Das Instituto Bernabeu wendet eine neue Technik für die Entdeckung von Störungen bei der Spermienproduktion an

  • 16-08-2017

Forscher des Instituto Bernabeu präsentieren auf dem Kongress der Europäischen Gesellschaft für Humanreproduktion und Embryologie (ESHRE), der vom 2. bis 5. Juli in der Schweiz stattfindet, eine Untersuchung, bei der neue Techniken für die präzisere Entdeckung der Spermienproduktion angewandt werden.

Die vom wissenschaftlichen Komitee des internationalen Treffens ausgewählte Arbeit: “A new approach to detected copy number variation in Y-chromosome that affects the spermatogenesis”, wendet eine neue Technik an, die präziser als die vorhergehenden ist und sich MLPA nennt, um in Erfahrung zu bringen, ob es im Y-Chromosom Schwankungen bei der Anzahl der DNA-Kopien gibt.

Die Experten erklären, dass es im Y-Chromosom eine unter dem Namen AZF bekannte Region gibt, die die erforderlichen Informationen für die Spermienproduktion (Sparmatogenese) im Hoden enthält. Die Region AZF kann Verluste (Deletionen) oder Zunahmen (Duplikationen) bei der Anzahl ihrer DNA-Kopien erleiden, und als Folge dieser Schwankungen der Anzahl der Kopien kann die Spermienproduktion negativ beeinflusst werden.

Frau Dr. Eva García, Autorin der Arbeit, zusammen mit Belén Lledó, José Antonio Ortiz, Ruth Morales, Ana Fabregat und dem medizinischen Leiter des Instituto Bernabeu, Dr. Rafael Bernabeu, weist darauf hin, dass es das Ziel der Forschungsarbeit ist, festzustellen, ob die neue MLPA-Technik sensibel bei der Analyse der Verluste oder Zunahmen von geringer Größe im Vergleich zu der konventionellen PCR-Technik ist. Die Arbeit beschäftigt sich außerdem näher mit der Frage, ob die Anwesenheit oder Abwesenheit dieser Schwankungen bei der Anzahl der AZF-Kopien, die mit Hilfe von MLPA entdeckt werden, die Spermienproduktion beeinflusst.

Die Ergebnisse dieser Arbeit zeigen, dass der höchste Anteil an Verlusten bei jenen Patienten auftritt, die keine Spermien produzieren (Azoospermie), und dies beeinträchtigt die Sparmatogenese. Die Forscher schlussfolgern, dass die Duplikationen in der Region AZF eine schützende Wirkung bei diesem Prozess der Spermienproduktion ausüben. 

A new approach to detected copy number variation in Y-chromosome that affects the spermatogenesis. E.García-Hernández, B. Lledó, J.A. Ortiz, R. Morales, A. Fabregat, J. Llácer, R. Bernabeu

 

A new approach to detected copy number variation in Y-chromosome that affects the spermatogenesis.

STATISTIKEN DER ERGEBNISSE

mehr lesen

Unsere Schwangerschaftsergebnisse sind durch externe Zertifizierungsunternehmen belegt.

Brauchen sie hilfe?