr. Rafael BernabeuMedizinischer Leiter des Instituto Bernabeu

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In-vitro-Fertilisation (IVF): Welches sind die Komplikationen, die auftreten können?
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