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Das Instituto Bernabeu erforscht, ob es eine Zunahme der Zwillingsschwangerschaften nach Durchführung einer Biopsie beim Embryo gibt

09-01-2019

Das Instituto Bernabeu erforscht, ob es eine Zunahme der Zwillingsschwangerschaften nach Durchführung einer Biopsie beim Embryo gibt

Ein Team von Gynäkologen, Embryologen, Molekularbiologen und Biologen des Instituto Bernabeu hat eine Forschungsarbeit erstellt, die überprüfen soll, ob nach Durchführung einer Embryonenbiopsie in der Phase der Blastozyste (Tag 5 oder 6 der Entwicklung) häufiger monozygotische Zwillingsschwangerschaften nach dem Transfer auftreten. Diese Zwillinge entstehen aus einer einzigen Eizelle oder aus einem einzigen Spermium und teilen sich die gleiche genetische Last. Dabei handelt es sich um Schwangerschaften, die mit verschiedenen perinatalen Komplikationen assoziiert werden.

Verschiedene Untersuchungen haben gezeigt, dass die Anwendung von Techniken der künstlichen Befruchtung wie der Manipulation von Gameten, insbesondere der Eizelle, der intrazytoplasmatischen Mikroinjektion von Spermien (ICSI), des assistierten Schlüpfens oder der frühen Biopsie des Embryos zu einem häufigeren Auftreten von monozygotischen Zwillingsschwangerschaften führt. Es gab jedoch keine Untersuchungen über diese Schwangerschaften nach Embryonenbiopsie im Stadium der Blastozyste.

In seinen Schlussfolgerungen betont das Forschungsteam des Instituto Bernabeu, dass das Risiko einer monozygotischen Zwillingsschwangerschaft doppelt so hoch in den Zyklen ist, in denen Blastozysten biopsiert werden, und weisen darauf hin, dass für deren Durchführung die Kultur von Blastozysten verschiedene Risikofaktoren aufweist, damit die Teilung erfolgt, die zu den identischen Zwillingen führt.

Hierfür wurden die Ergebnisse von monozygotischen Zwillingsschwangerschaften in zwei Studiengruppen verglichen, einerseits die Schwangerschaften, die sich aus biopsierten Embryonen ergeben, und andererseits die Schwangerschaften bei nicht biopsierten Embryonen. Diese Untersuchung erfordert wiederum noch mehr Forschungen, um die vorgefundenen Unterschiede zu bestätigen.

Die Untersuchung wurde auf dem I. Nationalen Kongress der Spanischen Gesellschaft für Unfruchtbarkeit und Sterilität (SEISEGO) vorgestellt, der im vergangenen November im Rahmen des Kongresses der Spanischen Gesellschaft für Gynäkologie und Obstetrik (SEGO) in Valladolid abgehalten wurde.

Incidencia de gestaciones gemelares monocigóticas tras biopsia embrionaria en estadio de blastocisto. R. Sellers, J. Ten, Á. Llaneza. JA. Ortiz, F. Sellers, R. Bernabeu. Comunicación oral

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