Das Abortivei oder “Windei” ist ein spezifischer Aborttyp, bei welchem das befruchtete Ei sich in der Gebärmutter einnistet, aber der Embryo sich nicht weiterentwickelt. Hierbei handelt es sich um ein relative häufiges Problem: 10-15% der klinisch festgestellten Schwangerschaften werden spontan verloren und ein Drittel davon sind Windeier.

Nach der Befruchtung, d.h. nach der Vereinigung des Spermatozoiden mit der Eizelle, beginnen eine Serie von zellulären Teilungen, welche die Bildung der Fruchthöhle verursachen, die von einer “Muschel” oder Mantel namens Trophoblast (und aus welche die zukünftige Plazenta hervorgehen wird) umgeben ist; im Inneren der Fruchthöhle wird sich der Embryo entwickeln. Im Falle des Abortiveis formt sich die Fruchthöhle mit seinem trophoblastischen Mantel, aber der Embryo kann aufgrund seiner frühzeitigen Entwicklungsstopps  nicht erkannt werden, da seine Entwicklung vor Erreichen der Gröβe von einem Millimeter stoppt und somit dieser auf dem Ultraschallbild nicht visualisiert werden kann. […]