Die Endometriose ist eine häufig vorkommende Krankheit, in den meisten Fällen mit schwieriger Diagnose und stark mit der Unfruchtbarkeit verbunden. Am Instituto Bernabeu sind wir uns dessen bewusst, und daher versuchen wir in der Abteilung für Endometriose, zu einer früheren und treffsichere Diagnose zu gelangen, indem wir die neuesten Errungenschaften anwenden, von den neuartigen biochemischen Markern bis hin zur Untersuchung der echten Bilder, die uns der dreidimensionale Ultraschall bietet.

Und sobald die ersehnte Schwangerschaft erreicht ist, ist die Kontrolle der Schwangeren in diesen Fällen anders?

Vor kurzem wurde in Frankreich ein Forschungsartikel veröffentlicht, um die obstetrischen und perinatalen Ergebnisse bei Schwangerschaften zu überprüfen, die nach Behandlungen der künstlichen Befruchtung bei Frauen erzielt wurden, bei denen zuvor Endometriose diagnostiziert wurde. Dabei wurde nachgewiesen, dass die obstetrischen Komplikationen am häufigsten sind: Blutungen im ersten Quartal, Präeklampsie, Risiko einer Frühgeburt, Beschränkung des intrauterinen Wachstums. Sogar die Zahl der Kaiserschnitte ist höher. All dies hängt zudem mit der Schwere der vorherigen Endometriose zusammen¡.

Wir denken, dass diese Ergebnisse logisch sind und den Erwartungen entsprechen, denn bei vielen Gelegenheiten ist die Dicke der Gebärmutter ebenfalls betroffen: man nennt dies Adenomiose. Es handelt sich um eine Variante der Endometriose, ebenfalls schwierig zu diagnostizieren, doch sehr interessant, denn sie kann die Implantationsfähigkeit des Embryos und die spätere Entwicklung der Plazenta beeinträchtigen. In unserer Abteilung für Endometriose haben wir routinemäßig die dreidimensionale Ultraschall eingeführt, um diese so unbekannte Pathologie zu erforschen, und wir sind in mehreren Forschungslinien aktiv, um die Implantationsfähigkeit der Gebärmutter in Abhängigkeit von der Schwere des Falls festzustellen.

In der Abteilung für Schwangerschaft des Instituto Bernabeu kennt man diese Situation gut und bietet eine individualisierte und angemessene Kontrolle bei Schwangerschaften an, die nach Behandlungen der künstlichen Befruchtung erzielt wurden, und konkret bei diesen von Endometriose betroffenen Frauen. Viele von ihnen leiden bereits an einer emotionalen Überlastung, nach Jahren mit dieser Krankheit, mit einer immer unangenehmen Symptomatologie, mit fruchtlosen Behandlungen und teilweise sogar mit vorangehenden chirurgischen Eingriffen.

Nach Erreichen der Schwangerschaft muss diese daher als Hochrisiko-Schwangerschaft angesehen werden, die regelmäßigere und genauere Kontrollen durch spezialisiertes Personal erfordert, und versucht werden, die möglichen Komplikationen im Voraus zu erfahren, auf die sich der erwähnte Artikel bezieht.

Dr. Francisco Sellers, Leiter der Abteilung Schwangerschaftsmedizin am Instituto Bernabeu

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