Die Häufigkeit von Zwillingsschwangerschaften steigt nach der Embryonenbiopsie, laut einer Studie des Instituto Bernabeu, die in der Fachzeitschrift JBRA veröffentlicht wurde

  • 23-09-2020

Eine von den Abteilungen für Reproduktionsbiologie, Molekularbiologie und Genetik sowie Reproduktionsmedizin des Instituto Bernabeu entwickelte Studie über die Auswirkungen der Embryonenbiopsie im Stadium des Blastozysten (in der Phase vor der Implantation des Embryos in der Gebärmutter, rund um den Tag 5 der embryonalen Entwicklung) zeigt einen leichten Anstieg an monozygotischen Zwillingsschwangerschaften, wenn diese Technik verwendet wird. Monozygotische Schwangerschaften sind solche, bei denen sich der entstandene Embryo nach der Befruchtung der Eizelle durch das Spermium teilt und zu einer Mehrfachschwangerschaft führt. Diese Arbeit wurde von der wissenschaftlichen Zeitschrift JBRA der Brasilianischen Gesellschaft und des Lateinamerikanischen Netzwerks für künstliche Befruchtung zusammen mit dem Brasilianischen Embryologenverband veröffentlicht.

 

Die Arbeit hat drei Jahre lang alle Zyklen der künstlichen Befruchtung mit monozygotischen Schwangerschaften erfasst, bei denen zuvor eine Biopsie im Stadium des Blastozysten durchgeführt worden war. Die Daten wurden mit den Ergebnissen der Transfers eines einzigen Embryos ohne Biopsie verglichen. Die Forschungsarbeit zeigt, dass die Zwillingsschwangerschaft nach der Biopsie des Trophoektoderms (die Entnahme von wenigen Zellen der zukünftigen Plazenta für deren Analyse) doppelt so häufig ist wie bei den Zyklen, bei denen ein einziger Embryo ohne Biopsie an die Gebärmutter transferiert wird.

Auch wenn monozygotische Schwangerschaften nur gelegentlich auftreten, bieten sie den Patientinnen wertvolle Informationen. Die Mehrfachschwangerschaft wird mit einem höheren Risiko für die Mutter und den Fötus in Verbindung gebracht.

Die Forschungsarbeit ist eine der ersten veröffentlichten Studien über die Auswirkungen der Biopsie im Stadium des Blastozysten, weshalb noch weitere Untersuchungen notwendig sind, um die erzielten Ergebnisse zu bestätigen.

 

“Monozygotic twinning following embryo biopsy at the blastocyst stage”

R. Sellers, JC Castillo, J. Ten, A. Rodríguez, JO Ortiz, F. Sellers, J. Llácer, R. Bernabeu

 

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