Dr. Rafael Bernabeu weist auf dem Kongress der Gesellschaft für Obstetrik und Gynäkologie auf die Wichtigkeit der Bewertung der ovariellen Reserve aller Patientinnen hin

  • 12-02-2020

Die ovarielle Reserve einer Frau ist die Anzahl der überlebensfähigen Eizellen, die ihre Eierstöcke zu einem bestimmten Zeitpunkt enthalten, und die die Zahl der Eizellen beeinflusst, welche bei einer Behandlung der In-vitro-Fertilisation erlangt werden können. Im Laufe der Jahre verringert sich die ovarielle Reserve, und daher legt der medizinische Leiter des Instituto Bernabeu, Dr. Rafael Bernabeu, besonderen Wert darauf, dass ihre Bedeutung geschätzt wird, und dass sowohl die Fachleute als auch die Patientinnen selbst dafür sensibilisiert werden, bevor es zu spät ist.

Über den Schlüssel zur Bewertung der ovariellen Reserve bei den Patientinnen sprach Dr. Bernabeu in dem Vortrag “Opportunistische Bewertung der ovariellen Reserve: Sollen wir sie vornehmen? Wer? Wann? Und bei wem?” im Rahmen des XVI. Kongresses der Gesellschaft für Obstetrik und Gynäkologie der Valencianischen Gemeinschaft, der am 6. und 7. Februar in Elda stattfand.

Der Spezialist betont die Zweckmäßigkeit einer Messung der ovariellen Reserve bei allen Patientinnen, wobei die Anamnese der Patientin und Ultraschallbilder nicht fehlen dürfen, ebenso wenig wie die Labortests, die den Anti-Müller-Hormonspiegel (der auf die Anzahl der Eizellen hinweist, die eine Frau zu einem bestimmten Zeitpunkt ihres Lebens generieren kann) und das follikelstimulierende Hormon (das das Wachstum der Eizellen in den Eierstöcken stimuliert) feststellen, sowie weitere ergänzende Tests, etwa den Karyotyptest, den Test auf das Fragile-X-Syndrom und die Genomsequenzierung.

Dr. Bernabeu hebt hervor, dass die biologische Uhr immer weiterläuft und im Laufe der Jahre die Implantationsrate steil abfällt, während sich die Fehlgeburtenrate und die Chromosomenveränderungen der Embryonen erhöhen.

Dr. Rafael Bernabeu

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