In einer Studie am Instituto Bernabeu wird analysiert, ob die ovarielle Stimulation das Risiko von Aneuploidien und Mosaizismus bei Embryonen verändern kann

  • 05-12-2019

Zu bewerten, ob eine Beziehung zwischen dem Prozess der ovariellen Stimulation in den Zyklen der In-vitro-Fertilisation (IVF) und dem Auftreten von Aneuploidien und Mosaizismus bei Embryonen besteht, ist das Ziel der Forschungsarbeit der Abteilung für Genetik und Molekularbiologie am Instituto Bernabeu IBBiotech. Ihre Schlussfolgerungen wurden auf dem Kongress der Vereinigung für das Studium der Reproduktionsbiologie (ASEBIR) vorgestellt, der im Oktober in Cáceres stattfand.

Bei der Forschungsarbeit wurden über 800 an Tag 5 oder 6 biopsierte Blastozysten, die von 280 Paaren in Reproduktionsbehandlung stammten, mit PGT-A, einem genetischen Test der Embryonen, ausgewertet. Die Patientinnen waren Frauen unter 38 Jahren, die an IVF-Zyklen mit eigener Eizelle teilnahmen. Beide Mitglieder des Paares wiesen jeweils einen normalen Karyotyp auf, und bei den Männern gab es weder im FISH-Test noch im DNA-Fragmentierungstest der Spermien Störungen.

Bei der Studie wurden verschiedene Variablen wie das Stimulationsprotokoll oder der Typ des verwendeten Gonadotropins berücksichtigt. Die einzige Variable, bei der eine Vereinigung mit der Aneuploidienrate beim Embryo beobachtet wurde, war die Dauer der ovariellen Stimulation: Patientinnen, die eine längere Stimulation benötigten, wiesen eine geringere Rate an Embryonen mit Chromosomenstörungen auf.

In seinen Schlussfolgerungen erläutert das Forschungsteam, dass diese Information sehr nützlich für die Verringerung des Auftretens von embryonalen Aneuploidien ist. Was wiederum dazu beitragen kann, die Anzahl der IVF-Zyklen zu reduzieren, die aus diesem Grunde scheitern. 

ASEBIR 2019

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