Endometriumhyperplasie; Symptome, Diagnose und Behandlung - Instittuto Bernabeu

Was ist die Endometriumhyperplasie?

Die Endometriumhyperplasie ist nichts anderes als ein übermäßiges Wachstum der Zellen des Endometriums, vor allem der Drüsen, normalerweise als Reaktion auf einen übermäßigen Einfluss durch Östrogene und auf ein mangelhaftes Funktionieren des Progesterons.

Dieses Wachstum kann kontrolliert oder unkontrolliert erfogen, so dass die gesamte Architektur des Endometriums gestört werden kann.

Welche Arten von Endometriumhyperplasie gibt es?

  • Nicht atypische oder gutartige Endometriumhyperplasie: Wir finden Zellkonglomerate vor, die jedoch das normale Endometriumgewebe nicht beeinträchtigen.
  • Atypische Endometriumhyperplasie: Es werden Veränderungen der Zellen und auch des Aufbaus des Endometriums beobachtet, weshalb dies als präkanzeröse Läsion angesehen wird.

Sie tritt häufiger bei Patientinnen mit chronischen Anovulationen auf, wie bei Patientinnen mit Polyzystischem Ovar-Syndrom, oder bei Patientinnen, die an Fettleibigkeit leiden, wobei beides Risikofaktoren darstellen. Eine genetische Störung (wie das Lynch-Syndrom) aufzuweisen, die das Risiko von Endometriumkrebs erhöht, ist ebenfalls ein Risikofaktor.

Welches sind die wichtigsten Symptome der Endometriumhyperplasie?

Das häufigste Symptom ist die dysfunktionale Blutung der Gebärmutter, obwohl die Krankheit auch asymptomatisch sein kann. Sie tritt selten bei jungen Patientinnen auf, doch wenn sie auftritt, verursacht sie offensichtlich Sterilität aufgrund eines nicht funktionierenden Endometriums.

Die Diagnose ist niederschmetternd, wenn sie dazu noch während der Sterilitätsuntersuchung vorgenommen wird, vor allem bei Patientinnen mit der Diagnose einer atypischen Endometriumhyperplasie.

Wie wird die Endometriumhyperplasie diagnostiziert?

Es ist die Analyse des Endometriums, welche die Diagnose und Differenzierung der Arten von Hyperplasie ermöglicht.

Es muss betont werden, dass die Diagnose der Endometriumhyperplasie durch histopathologische Analyse des Endometriums vorgenommen wird. Infolgedessen ist es notwendig, eine Biopsie des Endometriums durchzuführen. Dabei kann diese Biopsie des Endometriums “blind” oder gezielt duchgeführt werden. Bei dem “blinden“ Verfahren führt man eine Kanüle durch den Gebärmutterhals ein und erhält damit eine Probe des Endometriums. Mit der Hysteroskopie, einer Untersuchung, bei der eine Kamera oder ein Hysteroskop eingeführt wird, erlangt man dagegen eine gezielte Probe des Endometriums.

Wie wird die Endometriumhyperplasie behandelt?

In dieser Situation wird entsprechend der Diagnose vorgegangen. Bei der gutartigen Endometriumhyperplasie wird es erforderlich, den Hyperöstrogenismus zu korrigieren, bevor eine gezielte Behandlung erfolgt. Abnehmen bei fettleibigen Patientinnen oder das Hervorrufen von Eisprungzyklen bei Patientinnen mit Polyzystischem Ovar-Syndrom. Danach kann die Korrektur der gutartigen Hyperplasie erfolgen, entweder konservativ, nur durch eine enge Kontrolle der Symptome, oder durch eine 3 bis 6 Monate lange Behandlung mit Progestinen, wobei die Prognose hier sehr günstig ist.

Die atypische Endometriumhyperplasie stellt jedoch ein Risiko für die Patientin dar, da es sich um eine präkanzeröse Läsion handelt. Die ideale Behandlung wäre eine Hysterektomie, doch für junge Patientinnen, die ihre Fruchtbarkeit bewahren und keinen chirugischen Eingriff vornehmen lasseen möchten sowie besondere Bedingungen aufweisen (jung, regelmäßige Mentsruationszyklen, keine Notwendigkeit der Behandlung mit Östrogenen für die Schwangerschaft und keine weiteren Risiko-, klinischen oder genetischen Faktoren für einen Endometriumkrebs) kann eine konservative Behandlung mit Progestinen über 6 Monate erfolgen, mit Biopsien des Endometriums alle 3 Monate, und Rückgriff auf die Chirurgie, falls nach 12 Monaten keine Heilung erfolgt ist. Diese Patientinnen haben eine schlechte reproduktive Prognose, je nach Ausmaß der Läsion.

Kann die Endometriumhyperplasie vermieden oder verhindert werden?

Auch wenn die Endometriumhyperplasie keine Situation ist, die vollständig vermieden werden kann, wurde sie eng mit der Fettleibigkeit in Verbindung gebracht. Das Anwachsen des subkutanen Zellgewebes, typisch für Patientinnen mit einem hohen BMI, bewirkt eine erhöhte endogene Produktion von Östrogenen, was als Risikofaktor für einen Befall durch die Krankheit angesehen wird.

Somit wird allen Patientinnen mit gutartiger Endometriumhyperplasie empfohlen, ihren Lebensstil zu ändern und Gewicht zu verlieren.

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Frau Dr. Belén Moliner, Gynäkologin am Instituto Bernabeu.

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