Die Auswirkungen von Cannabis auf den Samen 0In dem heutigen Beitrag möchten wir die Schlussfolgerungen erläutern, die aus einer Forschungslinie gezogen wurde, welche unsere Abteilung für Biologie am Instituto Bernabeu in Alicante zusammen mit dem Fachbereich Biotechnologie an der Universidad Alicante durchgeführt hat, und die den Preis de Forschung ICIRA erhielt. In dieser Studie wurden die Auswirkungen von Cannabinoiden (aus Marihuana abgeleiteten Substanzen), und auch von Substanzen, die unser eigener Organismus produziert (Endocannabinoide), auf die Fruchtbarkeit des Mannes untersucht.

Bei der Forschungsarbeit wurde nicht nur mit der Lokalisierung und Verteilung besagter Rezeptoren im menschlichen Spermium vorgenommen, sondern es wurden auch erhebliche Änderungen im Verhalten und in der Funktion dieser Zellen unter dem Einfluss von Cannabinoiden festgestellt.

Gemäß den erzielten Daten haben Cannabinoide erhebliche Auswirkungen auf die Bewegung des Spermiums, was seine progressive Motilität senkt und den Anteil der unbeweglichen, und damit zur Befruchtung der weiblichen Eizelle unfähigen Spermien erhöht. Außerdem rufen sie einen vorzeitigen Anstieg ihrer Akrosomreaktion hervor, einer notwendigen Reaktion, um in die Eizelle einzudringen, wodurch die Befruchtungsfähigkeit des menschlichen Spermiums verringert wird. Schließlich wurde auch eine ausgeprägte und signifikante Verringerung der Lebensfähigkeit der männlichen Keimzelle beobachtet.

Diese Erkenntnisse öffnen neue Perspektiven in der Forschung über die Befruchtungsfähigkeit der männlichen Keimzellen, die es ermöglichen, die komplexen Mechanismen der menschlichen Befruchtung besser kennenzulernen und auch den Einfluss von vielen exogenen Faktoren (Medikamenten, Drogen, endokrine Disruptoren u.a.) auf diese kleine, trotz ihrer scheinbaren Einfachheit so komplexe Zelle festzustellen.

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