Künstliche Befruchtung
Ist eine einfache Art der assistierten Reproduktion, um eine Schwangerschaft zu erreichen, ambulant, schmerzfrei mit einer Behandlung und Ärztlicher Kontrolle die ihren Alltag nicht unterbricht
Was ist eine künstliche Befruchtung?
Die Insemination ist eine assistierte Reproduktion Technik, wobei die Spermien in die Gebärmutter der Frau platziert werden. Die intrauterinäre eheliche Inseminierung ist eine bei verschiedenen Fortpflanzungsstörungen häufig verwendete Technik. Sie ist nicht mit der In Vitro Befruchtung (IVF) zu verwechseln, denn die Insemination versucht die Befruchtung auf natürlichem Wege in den Eileitern zu erzielen. Bei dieser Technik kann auf eine Nachruhphase verzichtet werden und die Patientin kann den gewohnten täglichen Aktivitäten.
Arten und Indikationen der künstlichen Insemination:

Insemination mit Spendersamen für Frauen ohne Partner
Die künstliche Insemination ist für Frauen indiziert, die ihre Solo-Mutterschaft leben möchten und über einen guten allgemeinen Gesundheitszustand, ein angemessenes Fortpflanzungsalter sowie eine ausreichende Ovarialreserve verfügen. Andernfalls wären die Erfolgsraten dieser Technik geringer, und die medizinische Indikation würde zu einer in Vitro Befruchtung (IVF) mit Spendersamen raten, um die Chancen auf eine Schwangerschaft zu optimieren. In der ersten ärztlichen Beratung werden Sie zu der für Ihren speziellen Fall am besten geeigneten Technik beraten.
Künstliche Insemination mit Spendersamen für lesbische Frauen
Die künstliche Insemination bei Frauenpaaren ist indiziert, wenn die Patientin, die das Kind austragen wird, angemessene reproduktive Bedingungen aufweist, wie ein Alter und eine Ovarialreserve, die mit dem Erreichen einer Schwangerschaft vereinbar sind. Andernfalls wird die Technik der künstlichen Insemination mit Spendersamen keine günstigen Ergebnisse liefern, und die in Vitro Befruchtung (IVF)
oder die ROPA-Methode wären die geeigneteren Techniken.


Insemination mit Spendersamen für heterosexuelle Paare
- Bei schweren Veränderungen der Samenqualität.
- Bei Versagen früherer Behandlungen von anderen Techniken der assistierten Reproduktion ( in Vitro Befruchtung (IVF)
mit intrazytoplasmatischer Spermieninjektion oder ICSI) aufgrund eines sehr schweren männlichen Faktors. - Bei genetischen Erkrankungen des Mannes, bei denen andere Behandlungen wie die Präimplantationsdiagnostik (PID) fehlgeschlagen sind oder von den Patienten aus persönlichen Gründen nicht akzeptiert werden.
- Sexuell übertragbare Krankheiten mit wiederholt positiven Samenwaschungen für Infektionskrankheiten wie Hepatitis B, Hepatitis C, Syphilis oder AIDS.
Insemination mit dem Samen des Ehepartners
Die ideale Situation ist bei Frauen bis zu 38 Jahren mit normaler oder akzeptabler Ovarialreserve, durchlässigen Eileitern, normaler Samenqualität oder mit leicht bis mäßig veränderter Samenqualität und einer Dauer des Kinderwunsches von weniger als 3 Jahren.

WELCHE TESTS SIND VOR BEGINN EINER INSEMINATION DURCHZUFÜHREN?
Wir beginnen mit der Erfassung und Untersuchung aller Daten der persönlichen und familiären Krankengeschichte der Patienten.
Bei der Frau führen wir durch:
- Vollständige gynäkologische Untersuchung.
- Tests zur Bestimmung der Ovarialreserve: Vaginaler Ultraschall zur Zählung der Anzahl der Follikel in den ersten Tagen des Ovarialzyklus (2. oder 3. Tag nach Beginn der Periode).
- Es wird geschätzt, dass ein Rechenwert zwischen 6-12 Follikeln zu Beginn des Zyklus normal ist. Die Anzahl der Follikel nimmt mit zunehmendem Alter der Frau physiologisch ab.
- Analyse von Hormonen im Zusammenhang mit der Ovarialfunktion (AMH, FSH, LH, E2) und anderen, wie etwa denen im Zusammenhang mit der Schilddrüsenfunktion.
- Tests zur Bestimmung der Durchgängigkeit der Eileiter (nicht in allen Fällen): Hysterosalpingographie (HSG) oder Hysterosonographie (Vaginalultraschall unter Instillation von physiologischer Kochsalzlösung in die Gebärmutter).
- Weitere Beurteilungen wie: Messung von Gewicht, Größe und Blutdruck.
Beim Mann:
WIE WIRD DIE KÜNSTLICHE INSEMINATION DURCHGEFÜHRT?

1. OVOZYTEN-VORBEREITUNG
In der Regel wird am dritten Tag des Zyklus mit einer kontrollierten Ovarialstimulation begonnen, indem Hormone verabreicht werden, die das Wachstum der Follikel im Eierstock stimulieren, stets nach einem personalisierten Protokoll für jeden Fall. Diese Stimulation wird durch die Durchführung von 3 Ultraschalluntersuchungen über einen Zeitraum von etwa 8-10 Tagen überwacht, bis eine angemessene Reaktion der Eierstöcke erreicht ist.
Anschließend wird der Eisprung durch die Injektion des Hormons hCG ausgelöst, wenn per Ultraschall das Vorhandensein eines Follikels von 18-20 mm festgestellt wird. Tag und Uhrzeit der Insemination werden festgelegt, in der Regel innerhalb von 36 Stunden nach der Verabreichung von hCG.
2. VORBEREITUNG DES SPERMAS
Vor der Insemination wird die Samenprobe vorbereitet:
- SAMENPROBE DES MÄNNLICHEN PARTNERS: Etwa 2-3 Stunden vorher hat der Partner eine Samenprobe abgegeben, die im Labor aufbereitet wird, um die Samenqualität zu optimieren.
- PROBE VON SAMENSPENDERN: In den Fällen einer Insemination mit gespendetem Samen wird die für jede Frau ausgewählte Probe unter Berücksichtigung der Blutgruppe und des Rhesusfaktors sowie der physischen Merkmale der Frau (Phänotyp) aufgetaut.
Es ist wichtig zu betonen, dass die Spende in Spanien anonym ist, was bedeutet, dass die Patientin oder die Patienten in keinem Fall den Spender selbst auswählen können.
3. INSEMINATION
Es ist eine einfache Technik, die in der ambulanten Sprechstunde durchgeführt wird. Sie erfordert keine Anästhesie, Analgetika oder die vorherige Einnahme von Anxiolytika und ist nicht schmerzhaft.
Sie ist praktisch vergleichbar mit einer gynäkologischen Routineuntersuchung:
- Einsetzen des Spekulums zur Visualisierung des Muttermundes.
- Reinigung des Zervixschleims.
- Einführen der Kanüle, die mit den Spermien in einem spezifischen Medium gefüllt ist, durch den äußeren Muttermund (OCE).
- Insemination der aufbereiteten Spermien.
- Anschließend bleibt die Patientin einige Minuten (zwischen 10-15′) liegen.

4. SCHWANGERSCHAFTSKONTROLLE
Um den Erfolg der Behandlung zu prüfen, wird nach 15 Tagen ein Schwangerschaftstest im Urin oder Blut durchgeführt, falls die Frau in dieser Zeit keine Regelblutung bekommt.
Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeitsrate einer Schwangerschaft
Statistisch gesehen beträgt die Wahrscheinlichkeit, oder Rate von Schwangerschaften 15% nach einer Besamung mit dem Partner. In Befruchtung mit Spendersamen liegt die Rate etwas höher, 20-25%.
Dies bedeutet, ein Patient hätte die Aussicht einer Wahrscheinlichkeit von 45% in 3 Zyklen bei einer Sperma-Befruchtung mit dem Ehepartner und einer höheren bei der Besamungen mit Spendersamen. An dieser Stelle ist es wichtig, daran zu erinnern, dass es entscheidend ist die adäquaten Untersuchung und Diagnose zu erstellen um herauszufinden welche Patienten dafür geeignet sind.
Die Schwangerschaftsrate ist genau die gleiche in den ersten 3-4 Besamungen, jede weitere verringert die Aussicht auf Erfolg, es nicht ratsam es auf mehr als 3 oder 4 Versuchen zu erweitern. Früher waren es 6 Zyklen bevor dem Patienten eine andere assistierte Reproduktion Behandlungen vorgeschlagen wurde, im konkretem zur in Vitro Befruchtung (IVF). Heute hat sich das geändert und auf höchstens 4 Versuchen begrenzt.
| Positiver test akkumuliert 3 Zyklen bei einer Sperma-Befruchtung mit dem Ehepartner | 45% |