Die Azoospermie im FIV Labor

Jan 11 2012

Die Azoospermie ist der Fachausdruck für das vollständige Fehlen der Samenreifungszellen und Samenzellen im Ejakulat und wird im allgemeinen als obstrutiv oder sekretorisch eingestuft. Bei der obstruktiven Azoospermie können die Spermien nicht vom Hoden in die Harnröhre und dann weiter in die Samenwege gelangen. Allerdings werden die Spermien weiterhin in den Hoden gebildet (Spermatogenese).

Es gibt mehrer Ursachen für diese Erkrankung, Patienten mit Samenleiter Agenesie, bei vasektomierten Patienten oder bei Patienten mit verstopften Harnröhren oder Samenwegen die nach einer Operation auftreten. Es gibt spezielle Situationen bei denen es keine wirkliche Ursache gibt, sondern ein Problem beim Erhalt des Ejakulats, z.B. bei Patienten mit Rückenmarksverleztungen, Diabetes, Patienten die bestimmte Medikamente einnehmen oder im Fall der retrograden Ejakulation, wobei Samenflüssigkeit in die Blase statt in die Harnröhre gelangt. All diese Fälle werden mit einer guten Prognose behandelt, ein einfacher operativer Eingriff die sogenannte TESE (Testicular sperm extraction) ermöglicht die Gewinngung von Sperma welches aus dem Hodengewebe entnommen wird.

Bei der nicht obstruktiven Azoospermie ist die Spermatogenese gestört, so dass keine Spermien gebildet werden. Es können Chromosomenaberationen auftreten, wie z.B.  das Klinefelter Syndrom (Kariotyp 47XXY) oder Mikrodelektion des Y Chromosoms welches sich mit dem Verlust von genetischer Information in der Spermatogenese zusammenhängt. Weitere Ursachen können der beidseitige Krytorchismus (unvollständige Deszensus der Hoden im Hodensack), Hodentorsion, Trauma, Infektion (z.B. Mumps in der Pubertät), Radio-Chemotherapie-Behandlungen sein. Die Prognose für diese Art von Azoospermie ist ungewiss und die Wahrscheinlichkeit für die Findung der Ursache ist von vielen Faktoren abhängig. Es gibt mehrere Parameter durch die die Anwesenheit von Spermien observiert werden kann, wie zum Beispiel im Serum FSH,  die Grösse des Hoden durch einen Karyotyp, obwohl es keine entscheidenen medizinische Belege dafür gibt. In vielen Fällen wird zu einer Hodenbiopsie beider Hoden geraten. Die Chancen auf diese Weise Sperma zu erlangen liegen bei ca. 50%. Den Patienten sollte diese Situation bewusst sein und sie sollten sich ebenfalls mit alternativen Behandlungsmöglichkeiten auseinandersetzen, wie zum Beispiel durch die Verwendung von Spendersamen oder durch die Vitrifizierung von Eizellen um so mehr Zeit  für die Entscheidungsfindung zu gewinnen. Eine weitere Möglichkeit ist eine Hodenbiopsie vor einer Stimulation der Eierstöcke durchzuführen um das gewonnene Material einzufrieren (wenn Material gefunden wurde)

Durch die TESE oder die Hodenbiopsie sollte eine hohe Anzahl an Spermien erhalten werden um diese in die gewonnenen Eizellen durch Mikroinjektion zu befruchten. Das Material das aus den Hoden gewonnen wurde, wird anschließend im IVF Labor mikroskopisch untersucht. Die Befruchtungsrate ist vergleichbar mit den Spermien die aus dem Ejakulat gewonnen worden sind.

Die Kombination aus ICSI mit den operativen Techniken um Sperma zu gewinnen, bieten ein hohes Erfolgsergebnis um Patienten mit Azoospermie zu helfen.

Jaime Guerrero, Biologe des Instituto Bernabeu.

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