Das Instituto Bernabeu erforscht die Wirksamkeit der Anwendung von Protokollen einer vom Menstruationszyklus unabhängigen ovariellen Stimulation bei Eizellspenderinnen

  • 30-10-2019

Das Instituto Bernabeu hat auf dem Kongress der European Society of Human Reproduction and Embriology (ESHRE) eine Pilotstudie mit Eizellspenderinnen vorgestellt, bei der erforscht wurde, ob sich die Ergebnisse der Anwendung konventioneller Protokolle der ovariellen Stimulation von denen der neuen Random-Start-Protokolle unterscheiden, welche unabhängig vom Menstruationszyklus sind. Hierfür wurden in einem Zeitraum von zehn Monaten Eizellspendenzyklen analysiert, bei denen die Stimulation an den Tagen 1 bis 3 beginnt, und mit einer vom Menstruationszyklus unabhängigen ovariellen Stimulation ab dem Tag 4 verglichen.

Wie die Fachleute des Instituto Bernabeu erläutern, sind die Random-Start-Protokolle der ovariellen Stimulation in letzter Zeit als Alternative aufgekommen. Sie sind deshalb Interessant, weil sie die Einleitung der Behandlung unabhängig vom Tag des Zyklus‘ ermöglichen und den Zeitraum der Stimulation sowie in einigen Fällen die Verwendung des follikelstimulierenden Hormons (FSH) reduzieren könnten.

Die Ergebnisse der Studie legen nahe, dass die ovarielle Stimulation bei Eizellspenderinnen unabhängig vom Tag des Menstruationszyklus eingeleitet werden kann und dabei ähnliche Ergebnisse liefert wie bei der konventionellen Stimulation.

Diese Random-Start-Protokolle wurden bei onkologischen Patientinnen, die ihre Fruchtbarkeit erhalten möchten, und bei Frauen, die ihre Eizellen kryokonservieren möchten, eingehender untersucht, mit sehr guten Ergebnissen. Damit wurden weitere Fortschritte in der Untersuchung von deren Wirksamkeit bei Protokollen der ovariellen Stimulation von Eizellspenderinnen erzielt.

European Society of Human Reproduction and Embriology (ESHRE)

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