Forschung IB: Das Verhindern von sexuell übertragbaren Krankheiten bei Eizellspenderinnen

  • 15-12-2015

Wir garantieren unseren Patienten gesunde Eizellen von höchster Qualität. Die Spenderkandidaten durchlaufen neben den Standardtests zusätzliche Tests wie Karyotyp, Screening für Mukoviszidose, fragiles X-Syndrom, genetische Untersuchung auf Thalassämien, spinale Muskelatrophie, etc., des Weiteren wird untersucht ob sie Träger von sexuell übertragbaren Krankheiten sind, welche häufig symptomfrei sind aber während einer Behandlung Auswirkungen zeigen können.

Derzeit wird beobachtet, dass es einen deutlichen Anstieg der Prävalenz von sexuell übertragbaren Krankheiten (STI) in der Bevölkerung der entwickelten Länder gibt. Darüber hinaus können einige der Mikroorganismen, die für diese sexuell übertragbaren Krankheiten verantwortlich sind, wie Ureaplasma, Chlamydien, Mykoplasmen und Gonorrhö, zu einer Beeinträchtigung der Fortpflanzungsfähigkeit führen. Wenn diese Infektionen nicht erkannt und behandelt werden, können sie schwerwiegende Komplikationen in der reproduktiven Gesundheit produzieren. Daher ist es wichtig, ein detailliertes Screening für diese Krankheiten durchzuführen.

Die Ergebnisse zeigten Vorkommen von Mikroorganismen, die verantwortlich für sexuell übertragbare Krankheiten bei den Kandidaten für das Eizellspende Programm im Instituto Bernabeu sind und durch die Microarray Methode untersucht wurden, konnten auf dem 8. Kongress der Spanischen Vereinigung der Reproduktionsbiologen vorgestellt werden. Die Analyse wurde bei 267 Kandidaten für das Eizellspendeprogramm im Jahr 2014 durchgeführt.

Zur Durchführung des Forschungsprojekts haben wir eine innovative Technik mit Microarray angewandt, die es möglich macht 10 verschiedene sexuell übertragbare Infektionen durch einen einzigen Test zu erkennen. Diese Technik wird als STI Multiplex Array bezeichnet.

Nach der Analyse verschiedener Krankheitserreger haben wir eine Inzidenz von sexuell übertragbaren Krankheiten bei unserer Eizellspenderinnen Gruppe von 29% erhalten von denen 29,3% zwei oder mehr sexuell übertragbare Krankheiten aufwiesen. Die häufigsten Krankheitserreger die bei den Kandidatinnen gefunden wurden, waren Mycoplasma honinis (48,8%), Ureaplasma urealyticum (40,2%) und Chlamydia trachomatis (26,8%). Bei keiner der Spenderkanditantinnen konnte Treponema pallidum, Neisseria gonorrhoeae oder Herpes simplex-Virus I und II nachgewiesen werden.

In unserer Studie zeigte sich eine relativ hohe Zahl von sexuell übertragbaren Krankheiten STI in der Gruppe der Spenderkandidaten für die Eizellspende, insbesondere durch Mycoplasma hominis, Ureaplasma urealyticum und Chlamydia trachomatis verursacht. Durch die Erkennung einer oder mehrerer Infektionen bei den Teilnehmerinnen unserer Studiengruppe sollten sämtliche Krankheiten bei allen Spenderinnen untersucht werden, damit es zu keiner Übertragung von Infektionen an die Empfänger Patientin kommen kann.

Titel der Studie:

Prävalenz von sexuell übertragbaren Infektionen (STI) bei Eizellspenderinnen (asymptomatisch) E. García-Hernández, JA. Ortiz, B. Lledó, R. Morales, A. Fabregat y R. Bernabeu.

Siehe Abschnitt wissenschaftliche Veröffentlichungen

Sexuell übertragbare Infektionen

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