COVID-19 Coronavirus und Schwangerschaftsdiabetes - Instituto Bernabeu

Wie schon bekannt, wurde die vorsorgliche Isolierung schwangerer Frauen nur allein auf Grund der Tatsache, dass diese schwanger sind, in Betracht gezogen.

Frage: Sollte eine schwangere Frau das Haus verlassen und zum Arzt gehen, um den O’Sullivan-Test durchzuführen?

Antwort:  NEIN. 

Frage:  Sollte eine schwangere Frau mit einem positiven O’Sullivan-Test das Haus verlassen und zum Arzt gehen, um einen oralen Glukose-Test durchzuführen?

Antwort:  NEIN

Was ist bei der schwangeren Frau in Bezug auf Schwangerschaftsdiabetes zu tun?

Diagnostische Tests werden zwischen der 24.-28. Schwangerschaftswoche durchgeführt, aber die fetale Bauchspeicheldrüse ist in der Lage, auf eine Hyperglykämie zu reagieren, so dass sie ab der 28.-30. Schwangerschaftswoche regulierend Insulin produziert.  Überschüssiges fetales Insulin ist die Hauptursache für die Probleme des Schwangerschaftsdiabetes.

Aus all diesen Gründen und ohne diesbezüglich spezifische Anweisungen erhalten zu haben, empfehlen wir am Instituto Bernabeu, dass die Patienten die häusliche Isolierung NICHT verlassen, um diese Screening-Tests durchzuführen

Bei Frauen mit HOHEM RISIKO: Prägestationale Adipositas, Familienanamnese mit Diabetes mellitus Typ 2 oder persönliche Anamnese mit Schwangerschaftsdiabetes in früheren Schwangerschaften kann eine Empfehlung für eine gesunde Ernährung aufgestellt werden (Vermeidung von Zucker und schnell resorbierbaren Kohlenhydraten), wobei die Nährstoffe auf „viele wenige“ verteilt werden, d.h. eine kleine häufige Zufuhr (Frühstück-Mittagessen-Snack-Abendessen) durchgeführt wird.  Wenn keine geburtshilfliche Kontraindikation vorliegt, können Sie Übungen hinzufügen. Zu Hause können wir z.B. mit Hilfe von Videos von YouTube o.ä. jeweils etwa 10 Minuten nach den Hauptaufnahmen eine Fitnesseinheit durchführen.

Wenn diese Situation länger andauert und die Schwangeren das 3. Trimester ohne eine Untersuchung auf Schwangerschaftsdiabetes erreichen, sind es die Ultraschalldaten, die uns zur Diagnose führen werden.  Eine fetale Makrosomie mit disharmonischem Wachstum (Vorherrschen des Wachstums des Bauchumfangs gegenüber anderen Parametern wie Femurlänge oder biparietalem Durchmesser) und erhöhter AFI (Polyhydramnios), wird uns dazu veranlassen, zusätzlich zur Diät kapillare Glykämiekontrollen zu etablieren, falls wir zu der Behandlung Insulinhinzufügen müssen.

DIESE EMPFEHLUNGEN KÖNNEN JE NACH ENTWICKLUNG DER SITUATION ABGEÄNDERT WERDEN

Dra. Pino Navarro, Leiterin für Endlokrinologie und Nutrition des Instituto Bernabeu.

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