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Die In Vitro Befruchtung ermöglicht höhere Erfolgsraten gegenüber der natürlichen Empfängnis. In vielen Fällen liegt diese über 60% pro Versuch.
In Spanien ist diese Behandlung per Gesetz reguliert. Das Paar ist verpflichtet, einer schriftlichen, aufschlussreichen Einverständniserklärung zuzustimmen, welche uns die Durchführung des Programms gestattet und ebenso die entsprechenden Analysen um das Vorhandensein schwerwiegenden Krankheiten auszuschließen, die ein Gesundheitsrisiko für das zukünftige Kind darstellen (Syphilis, verschiede Hepatitistypen, AIDS Virus).
Ein IVF Zyklus besteht aus mehreren Etappen:
Diese Phase hat die Vergewisserung zum Ziel, dass der IVF Zyklus die korrekte Entscheidung für die Lösung des Fruchtbarkeitsproblems ist, und dass das Paar sowohl physisch als auch psychisch auf desses Beginn vorbereitet ist. Im gegenteiligen Fall werden die Patienten hinsichtlich anderer Behandlungen beraten.
Um die Möglichkeiten der Schwangerschaftserreichung zu maximieren benötigen wir mehr als nur eine Eizelle, welche unter natürlichen Umständen im Eierstock der Frau heranreift. Die Produktion mehrerer Eizellen und deren gute Qualität wird durch die Stimulation mit verschiedenen Medikamenten garantiert. Das Ansprechen des Körpers der Patientin auf diese wird durch vaginale Ultraschalluntersuchungen und Blutanalysen kontrolliert.
Das gesamte Programm dauert – je nach Fall – ungefähr zwischen 8 und 12 Tagen. Falls ein mangelhaftes oder übermäßiges Ansprechen der Eierstöcke auf die Medikamente beobachtet wird, kann es zur Unterbrechung der Behandlung kommen.
Wenn die Eizellen reif sind, werden sie durch einen vaginalen Ultraschall unter Lokalanästhesie und leichter Sedierung entnommen, also völlig schmerzfrei. Dieser Eingriff dauert nur 15 Minuten und bedarf keines chirurgischen Eingriffes, Krankenhauseinlieferung, Stichen oder Allgemeinanästhesie.
Die entnommenen Eizellen werden im IVF Labor für die künstliche Befruchtung vorbereitet. Gleichzeitig wird der Samen aktiviert um die Befruchtungskapazität zu verbessern und zu erhöhen. Eizellen und Spermien vereinen sich während mehrer Stunden in einem Inkubator, welcher optimale Bedingungen für die Befruchtung und Weiterentwicklung bietet. Bis zum Folgetag ist es nicht möglich die Anzahl befruchteter Eizellen zu kennen. Die Befruchtungsrate liegt bei 60%, deshalb ist der Erhalt mehrer Embryonen üblich.
Die Phase der Embryonenkultur kann zwei bis fünf Tage dauern. Dies erlaubt uns die Entwicklung der Embryonen zu beobachten und diejenigen mit der höchsten Qualität auszuwählen. Hierbei ist es einzig und allein die Natur, die diese natürliche Auslese für uns trifft. Im allgemeinen kann festgehalten werden, dass eine lange Kultur weniger Embryonen aufweist, diese aber im Vergleich zu einer kurzen Kultur von besserer Qualität sind.
Die Implantierungsrate, also die Prozentzahl der Embryonen die sich einnisten, bewegt sich bisweilen zwischen 40 und 50%. Um Mehrlingsschwangerschaften zu vermeiden, wird in vielen Fällen die Rückführung eines einzelnen Embryos vorgeschlagen, sowie die Einfrierung der weiteren. Die Embryonen werden in die Gebärmutter durch einen schnellen, bequemen und schmerzlosen Prozess übertragen, dem eine Ruhephase folgt.
Wenn mehrere Embryonen mit ausreichender Qualität vorliegen, werden diese kryokonserviert, also eingefrohren um zukünftige Rückführungen möglich zu machen. Zuküftige Transfers kommen in Frage, wenn die erste Übertragung keine Schwangerschaft zur Folge hatte, oder damit das Paar erneut ein Kind haben kann, ohne dass das IVF Programm von Anfang an wiederholt werden muss. Die Erfolgsrate eine Schwangerschaft nach der Kryokonservierung zu erzielen liegt bei 40%.
Die Tatsache des Embryonentransfers bedeutet nicht gleichzeit, dass eine Schwangerschaft vorliegt. Leider ist die Implantierungsrate beim Menschen nicht sehr hoch und nicht alle Übertragungen führen zur Schwangerschaft. In den meisten Fällen ist es nicht möglich die genaue Ursache der Fehlimplantation zu kennen, da sich bereits bei der natürlichen Empfängnis eine viele Embryonen nicht einnisten. Gegenwärtig gibt es mehrere Möglichkeiten diese Situationen zu erforschen.
Wir streben keine Mehrlingsschwangerschaften an, sondern lediglich die höchste Erfolgsrate des Zyklus. Aber nicht immer nistet sich ein einziger Embryo ein, deshalb werden in vielen Fällen zwei oder mehr Embryonen transferiert. Die Rückführung mehrerer Embryonen ist kein Vorteil, sondern bringt das Risiko einer Mehrlingsschwangerschaft mit sich.
Wenn die Schwangerschaft, eingetreten ist, ist deren Weiterentwicklung völlig normal, ohne die Erfordernis spezieller Kontrollen sondern lediglich die übliche Überwachung einer sehr herbeigewünschten Schwangerschaft. Darüber hinaus ist die Möglichkeit von Aborten, Fehlbildungen etc. die gleiche wie die der Durchschnittsbevölkerung.
Wenn nach Abschluss der Behandlung keine Schwangerschaft vorliegt, berät das Ärztekomitee, bestehend aus dem verantwortungstragenden Team des Falls, über die nächsten Schritte. Diesbezüglich wird mit dem Paar ein persönliches Gespräch geführt.
Diese Information kann aufgrund der kontinuierlichen Änderungen der Gesetzgebung des Sektors der Reproduktionsmedizin und aufgrund der Besonderheiten eines jeden Falls variieren. Wir alle, Ärzte, Biologen, Laborpersonal, Krankenschwestern und Verwaltungsangestellte, bieten den Paaren unsere wärmste Hilfe auf dem Weg zu unserem gemeinsamen Ziel an: die Geburt eines gesunden Kindes.
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