Erhöht die ovarielle Stimulation bei der In-vitro-Fertilisation das Risiko für gynäkologischen Krebs? 0

Ein Grund zur Sorge bei Frauen, die sich einer In-vitro-Fertilisation unterziehen, ist gewöhnlich das hypothetische Risiko für gynäkologischen Krebs durch die benötigte Hormonstimulation.

Seit den Anfängen der In-vitro-Fertilisation wurden verschiedene Untersuchungen veröffentlicht, in denen nachgewiesen wurde, dass kein höheres Risiko für Brust-, Eierstock-, Endometrium- und Gebärmutterhalskrebs besteht

Die Ausnahme war eine einzelne Arbeit, die vor über einem Jahrzehnt erschien und wegen ihres Aufbaus kritisiert wurde, in der eine mögliche Beziehung zwischen einem bestimmten Typ von Eierstockkrebs und dem Clomifen angedeutet wird, einem Medikament, das seit über 50 Jahren für die Stimulierung des Eisprungs verwendet wird.

Diese mögliche Verbindung wurde in späteren Untersuchungen nicht bestätigt.

In der angesehenen Zeitschrift RBMOnline wurde eine systematische Revision und eine Metaanalyse, d.h. eine Studie, die alle Informationen aus unterschiedlichen Untersuchungen zusammenfasst, mit dem Titel: “Does ovarian stimulation for IVF increase gynaecological cancer risk? A systematic review and meta-analysis” veröffentlicht.

Die Arbeit bezieht sich auf 178.396 Frauen, die sich einer In-vitro-Fertilisation unterzogen. 10 Studien, die das Risiko für Eierstock- (167.640 Frauen) und Brustkrebs (151.702 Frauen) untersuchten, und 6 Studien zur Analyse von Endometrium- (116.672 Frauen) und Gebärmutterhalskrebs (114.799 Frauen).

Die Metaanalyse fand keine Verbindung zwischen der ovariellen Stimulation für die In-vitro-Fertilisation und dem Anstieg des Risikos für Brust-, Eierstock-, Endometrium- und Gebärmutterhalskrebs, auch nicht für hormonabhängige Tumoren.

Dies ist die Arbeit mit der höchsten Anzahl an Fällen, die bisher veröffentlicht wurde, und sie bestätigt, ebenso wie die vorangehenden Arbeiten, die Sicherheit und die Abwesenheit eines höheren Risikos für gynäkologischen Krebs bei Patientinnen, die sich einer IVF unterzogen.

Dr. Rafael Bernabeu, Medizinischer Leiter des Instituto Bernabeu.

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