Bei der Methode ROPA (RECEPTION OF OOCYTES FROM PARTNER) handelt es sich um eine Behandlungsart der Reproduktiven Medizin, welche beiden Partnerinnen eines homosexuellen Paares bestehend aus 2 verheirateten Frauen die Möglichkeit der aktiven Teilhabe an der Familiengründung eröffnet.
Diese Methode ermöglicht, dass eine der Ehepartnerinnen diejenige ist, welche die Eizellen spendet, d.h. die Erbinformationen, aus welchen das Baby bestehen wird, zur Verfügung stellt, während die andere Ehepartnerin diejenige sein wird, die die Schwangerschaft durchlaufen wird und das Kind austrägt.
Im Instituto Bernabeu sind wir uns dessen bewusst, dass ein jedes Paar das Recht hat, eine Familie zu gründen und wir versuchen diese Paare dabei zu unterstüzten. Die bis zum jetztigen Zeitpunkt verwirklichten Studien zeigen, dass es keine Unterschiede in der Entwicklung von Kindern im Schoβe einer glücklichen Familie gibt (egal ob diese aus Mann-Frau, Frau-Frau oder Mann-Mann besteht), so dass wir folglich diesem Paartyp helfen wollen, dessen Traum Eltern zu sein, zu verwirklichen.
In technischer Hinsicht gibt es bei dieser Behandlungsart keinen groβen Unterschied gegenüber einer normalen IVF-Behandlung. Der einzige Unterschied besteht darin, dass die aus dieser Behandlung resultierenden Embryone einer anderen Person transferiert werden als derjenigen, die die Ovarstimulation durchgegangen ist, d.h. einer der beiden Frauen werden die Eizellen entnommen und mit Spendersamen befruchtet und der anderen Frau werden diese aus dieser Befruchtung resultierenden Embryonen eingesetzt.
Die Auswahl des Spendersamens wird aufgrund physischer Charakteristiken der Partnerin, die die Schwangerschaft durchlaufen wird, sowie deren Blutgruppe getroffen.
Die Schwangerschaftsrate hängt vor allem von dem Alter und von der Eizellreserve der Spenderpartnerin ab. Ebenfalls müssen die uterinen Charakteristiken der Empfängerpartnerin mit einbezogen werden, da das Vorliegen einer Pathologie die Schwangerschaftsrate, allerdings in geringerem Maβe, herabsetzen kann.
Seit dem Jahr 2007 erlaubt die spanische Gesetzgebung im Personenstandsregister die doppelte Mutterschaft, so dass die aus einer ROPA-Behandlung geborenen Kinder vor dem Gesetz die leiblichen Kinder beider Mütter sind.
Dr. Belén Moliner Gynäkologin des Instituto Bernabeu
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