Fragen und Antworten

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Wie lange soll ich warten, bevor ich bei unerfülltem Kinderwunsch den Arzt aufsuche?

Im allgemeinen, wenn das Paar sich keiner Krankheit bewusst ist, die den Nachwuchs erschweren könnte, und wenn nach 12 Monaten normalem Geschlechtsverkehr ohne Verhütung keine Schwangerschaft erzeugt wurde, sollte der Arzt aufgesucht werden. Diese Zeitspanne sollte auf 6 Monate reduziert werden, wenn die Frau das 35. Lebensjahr bereits überschritten hat.

Welche Gründe hat die Unfruchtbarkeit?

Es gibt viele, von daher müssen beide Partner bei einer korreten Studie des Problems inbegriffen sein. Unter anderem kann beim Mann der Grund das Fehlen von Spermatozoonen, deren geringer Anzahl oder Unbeweglichkeit sein. Die Frau kann zum Beispiel keinen oder einen irregulären Eisprung, oder verschlossene Eileiter haben. Die Verzögerung des Kinderwunsches und der Stress, dem sowohl die Frau als auch der Mann im täglichen Leben ausgesetzt sind, können einflussreiche Faktoren sein. Andere Faktoren sind extremes Übergewicht, nervöse Anorexie, schwere Krankheiten, gestörte Schilddrüsenfunktion, Drogen- und Medikamentenmissbrauch, Alkohol und Tabak.

In wie weit beeinflusst das Alter die weibliche Fruchtbarkeit?

Entsprechend der körperlichen und psychischen Reife der Frau, ist das ideale Fortpflanzungsalter zwischen 25 und 30 Jahren. Heutzutage kann die Frau auch nach diesem Alter noch Zinder haben. Ab 35 Jahren nimmt die weibliche Fruchtbarkeit kontinuierlich ab.

Wann ist der günstigste Moment des monatlichen Zyklus, um schwanger zu werden?

Der Moment des Eisprungs. Die Ovulation oder fruchtbaren Tage der Frau sind in der Mitte des Zyklus, also am 14. Tag eines normalen Zyklus von 28 Tagen.

Stimmt es, dass nach einer längeren Einnahme von oralen Verhütungsmitteln Probleme schwangerzuwerden auftreten können?

Es ist ein großer Irrtum, dass nach jahrelanger Einnahe der Pille erhöhtes Risiko irregulärer Menstruationen nach deren Absetzung besteht.

Haben Frauen, die eine Spirale als Verhütungsmittel verwendet haben, danach Probleme eine Schwangerschaft zu erreichen?

Wenn diese Frauen mehrere Sexualpartner hatten, oder sexuell übertragbare Krankheiten haben, besteht ein erhöhtes Risiko für Beckenentzündungen, die zum Verschluss der Eierstöcke führen können. Es besteht keine weitere Verbindung mit der Sterilität.

Welches Untersuchungen sind grundlegenden für die Erstvisite?

Es gibt keine festen Regeln, aber wenigstens sollte die Untersuchung des männliches Faktors vorliegen, sowie eine weitere zur Ovulation und Normalität des weiblichen Faktors.

Welche Umstände müssen für die korrekte Auswahl der Behandlung?

Obwohl ähnliche Diagnosen bestehen können, spielen das Alter des Paares und die bereits verstrichene Zeit des bestehenden Kinderwunsches eine sehr wichtige Rolle bei der Aufstellung des Behandlungsplanes. Es ist nicht das gleiche, wenn ein 38jähriges Paar seit zehn Jahren versucht ein Kind zu bekommen; oder ein 25jähriges Para, das es seit zwei Jahren versucht.

Wie hoch ist die Erfolgsrate der assistierten Fortpflanzungstechniken?

Diese liegt bei über 60% por Zyklus, obwohl dieser Wert variabel und von vielen Faktoren abhängig ist.

Führt eine Chemotherapie zur Unfruchtbarkeit?

Ja, und in vielen Fällen ist die Sterilität irreversibel, obwohl es auch zur Wiedergewinnung der Fruchtbarkeit nach Beendigung der Therapie kommen kann. Es besteht jedoch die Möglichkeit Eizellen, Sperma oder Embryonen aufzubewahren, bevor die Chemotherapie begonnen wird.

Können assistierte Fortpflanzungstechniken durchgeführt werden, wenn das Paar sich einer Ligatur der Eileiter oder Vasektomie unterzogen hat?

Ja, denn diese zuvor durchgeführten Eingriffe sind umkehrbar.

Kann ich schwanger werden, wenn ich mich bereits in der Menopause befinde?

Ja. Heutzutage ist dies trotz biologischer oder frühzeitiger Menopause, oder in den Fällen des vorzeiten Ovarialversagens möglich.

Bedarf es langer Zeit bis duch assistierte Fortpflanzungsmethoden die Schwangerschaft erreicht wird?

Es kann nicht verallgemeinert werden, aber wenn die Paare hartnäckig auf ihrem Kinderwunsche beruhen, wird dieser in 90% der Fälle erfüllt.

Sind viele Versuche für jede assistierte Fortpflanzungstechnik nötig?

Jedes Paar ist verschieden und es kann auch hier nicht verallgemeinert werden.

Darf das Geschlecht des Kindes ausgesucht werden?

Das Spanische Gesetz erlaubt nur dann die Auswahl, wenn dafür medizische Gründe bestehen.

Dürfen sich Frauen ohne Partner nach Spanischem Gesetz den assistierten Fortpflanzungstechniken unterziehen?

Ja, die einzigste Voraussetzung ist die Volljährigkeit, gute körperliche und geistige Gesundheit, und die Beantragung der Einverständniserklärung. Dies ist ebenso für homosexuelle als auch für heterosexuelle Paare gültig.

Gibt es deutliche Unterschiede in den Gesetzgebungen bezüglich assistierter Fortpflanzungstechniken in verschiedenen Länder?

Die freizügigsten Länder sind Griechenland, Spanien und das Vereinigte Königreich (United Kingdom), die spezifische Gesetzgebungen für die menschliche Fortpflanzung haben. Außer diesen erlauben in Europa ebenso Holland und Frankreich die Eizellspende. In den Vereinigten Staaten von Amerika (USA) trifft das Paar die Entscheidungen, ohne dass der Staat eingreift.

Können überzählige Embryonen eingefroren werden wenn die Behandlung geglückt ist?

Ja, in Spanien können überzählige Embryonen eingefroren werden und stehen dem Paar während seines gesamten fruchtbaren Lebens zur Verfügung.

Gibt es Wartelisten für die Eizellspende?

Das Eizellspendeprogramm besteht am Instituto Bernabeu seit mehr als 15 Jahren und obwohl hunderte von Zyklen jährlich durchgeführt werden, gibt es keine Wartelisten.

Darf die Identität der Spender bekannt gegeben werden?

Nein. Die Spende erfolgt vollkommen anonym, so schreibt es das Spanische Gesetz vor. Alle Daten, die in Verbindung mit der Identität der Spender stehen, müssen verschlüsselt aufbewahrt und mit absoluter Vertraulichkeit behandelt werden.

Wie werden die Spender Spender ausgesucht?

Die Spender sind gesunde, volljährige Freiwillige, die eine Vielzahl an anspruchsvollen Untersuchungen absolviert haben und akzeptiert worden. In unserem Zentrum sind einige dieser Analysen: körperliche und psychologische Einschätzung, Hormonstudie, Kariotyp, Screening auf Erbkrankheiten (z.B. Zystische Fibrose – Mukoviszidose), Serologien von Infektionskrankheiten etc.

Nach welchem Schema wird eine Samenprobe oder gespendete Eizellen für ein bestimmtes Paar zugeteilt?

Es werden die äußerlichen und charakteristischen Eigenschaften beider Partner berücksichtigt: Blutgruppen und Rhesusfaktoren, Gesichtsmerkmale, Biotyp etc.

Woher stammen die gespendeten Embryonen?

Jedes Paar, das sich einer Fertilitaetsbehandlung unterzieht, unterzeichnet eine Einverstaendniserklaerung, in der sie auch das weitere Vorgehen ueberzaehliger Embryonen angeben muessen. Viele Paare entscheiden sich zur Spende dieser Embryonen an andere Paare, die sich in der gleichen Situation befinden.

Welche Personen können Eizellen und Samen spenden?

Die Eizellspenderinnen sind gesunde, junge Frauen, die anderen Frauen helfen möchten, Mutter zu werden. Es sind Personen, die sich sozial engagieren und ein gehobenes kulturelles Niveau aufweisen. Viele sind Universitätsstudentinnen.

Die Vorraussetzungen sind zwischen 18 und 35 Jahren alt zu sein, eine unbedenkliche Familiengeschichte hinsichtlich übertragbarer genetischer Krankheiten vorzuweisen, der Bezits eines normalen Kariotyps (Chromosomenstudie), negatives Screening genetischer Krankheiten, ausführliche negative Untersuchungergebnisse auf sexuell übertragbare Krankheiten (Aids, Hepatitis B und C, Syphilis), Nomalität des Fortpflanzungsapparates, körperliche und gesitige Gesundheit, bereits bewiesenen Fruchtbarkeit und/oder angemessenes Ansprechen auf die Ovarstimulation, normaler Body-Mass-Index.

Die Samenspender sind junge Männer, die freiwillig ihren Samen für dessen Verwendung bei verschiedenen Fortpflanzungstechniken zur Verfügung stellen.

Die Voraussetzungen sind: Alter zwischen 18 und 35 Jahren, gute psychische und körperliche Verfassung, kein Erleiden genetischer Krankheiten (weder der Spender noch dessen Familie), die auf die Folgegenerationen übertragen werden könnten, wie zum Beispiel Diabetes oder Epilepsie, weder Träger noch infiziert sein durch: Antigene der Hepatitis B, Antikörper anti-Hepatitis C, Antikörper anti-HIV ½, Syphilis, keine Infektionsleiden, Besitz hervorragender Samenqualität, die etwa 4,5fach über der Norm liegt und die den Einfrierungs- und Auftauungsprozess entsprechend verträgt, normaler Kariotyp

Ist die Spende anonym?

Ja. Das spanische Gesetz besagt, dass die Daten in Verbindung mit der Identität der Spender verschlüsselt aufbewahrt und absolut vertraulich behandelt werden müssen.

Darf ein/e Spender/in die Identität des geborenen Kindes kennen?

Nein. Das Gesetz schreibt vor, dass die Spende anonym ist und dass die Spender kein Recht haben, die Identität des geborenen Kindes zu kennen. Es besteht ebenso wenig die Möglichkeit, dass das durch Fortpflanzungstechniken entstandene Kind die Identität des Spenders/der Spenderin kennen darf.

Wie kann ich Spender/Spenderin werden?

Im Falle der Eizellspenderinnen wird nach der Kontaktaufnahme ein erstes Gepräch geführt, bei dem überprüft wird, ob die zuvor benannten Vorraussetzungen erfüllt werden. Wenn dies der Fall ist, so wird eine Untersuchung mit dem Gynäkologen vereinbart, der eine ärztliche Untersuchung durchführt. Bei dieser Kontrolle wird ebenfalls eine Blutanalyse gemacht. Sobald deren Untersuchungsergebnisse einwandfrei vorliegen, kann die Behandlung mit dem ersten Menstruationstag begonnen werden.

Im Fall der Samenspender wird nach der Kontaktaufnahme ein erstes Gespräch geführt. Wenn die Voraussetzungen erfüllt werden, kann am selben Tag die Probe abgegeben werden. Später wird eine zweite Probe zum Vergleich fällig. Wenn beide für angemessen erklärt werden, wird mit der zweiten ein Einfrierungs-Auftauungstest durchgeführt, und wenn dieser anstandslos vollzogen werden konnte, wird eine dritte Probe verlangt, sowie eine Blutanalyse. Diese dritte Probe wird in der Samenbank aufbewahrt, wird aber solange in Quarantäne verwahrt, bis die Untersuchungsergebnisse vorliegen. Ab dann ist es normal, dass die Spender wöchentlich das Zentrum aufsuchen.

Ebenso muss ein Dokument unterschrieben werden, welches den Prozess und die legalen Umstände bezüglich der Anonymitätsabsicherung erklärt. Die/der Spender/in hat keine Rechte oder Pflichten hinsichtlich der möglichen Kinder, die durch die Spende gezeugt werden.

Erhalten die Spender einen Unkostenaufwand?

Die Spende ist ein uneigennütziger Akt, es wird aber eine Aufwandsentschädigung für die Abdeckung der Transportkosten, Ärzte und Laborpersonal, Fernbleiben der Arbeitt etc. entrichtet. In unserem Zentrum beträgt die Aufwandsentschädigung 900 Euro, die der Spenderin mit dem Abschluss der Spende überreicht werden. Für die Samenspender ist eine Aufwandsentschädigung für Unannehmlichkeiten und Ortswechsel von 40 Euro pro akzeptabler Probe vorgesehen.

Gibt es irgendeine Beschräkung für die Spende?

Laut Gesetz kann eine Person spenden, bis durch ihren Beitrag maximal 6 Kinder in Spanien geboren wurden.

Ist die Eizellspende mit Schmerzen verbunden?

Nein. Für die meisten Frauen, die sich bereit erklärt haben, war es ein positives Erlebnis. Sie sind zufrienden damit, stolz darauf und entscheiden sich für deren Wiederholung.

Kann die Eizellspende meine zukünftige Fruchtbarkeit oder meine Ovarialreserve beeinflussen?

Nein. In jedem Zyklus gehen auf ganz natürliche Weise hunderte von Eizellen verloren, die später nicht mehr zur Verfügung stehen. Die Eizellspende gewinnt mehere Eizellen dieses Zyklus zurück. Bei der Behandlung werden nur Eizellen dieses Zyklus entnommen. In vielen Fällen kommt es durch die komplette gynäkologische Kontrolle zu Diagnostizierungen, die auf kurze Sicht die Fruchtbarkeit gefährden könnten.

Wann kann ein Spender abgelehnt werden?

Wenn die Samenqualität der wiederholten Proben keine Einfrierung ermöglicht, oder wenn nach dem Auftauungsprozess die Überlebensrate inakzeptabel ist.

Wenn Anomalien in den periodisch durchgeführten Untersuchungen auftreten.

Wenn mit dem Samen des Spenders bereits sechs evolutive Schwangerschaften hervorgerufen wurden, so wie es das Gesetz vorschreibt.


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