Die tägliche Hygiene ist grundlegend. Es gibt keine Einwände gegen das Baden. Bei trockener Haut können feuchtigkeitsspendende Cremes aufgetragen werden. Um Schwangerschaftsstreifen zu vermeiden sollten täglich spezielle Cremes verwendet werden.
Es muss luftdurchlässige und bequeme Kleidung getragen werden. Schuhe mit Absatz sollten vermieden werden, sowie Strumpfhosen und Stümpfe, die lokalen Druck auf die Beine ausüben.
Die Zahnpflege ist ebenfalls sehr wichtig. Die Reinigung des Mundes erfolgt duch ein korrrektes Putzen der Zähne und des Zahnfleisches. Wenn nötig sollte der Zahnarzt auch während der ersten Schwangerschaftsmonate aufgesucht werden.
Eine gesunde und ausgewogene Ernährung ist Schwerpunkt für alle, aber besonders für die Schwangere. Eine nahrhafte und gesunde Ernährung bedeutet nicht, „für zwei essen“, sondern versteht eine abwechslungsreiche Nahrungsaufnahme. Vermieden werden sollten Fette, Frittiertes, rohes Fleisch, Aufschnitt, Alkohol, Süßigkeiten, Scharfes und kohlensäurehaltige Getränke.
Die Ernährung sollte vitaminreich und mineralstoffhaltig sein, dafür sorgt frisches Obst und Gemüse. Während der Schwangerschaft steigt der Bedarf an Eisen, Eiweißen und Calcium. Die Proteine sind in Fleisch, Eiern und Fisch enthalten; Calcium wiederum in Milch und Milchprodukten. Meistens ist es nötig ein Vitaminpräparat einzunehmen, und zusätzlich Eisen und Calcium zuzuführen, speziell ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel. Diese Bedüfnisse nehmen mit der Schwangerschaft zu, und nicht immer ist die ausreichende Versorgung trotz gesunder Ernährung abgesichert.
Der aktiven Arbeitstätigkeit kann generell nachgegangen werden, es sei denn, es treten Komplikationen auf. Auf jeden Fall sollte auf das Heben schwerer Gewichte und heftige Ertüchtigungen verzichtet werden.
Hinsichtlich sportlicher Aktivitäten ist intensiver, schwerer und unbequemer Wettkampfsport nicht zu empfehlen. Tägliche Spaziergänge von etwa eineinhalb Stunden oder Schwimmen sind unbedenklich.
Generell sollte die Schwangere die Ruhestunden erhöhen. Wenn möglich, sollte sie neun bis zehn Stunden täglich schlafen.
Auf Reisen muss nicht verzichtet werden. Es wird jdoch empfohlen, keine Reiseziele mit eingeschränkten oder nicht vorhandenen medizinischn Dientleistungen aufzusuchen. Bis zum Ende der Schwnagerschaft sollten lange Strecken vermieden werden. Flugzeugreisen sind nicht verboten.
Es sollten keine Medikamente ohne ärztliche Aufsicht eingenommen werden, denn viele sind für die Anwendung während der Schwangerschaft nicht geeignet, vor allem in den ersten Schwangerschaftsmonaten. Präparate, die über längere Zeiträume eingenommen werden müssen, sollten bis auf ein unerlässliches Minimum zurückgesetzt werden. Es gibt pharmazeutische Produkte, deren Risiko geringer als der zu behandelnden Krankheit ist. Jede Erkrankung hat eine ausgesuchte Behandlung während der Schwangerschaft. Schließlich darf kein Medikament eingenommn werden, ohne dass dieses zuvor vom Gynäkologen abgesegnet wurde.
Röntgenstrahlen können gefährlich sein. Deswegen sollten nur die Röntgenaufnahmen gemacht werden, die tatsächlich unumgänglich sind.
Hinsichtlich Tabak, Alkohol und anderen Drogen besteht absolutes Verbot und es empfielt sich vom Genuss jeglicher giftiger Stoffe abzusehen. Wenn die Patientin Raucherin ist, so bietet sich Ihr mit der Schwangerschaft der ideale Moment um definitiv mit dem Rauchen aufzuhören. Wenn es unmöglich erscheinen sollte, das Rauchen ganz aufzugeben, muss der Zigarettengenuss extrem minimiert werden. Wenn irgendeine Art von Drogen eingenommen wird, so ist es sehr wichtig den Arzt spätestens während der Geburt darüber in Kenntnis zu setzen.
Der Geschlechtsverkeher ist im Leben eines Paares kein statische Phänomen, sondern verändert sich mit der Zeit. Die Schwangerschaft ist ein Abschnitt, der von körperlichen und psychischen Veränderungen geprägt ist, die die geschlechtlichen Beziehungen des Paares beeinflussen können und der Wunsch, die Sexualität auf andere Weise auszuleben, aufkommen kann. Der Geschlechtsverkehr muss nicht eingestellt werden, in einigen Fällen sollte jedoch auf bestimmte sexuelle Praktiken verzichtet werden. In sehr sporadischen Fällen und nur nach ärztlicher Empfehlung, sollte auf den Geschlechtsakt verzichtet werden, zum Bespiel wenn das Risiko einer Frühgeburt oder Blutung besteht.
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