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Human Reproduction berichtet über eine Forschungsarbeit des Instituto Bernabeu zum Einfluss der mitochondrialen DNA auf die Ergebnisse der IVF

20-02-2019

Human Reproduction berichtet über eine Forschungsarbeit des Instituto Bernabeu zum Einfluss der mitochondrialen DNA auf die Ergebnisse der IVF

Die wissenschaftliche Zeitschrift Human Reproduction hat eine Forschungsarbeit des Instituto Bernabeu veröffentlicht, die untersucht, ob die Anzahl der Kopien der mitochondrialen DNA (mtDNA) in menschlichen Embryonen die Schwangerschaftsrate beeinflussen kann. Die Klinik ist die erste, die eine umfassende Untersuchung der mtDNA des Embryos im Zusammenhang mit dem Ergebnis der IVF durchführt, wobei die Qualität und die Quantität der mtDNA analysiert werden.

Die Forschungsarbeit untersucht, ob die DNA, die sich in den Mitochondrien befindet – d.h. den Zellorganen, die den größten Teil der Energie für die Zellaktivität liefern –, die Schwangerschaftsrate bei einer Behandlung der In-vitro-Fertilisation (IVF) beeinflussen kann. Bei der Arbeit wurden einige Forschungen berücksichtigt, die einen hohen mtDNA-Spiegel mit geringeren Möglichkeiten der Implantation des Embryos in Verbindung bringen.

Die Forscher am Instituto Bernabeu haben im Laufe eines Jahres mtDNA-Proben von 159 Embryonen (Blastozysten) geprüft, die zu 142 Paaren gehörten, bei denen genetische Präimplantationstests zur Analyse der Chromosomenveränderungen (Aneuploidien) namens PGT-A durchgeführt wurden. Die Embryonen wurden an Tag 5 oder 6 biopsiert und mit Hilfe einer massiven Sequenzierung (NGS) auf Aneuploidien getestet. Alle wurden als euploid ohne Mosaizismus diagnostiziert, ihre mtDNA wurde analysiert und sie wurden transferiert. Das mittlere Mutterschaftsalter lag bei 30,7 Jahren, und 51,56% der Eizellen waren gespendet. Nach der IVF mit PGT-A kam es bei 42% der Embryonen zu einer normalen Schwangerschaft.

Die Forschungsarbeit konnte nachweisen, dass Embryonen mit höherem mtDNA-Spiegel eine geringere Wahrscheinlichkeit aufweisen, zu einer normalen Schwangerschaft zu führen. Und dass Frauen über 40 Jahre zudem höhere mtDNA-SPiegel aufweisen als jüngere Frauen.

Die mtDNA könnte als ein weiteres Werkzeug verwendet werden, das bei der Auswahl von Embryonen mit einer höheren Wahrscheinlichkeit der Geburt eines gesunden Kindes hilft.

 

“Comprehensive mitochondrial DNA analysis and IVF outcome”

B. Lledo 1, J.A. Ortiz, R. Morales, E. García-Hernández, J. Ten, A. Bernabeu, J. Ll. Aparicio, R. Bernabeu

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