Abteilung für Reproduktionsimmunologie am Instituto Bernabeu

Beratung, Diagnostik und Behandlung zur Vermeidung der immunologischen Ablehnung des Embryos

Das Wort Immunität bezieht sich auf den Schutz unseres Körpers gegen infektiöse Anomalien, d.h. unsere Abwehr.

Im menschlichen Körper haben wir zwei Arten von Abwehr: die angeborene Immunität, die bei allen Lebewesen vorhanden ist – sogar bei den Pflanzen – und die erworbene Immunität, die im wesentlichen darin besteht, sich an die Reaktion unserer Abwehr zu erinnern, so dass bei einem erneuten Kontakt mit der gleichen Infektion auf rasche und koordinierte Weise reagiert werden kann.

Eine sehr häufige Frage bei der Fruchtbarkeitsberatung ist: Kann es sein, dass ich meine Embryonen ablehne und daher nicht schwanger werde?

Unsere Gebärmutter verfügt über eine spezifische Immunität, die die Embryonenimplantation ermöglicht, so wie auch das Embryo Moleküle hat, die es als nicht feindlichen Organismus ausweisen, weshalb unsere Abwehr es niemals angreifen würde.

Die Embryonenimplantation setzt voraus, dass sich das Embryo zu irgendeinem Zeitpunkt gegenüber dem System der Immunabwehr der Mutter verbirgt und schützt.

Da das Embryo – ob es nun von eigenen oder von gespendeten Eizellen stammt – immer ein Fremdgewebe für das Immunsystem ist, muss es einen Dialog zwischen beiden geben, um in erster Linie die Nidation und später die Entwicklung des Embryos zu ermöglichen.

Bei einigen Gelegenheiten läuft dieser Prozess der Immuntoleranz nicht korrekt ab, was zu einem Implantationsfehler führt, sowohl nach natürlicher Empfängnis als auch nach IVF oder wiederholten Fehlgeburten.

Wie behandeln wir die immunologischen Probleme im Zusammenhang mit der Fruchtbarkeit?

Je nach Pathologie gibt es verschiedene Behandlungswege, die strikt personalisiert sein müssen, je nach Krankengeschichte und dem Ergebnis der Laboruntersuchungen.

Wie lösen wir sie? IB-Abteilung für Embryo-Immunologie.

Innerhalb der Abteilung für Implantationsfehler des Instituto Bernabeu haben wir eine multidiszplinäre Abteilung geschaffen, in der Dr. Pascual Marco mitarbeitet, Hämatologe und Experte auf diesem Gebiet, gemeinsam mit den Gynäkologen und Embryologen der Abteilung für Reproduktionsimmunologie des Instituto Bernabeu. Diese Abteilung bietet eine präkonzeptionale Bewertung und eine postkonzeptionale Behandlung während der gesamten Schwangerschaft.

Daneben gibt es am Instituto Bernabeu die Abteilung für Hochrisikoschwangerschaft, koordiniert von Dr. Francisco Sellers, die das Ziel verfolgt, eine erfolgreiche Schwangerschaft zu gewährleisten.

Welche Rolle spielt die Immunität bei der Embryonenimplantation?

Erstens, die Entdeckung des Embryos als solches. Das Embryo weist Moleküle namens HLA auf, die in allen Zellen vorhanden sind, doch diese speziellen Moleküle haben nur Embryonen. Wir haben HLA C, G und E im Embryo, und sie werden vom Vater und von der Mutter vererbt. Einige Gruppen sehen die Inkompatibilität zwischen HLA vom väterlichen und mütterlichen Typ C als Ursache für Implantationsfehler und sogar für bestimmte Pathologien der Plazenta wie verzögertes intrauterines Wachstum oder Präeklampsie. Allerdings gibt es in der Realität immer noch viel Kontroversen zu dem Thema, ebenso wie Publikationen mit widersprüchlichen Ergebnissen. Das Fehlen von gut konzipierten Studien mit mehreren Kriterien führt dazu, dass es derzeit noch schwierig ist, die Ursache festzulegen, obwohl die Forschung auf einem viel versprechenden Wege ist.

Zweitens, die Rolle unserer Abwehr bei der Embryonenimplantation. Sie scheint entscheidend zu sein, um die Komplexität der notwendigen Schritte für eine gute Plazentation und Nidation entwickeln zu können. Die am besten vorbereiteten Abwehrkräfte in der Gebärmutter sind die Zellen namens Natural Killer (NK). Die NK helfen dem Embryo dabei, die Blutgefäße der Mutter mit den Blutgefäßen des Embryos zu verbinden, die sich ebenfalls mit deren Hilfe bilden. Falls es zu viele Abwehrkräfte gibt, tritt eine unkoordinierte und wirkungslose Bildung von Gefäßen auf, die zu Frügeburten oder Implantationsfehlern führen kann.

Die anderen Abwehrkräfte, die im gesamten Körper vorhanden sind, sind die T-Helferzellen (LTH), die an die vergangenen Infektionen erinnern, und die an die Abwehrkräfte appellieren, welche die Entzündung hervorrufen, vor allem die LTH vom Typ 1, während diejenigen vom Typ 2 entzündungshemmende Abwehrkräfte produzieren. Wir wissen, dass das Gleichgewicht zwischen TH1 und TH2 wichtig bei der Implantation ist, d.h., wenn TH1 größer als TH2 ist, treten häufiger Fehlgeburten und Implantationsfehler auf.

Wie kann ich es wissen, ob ich einen Immunfaktor habe, der mit meinem Fertilitätsproblem usammenhängt?

In erster Linie raten wir nicht dazu, diese Art von Tests bei Patientinnen durchzuführen, die keinen wiederholten Implantationsfehler haben oder wiederholte Fehlgeburten erleiden, denn der Mangel an konsensfähigen Studien führt dazu, dass die wissenschaftliche Evidenz zu dem Thema bisher wenig zuverlässig ist. Wenn jedoch einer der zuvor genannten Umstände vorliegt, und ein wahrscheinlicherer Ursprung ausgeschlossen wurde, führen wir einen Bluttest durch, um die Immunkapazität unseres Körpers für die Implantation zu bewerten, indem wir die am häufigsten auftretende NK-Population und das Verhältnis zwischen TH1 und TH2 bewerten.

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